RS Vwgh 1986/6/3 86/14/0061

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 03.06.1986
beobachten
merken

Index

32/02 Steuern vom Einkommen und Ertrag
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

EStG 1972 §4 Abs4;
VStG §13;
  1. EStG 1972 § 4 gültig von 18.07.1987 bis 31.12.2018 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 61/2018
  2. EStG 1972 § 4 gültig von 21.12.1985 bis 17.07.1987 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 557/1985
  3. EStG 1972 § 4 gültig von 22.12.1984 bis 20.12.1985 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 531/1984
  4. EStG 1972 § 4 gültig von 01.01.1982 bis 21.12.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 520/1981
  5. EStG 1972 § 4 gültig von 31.12.1981 bis 31.12.1981 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 620/1981
  6. EStG 1972 § 4 gültig von 20.12.1980 bis 30.12.1981 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 563/1980
  7. EStG 1972 § 4 gültig von 17.12.1976 bis 19.12.1980 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 664/1976
  8. EStG 1972 § 4 gültig von 23.07.1975 bis 16.12.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 391/1975
  9. EStG 1972 § 4 gültig von 09.08.1974 bis 22.07.1975 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 469/1974
  10. EStG 1972 § 4 gültig von 01.08.1974 bis 08.08.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 409/1974
  11. EStG 1972 § 4 gültig von 13.12.1972 bis 31.07.1974

Rechtssatz

Ausnahmen vom Grundsatz der Nichtabzugsfähigkeit von Geldstrafen hat der Verwaltungsgerichtshof zur inhaltlich übereinstimmenden Rechtslage vor dem EStG 1972 angenommen, wenn Bestrafungen erfolgten, die von dem Nachweis eines bestimmten Verschuldens des Bestraften nicht abhängig sind oder nur ein geringes Verschulden voraussetzen und sich etwa auf die Nichteinhaltung bestimmter polizeilicher Vorschriften gründen (Hinweis E 11.10.1957, 2553/55). Die Ansicht, daß eine Bestrafung niemals in die Betriebssphäre eines Unternehmens fallen kann, geht zu weit, da es sich nicht leugnen läßt, daß unter Umständen ein so enger Zusammenhang einer strafbaren Handlung mit der Betriebssphäre bestehen kann, daß die aus dieser Handlung oder Unterlassung entspringenden Kosten und Strafen als durch den Betrieb veranlaßt und somit gemäß § 4 Abs 4 EStG 1972 als Betriebsausgaben angesehen werden müssen (Hinweis E 25.2.1954, 2959/51, VwSlg 895 F/1954, E 11.5.1962, 1316/60, VwSlg 2646 F/1962).Ausnahmen vom Grundsatz der Nichtabzugsfähigkeit von Geldstrafen hat der Verwaltungsgerichtshof zur inhaltlich übereinstimmenden Rechtslage vor dem EStG 1972 angenommen, wenn Bestrafungen erfolgten, die von dem Nachweis eines bestimmten Verschuldens des Bestraften nicht abhängig sind oder nur ein geringes Verschulden voraussetzen und sich etwa auf die Nichteinhaltung bestimmter polizeilicher Vorschriften gründen (Hinweis E 11.10.1957, 2553/55). Die Ansicht, daß eine Bestrafung niemals in die Betriebssphäre eines Unternehmens fallen kann, geht zu weit, da es sich nicht leugnen läßt, daß unter Umständen ein so enger Zusammenhang einer strafbaren Handlung mit der Betriebssphäre bestehen kann, daß die aus dieser Handlung oder Unterlassung entspringenden Kosten und Strafen als durch den Betrieb veranlaßt und somit gemäß Paragraph 4, Absatz 4, EStG 1972 als Betriebsausgaben angesehen werden müssen (Hinweis E 25.2.1954, 2959/51, VwSlg 895 F/1954, E 11.5.1962, 1316/60, VwSlg 2646 F/1962).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1986:1986140061.X03

Im RIS seit

03.04.2001

Zuletzt aktualisiert am

27.09.2009
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten