RS Vwgh 1986/5/28 84/13/0246

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Veröffentlicht am 28.05.1986
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32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht

Rechtssatz

Das Tatbestandsmerkmal "...infolge schuldhafter Verletzung der den Vertretern auferlegten Pflichten nicht eingebracht werden können" ist etwa dann als erfüllt anzusehen, wenn der Vertretene bei oder nach Fälligkeit der Verbindlichkeiten Mittel für die Bezahlung - gegebenenfalls nach gleichmäßiger

Aufteilung der Zahlungsmittel auf alle Verbindlichkeiten - zur Verfügung hatte und nicht - wenn auch nur anteilig - für die Abgabentilgung Sorge getragen hat. Insoweit - der Vertreter darf Abgabenschulden nicht schlechter behandeln als die übrigen aus dem von ihm verwalteten Vermögen zu begleichenden Schulden, wenn auch nicht verlangt wird, daß der Abgabenläubiger vor allen übrigen Gläubigern befriedigt wird - ist auch das Ausmaß der Haftung bestimmt (Hinweis auf Stoll, BAO-Handbuch S 28 f).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1986:1984130246.X03

Im RIS seit

28.05.1986
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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