TE Vwgh Beschluss 2010/4/22 2010/07/0016

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Veröffentlicht am 22.04.2010
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein;
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG);
10/07 Verwaltungsgerichtshof;
40/01 Verwaltungsverfahren;
83 Naturschutz Umweltschutz;

Norm

ALSAG 1989 §10;
AVG §1;
AVG §63 Abs1;
AVG §73 Abs2;
B-VG Art102 Abs1;
B-VG Art103 Abs4;
VwGG §27;
VwGG §34 Abs1;
VwRallg;
  1. AVG § 63 heute
  2. AVG § 63 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. AVG § 63 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  4. AVG § 63 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  5. AVG § 63 gültig von 01.07.1995 bis 30.06.1995 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 686/1994
  6. AVG § 63 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. AVG § 73 heute
  2. AVG § 73 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. AVG § 73 gültig von 01.01.2014 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. AVG § 73 gültig von 20.04.2002 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  5. AVG § 73 gültig von 01.01.1999 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  6. AVG § 73 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  7. AVG § 73 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. B-VG Art. 102 heute
  2. B-VG Art. 102 gültig ab 01.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  3. B-VG Art. 102 gültig von 01.01.2019 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  4. B-VG Art. 102 gültig von 01.08.2016 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2016
  5. B-VG Art. 102 gültig von 01.05.2013 bis 31.07.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2013
  6. B-VG Art. 102 gültig von 01.09.2012 bis 30.04.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 102 gültig von 01.09.2012 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 49/2012
  8. B-VG Art. 102 gültig von 01.07.2012 bis 31.08.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  9. B-VG Art. 102 gültig von 01.01.2012 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2011
  10. B-VG Art. 102 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  11. B-VG Art. 102 gültig von 01.01.2006 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 106/2005
  12. B-VG Art. 102 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  13. B-VG Art. 102 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2002
  14. B-VG Art. 102 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  15. B-VG Art. 102 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  16. B-VG Art. 102 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 532/1993
  17. B-VG Art. 102 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/1997
  18. B-VG Art. 102 gültig von 01.05.1993 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  19. B-VG Art. 102 gültig von 01.05.1993 bis 30.04.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 565/1991
  20. B-VG Art. 102 gültig von 01.07.1990 bis 30.04.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 445/1990
  21. B-VG Art. 102 gültig von 01.01.1985 bis 30.06.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 490/1984
  22. B-VG Art. 102 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  23. B-VG Art. 102 gültig von 21.07.1962 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  24. B-VG Art. 102 gültig von 18.07.1962 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962
  25. B-VG Art. 102 gültig von 31.12.1954 bis 17.07.1962 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 8/1954
  26. B-VG Art. 102 gültig von 19.12.1945 bis 30.12.1954 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  27. B-VG Art. 102 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 103 heute
  2. B-VG Art. 103 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 103 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 103 gültig von 04.09.1999 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 194/1999
  5. B-VG Art. 103 gültig von 01.01.1995 bis 03.09.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  6. B-VG Art. 103 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  7. B-VG Art. 103 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  8. B-VG Art. 103 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 27 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 33/2013
  2. VwGG § 27 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  3. VwGG § 27 gültig von 01.01.1999 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  4. VwGG § 27 gültig von 22.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 470/1995
  5. VwGG § 27 gültig von 01.01.1991 bis 21.07.1995 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 27 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Bumberger und die Hofräte Dr. Enzenhofer und Dr. N. Bachler als Richter, im Beisein des Schriftführers Mag. Jantschgi, in der Beschwerdesache der Schotter- und Betonwerk S GmbH in W, vertreten durch Dr. Martin Eisenberger, Rechtsanwalt in 8010 Graz, Hilmgasse 10, gegen den Bescheid des Landeshauptmannes von Steiermark vom 13. November 2009, Zl. FA13A- 39.40-15/2009-21, betreffend Zurückweisung nach § 13 Abs. 3 AVG in einer Angelegenheit nach § 10 Abs. 1 Altlastensanierungsgesetz (mitbeteiligte Partei: Bund, vertreten durch das Zollamt Graz, 8010 Graz, Conrad-von-Hötzendorfstraße 14-18), den Beschluss gefasst:Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Bumberger und die Hofräte Dr. Enzenhofer und Dr. N. Bachler als Richter, im Beisein des Schriftführers Mag. Jantschgi, in der Beschwerdesache der Schotter- und Betonwerk S GmbH in W, vertreten durch Dr. Martin Eisenberger, Rechtsanwalt in 8010 Graz, Hilmgasse 10, gegen den Bescheid des Landeshauptmannes von Steiermark vom 13. November 2009, Zl. FA13A- 39.40-15/2009-21, betreffend Zurückweisung nach Paragraph 13, Absatz 3, AVG in einer Angelegenheit nach Paragraph 10, Absatz eins, Altlastensanierungsgesetz (mitbeteiligte Partei: Bund, vertreten durch das Zollamt Graz, 8010 Graz, Conrad-von-Hötzendorfstraße 14-18), den Beschluss gefasst:

Spruch

Die Beschwerde wird zurückgewiesen.

Die beschwerdeführende Partei hat dem Bund Aufwendungen in der Höhe von EUR 610,60 und der mitbeteiligten Partei Aufwendungen in der Höhe von EUR 1.106,40 binnen zwei Wochen bei sonstiger Exekution zu ersetzen.

Begründung

Mit Antrag vom 18. April 2008 begehrte die beschwerdeführende Partei bei der Bezirkshauptmannschaft W (BH) die Feststellung gemäß § 10 Abs. 1 Z. 1 und 3 Altlastensanierungsgesetz, BGBl. Nr. 299/1989 (ALSAG), ob der von ihr abgetragene Humus und der für eine Geländeanpassung verwendete Bodenaushub als Abfall im Sinne des AWG 2002 und des ALSAG zu werten seien sowie ob die von ihr verwendeten Stoffe (Humus, Bodenaushub) mangels Entledigungsabsicht und Entledigungsverpflichtung nicht als Abfall im Sinne dieser Bestimmungen zu werten seien. In eventu begehrte die Beschwerdeführerin die Feststellung, ob diese Geländeanpassung zulässigerweise durchgeführt worden sei und damit dem Ausnahmetatbestand des § 3 Abs. 1a Z. 4 ALSAG unterliege.Mit Antrag vom 18. April 2008 begehrte die beschwerdeführende Partei bei der Bezirkshauptmannschaft W (BH) die Feststellung gemäß Paragraph 10, Absatz eins, Ziffer eins, und 3 Altlastensanierungsgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 299 aus 1989, (ALSAG), ob der von ihr abgetragene Humus und der für eine Geländeanpassung verwendete Bodenaushub als Abfall im Sinne des AWG 2002 und des ALSAG zu werten seien sowie ob die von ihr verwendeten Stoffe (Humus, Bodenaushub) mangels Entledigungsabsicht und Entledigungsverpflichtung nicht als Abfall im Sinne dieser Bestimmungen zu werten seien. In eventu begehrte die Beschwerdeführerin die Feststellung, ob diese Geländeanpassung zulässigerweise durchgeführt worden sei und damit dem Ausnahmetatbestand des Paragraph 3, Absatz eins a, Ziffer 4, ALSAG unterliege.

Mit bei der belangten Behörde eingebrachtem Devolutionsantrag vom 11. März 2009 beantragte die Beschwerdeführerin den Übergang der Entscheidungspflicht über ihren Antrag vom 18. April 2008 auf die belangte Behörde als sachlich in Betracht kommende Oberbehörde.

Begründend führte die Beschwerdeführerin aus, dass die BH mehr als zehn Monate nach Antragstellung keine Entscheidung getroffen habe. Diese sei somit ihrer Entscheidungspflicht nach § 73 Abs. 1 AVG nicht nachgekommen.Begründend führte die Beschwerdeführerin aus, dass die BH mehr als zehn Monate nach Antragstellung keine Entscheidung getroffen habe. Diese sei somit ihrer Entscheidungspflicht nach Paragraph 73, Absatz eins, AVG nicht nachgekommen.

Mit dem nunmehr angefochtenen Bescheid wies die belangte Behörde den Antrag vom 18. April 2008 gemäß § 13 Abs. 3 AVG zurück.Mit dem nunmehr angefochtenen Bescheid wies die belangte Behörde den Antrag vom 18. April 2008 gemäß Paragraph 13, Absatz 3, AVG zurück.

Begründend führte die belangte Behörde aus, dass die zur Beurteilung des maßgeblichen Sachverhaltes notwendigen Unterlagen und Stellungnahmen dem Antrag der Beschwerdeführerin vom 18. April 2008 nicht beigelegen seien. Sie habe daher als im Devolutionsweg zuständige Behörde die zur Beurteilung des maßgeblichen Sachverhaltes notwendigen Nachweise und Unterlagen binnen Monatsfrist eingefordert. Auf Grund eines Fristerstreckungsantrages der Beschwerdeführerin vom 13. Juli 2009 sei eine Fristerstreckung bis 15. September 2009 gewährt worden. Ungeachtet dessen sei am 22. September 2009 nur ein Teil der geforderten Unterlagen eingelangt. Zudem seien die übermittelten Prüfberichte nicht als Nachweis der Bodenqualität für das aufgebrachte Bodenaushubmaterial geeignet. Nach Maßgabe des § 13 Abs. 3 AVG sei der Beschwerdeführerin ein Mängelbehebungsauftrag mit der Wirkung erteilt worden, dass der Antrag vom 18. April 2008 nach fruchtlosem Ablauf der Mängelbehebungsfrist zurückgewiesen werde. Die als erforderlich erachteten Unterlagen seien zu spät und nur teilweise nachgereicht worden, weshalb der Antrag der Beschwerdeführerin vom 18. April 2008 zurückzuweisen gewesen sei.Begründend führte die belangte Behörde aus, dass die zur Beurteilung des maßgeblichen Sachverhaltes notwendigen Unterlagen und Stellungnahmen dem Antrag der Beschwerdeführerin vom 18. April 2008 nicht beigelegen seien. Sie habe daher als im Devolutionsweg zuständige Behörde die zur Beurteilung des maßgeblichen Sachverhaltes notwendigen Nachweise und Unterlagen binnen Monatsfrist eingefordert. Auf Grund eines Fristerstreckungsantrages der Beschwerdeführerin vom 13. Juli 2009 sei eine Fristerstreckung bis 15. September 2009 gewährt worden. Ungeachtet dessen sei am 22. September 2009 nur ein Teil der geforderten Unterlagen eingelangt. Zudem seien die übermittelten Prüfberichte nicht als Nachweis der Bodenqualität für das aufgebrachte Bodenaushubmaterial geeignet. Nach Maßgabe des Paragraph 13, Absatz 3, AVG sei der Beschwerdeführerin ein Mängelbehebungsauftrag mit der Wirkung erteilt worden, dass der Antrag vom 18. April 2008 nach fruchtlosem Ablauf der Mängelbehebungsfrist zurückgewiesen werde. Die als erforderlich erachteten Unterlagen seien zu spät und nur teilweise nachgereicht worden, weshalb der Antrag der Beschwerdeführerin vom 18. April 2008 zurückzuweisen gewesen sei.

Gegen diesen Bescheid richtet sich die vorliegende Beschwerde, in welcher Rechtswidrigkeit des Inhaltes und Rechtswidrigkeit infolge Verletzung von Verfahrensvorschriften geltend gemacht werden.

Die belangte Behörde hat die Akten des Verwaltungsverfahrens vorgelegt und in der Gegenschrift - ebenso wie die mitbeteiligte Partei - die kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde beantragt.

Über Berufungen gegen Bescheide einer Bezirksverwaltungsbehörde entscheidet als Organ der mittelbaren Bundesverwaltung in Angelegenheiten nach § 10 ALSAG der Landeshauptmann, gegen dessen Entscheidung eine weitere Berufung nicht zulässig ist (vgl. dazu den unter Verweis auf Art. 103 Abs. 4 B-VG ergangenen hg. Beschluss vom 26. März 2009, Zl. 2009/07/0053).Über Berufungen gegen Bescheide einer Bezirksverwaltungsbehörde entscheidet als Organ der mittelbaren Bundesverwaltung in Angelegenheiten nach Paragraph 10, ALSAG der Landeshauptmann, gegen dessen Entscheidung eine weitere Berufung nicht zulässig ist vergleiche , dazu den unter Verweis auf Artikel 103, Absatz 4, B-VG ergangenen hg. Beschluss vom 26. März 2009, Zl. 2009/07/0053).

Die Gerichtshöfe des öffentlichen Rechtes haben zur Verfassungsbestimmung des Art. 103 Abs. 4 B-VG übereinstimmend ausgesprochen (vgl. den Beschluss des Verfassungsgerichtshofes vom 24. Juni 1985, VfSlg. Nr. 10.488, und den Beschluss eines hg. verstärkten Senates vom 19. Oktober 1979, VwSlg. Nr. 9950/A), dass dann, wenn der Landeshauptmann auf Grund eines Devolutionsantrages in einer Angelegenheit der mittelbaren Bundesverwaltung entscheidet, dieser Bescheid als erstinstanzlicher Bescheid anzusehen ist, gegen den im Sinne des Art. 103 Abs. 4 B-VG die Berufung an den zuständigen Bundesminister zulässig ist (vgl. dazu auch den hg. Beschluss vom 26. Juni 2008, Zl. 2007/06/0336). Gemäß der Vollziehungsklausel des § 24 Abs. 1 ALSAG (vgl. dazu den bereits zitierten hg. Beschluss vom 26. März 2009) ist im vorliegenden Fall Berufung an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft zu erheben. Wie der vorliegenden Beschwerde zu entnehmen ist, hat die Beschwerdeführerin eine solche Berufung in Befolgung der Rechtsmittelbelehrung im angefochtenen Bescheid "aus Gründen der prozessualen Sicherheit" bereits eingebracht.Die Gerichtshöfe des öffentlichen Rechtes haben zur Verfassungsbestimmung des Artikel 103, Absatz 4, B-VG übereinstimmend ausgesprochen vergleiche , den Beschluss des Verfassungsgerichtshofes vom 24. Juni 1985, VfSlg. Nr. 10.488, und den Beschluss eines hg. verstärkten Senates vom 19. Oktober 1979, VwSlg. Nr. 9950/A), dass dann, wenn der Landeshauptmann auf Grund eines Devolutionsantrages in einer Angelegenheit der mittelbaren Bundesverwaltung entscheidet, dieser Bescheid als erstinstanzlicher Bescheid anzusehen ist, gegen den im Sinne des Artikel 103, Absatz 4, B-VG die Berufung an den zuständigen Bundesminister zulässig ist vergleiche , dazu auch den hg. Beschluss vom 26. Juni 2008, Zl. 2007/06/0336). Gemäß der Vollziehungsklausel des Paragraph 24, Absatz eins, ALSAG vergleiche , dazu den bereits zitierten hg. Beschluss vom 26. März 2009) ist im vorliegenden Fall Berufung an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft zu erheben. Wie der vorliegenden Beschwerde zu entnehmen ist, hat die Beschwerdeführerin eine solche Berufung in Befolgung der Rechtsmittelbelehrung im angefochtenen Bescheid "aus Gründen der prozessualen Sicherheit" bereits eingebracht.

Die vorliegende Beschwerde war daher gemäß § 34 Abs. 1 und 3 VwGG wegen offenbarer Unzuständigkeit des Verwaltungsgerichtshofes zurückzuweisen. Der Spruch über den Aufwandersatz gründet sich auf die §§ 47 ff VwGG, insbesondere § 51 VwGG iVm der Verordnung BGBl. II Nr. 455/2008.Die vorliegende Beschwerde war daher gemäß Paragraph 34, Absatz eins, und 3 VwGG wegen offenbarer Unzuständigkeit des Verwaltungsgerichtshofes zurückzuweisen. Der Spruch über den Aufwandersatz gründet sich auf die Paragraphen 47, ff VwGG, insbesondere Paragraph 51, VwGG in Verbindung mit , der Verordnung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 455 aus 2008,.

Wien, am 22. April 2010

Schlagworte

Anrufung der obersten Behörde sachliche Zuständigkeit in einzelnen Angelegenheiten Instanzenzug Zuständigkeit Besondere Rechtsgebiete Besondere Rechtsgebiete Diverses Verletzung der Entscheidungspflicht Diverses Zurückweisung - Einstellung Offenbare Unzuständigkeit des VwGH Nichterschöpfung des Instanzenzuges Allgemein Allgemeine Verwaltungsverfahrensgesetze

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2010:2010070016.X00

Im RIS seit

29.09.2010

Zuletzt aktualisiert am

30.09.2010
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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