RS Bvwg 2018/1/3 W144 2163719-1

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 03.01.2018
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Rechtssatznummer

1

Entscheidungsdatum

03.01.2018

Norm

AsylG 2005 §35 Abs5
IPRG §6
  1. AsylG 2005 § 35 gültig von 01.09.2018 bis 11.06.2026 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 39/2026
  2. AsylG 2005 § 35 gültig von 01.11.2017 bis 31.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2017
  3. AsylG 2005 § 35 gültig von 01.11.2017 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2017
  4. AsylG 2005 § 35 gültig von 01.06.2016 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2016
  5. AsylG 2005 § 35 gültig von 01.01.2014 bis 31.05.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2013
  6. AsylG 2005 § 35 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2012
  7. AsylG 2005 § 35 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2009
  8. AsylG 2005 § 35 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2009

Rechtssatz

Rechtssatz 1

Die Gültigkeit von Rechtsakten, die ihre Grundlage für gewisse Zeiträume allein im Scharia-Recht haben, widerspricht klar den Grundwerten der österr. Rechtsordnung, sodass gem. § 6 IPR-Gesetz die in Syrien geltende Rückwirkung der Gültigkeit der standesamtlich registrierten Ehe nicht anzuwenden ist und die in Rede stehende Eheschließung für den österreichischen Rechtsverkehr erst mit der standesamtlichen Eintragung in Syrien als rechtsgültig angesehen werden kann.Die Gültigkeit von Rechtsakten, die ihre Grundlage für gewisse Zeiträume allein im Scharia-Recht haben, widerspricht klar den Grundwerten der österr. Rechtsordnung, sodass gem. Paragraph 6, IPR-Gesetz die in Syrien geltende Rückwirkung der Gültigkeit der standesamtlich registrierten Ehe nicht anzuwenden ist und die in Rede stehende Eheschließung für den österreichischen Rechtsverkehr erst mit der standesamtlichen Eintragung in Syrien als rechtsgültig angesehen werden kann.

Schlagworte

Ehe, Gültigkeit, ordre public, Registrierung, Rückwirkung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:BVWG:2018:W144.2163719.1.01

Zuletzt aktualisiert am

22.01.2018
Quelle: Bundesverwaltungsgericht BVwg, https://www.bvwg.gv.at
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