TE Bvwg Beschluss 2017/6/20 L516 2155586-1

JUSLINE Entscheidung

Veröffentlicht am 20.06.2017
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Entscheidungsdatum

20.06.2017

Norm

AuslBG §12a
AVG 1950 §38
B-VG Art.133 Abs4
VfGG §62
  1. AuslBG § 12a heute
  2. AuslBG § 12a gültig ab 31.12.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 175/2023
  3. AuslBG § 12a gültig von 01.07.2011 bis 30.12.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 25/2011
  4. AuslBG § 12a gültig von 01.01.2006 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2005
  5. AuslBG § 12a gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 126/2002
  6. AuslBG § 12a gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 78/1997
  7. AuslBG § 12a gültig von 12.04.1995 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 257/1995
  8. AuslBG § 12a gültig von 30.07.1993 bis 11.04.1995 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 501/1993
  1. AVG 1950 § 38 gültig von 01.09.1950 bis 31.01.1991 wiederverlautbart durch BGBl. Nr. 51/1991
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VfGG § 62 heute
  2. VfGG § 62 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  3. VfGG § 62 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  4. VfGG § 62 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2013
  5. VfGG § 62 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. VfGG § 62 gültig von 01.08.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2013
  7. VfGG § 62 gültig von 01.03.2013 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  8. VfGG § 62 gültig von 01.01.2004 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  9. VfGG § 62 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 329/1990
  10. VfGG § 62 gültig von 01.01.1989 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 732/1988
  11. VfGG § 62 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 311/1976

Spruch

L516 2155586-1/4Z

BESCHLUSS

Das Bundesverwaltungsgericht hat durch den Richter Mag. Paul NIEDERSCHICK als Senatsvorsitzenden über die Beschwerde der XXXX gegen den Bescheid des Arbeitsmarktservice, RegionaleDas Bundesverwaltungsgericht hat durch den Richter Mag. Paul NIEDERSCHICK als Senatsvorsitzenden über die Beschwerde der römisch 40 gegen den Bescheid des Arbeitsmarktservice, Regionale

Geschäftsstelle Linz, vom 17.03.2017, Zahl GZ: 08114 / GF: 3847773

ABB-Nr3847773, beschlossen:

A)

Das Beschwerdeverfahren wird gemäß § 38 AVG iVm § 62 Abs 3 VfGG bis zur Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes über den Gesetzesprüfungsantrag des Bundesverwaltungsgerichtes vom 01.06.2017, L516 2155586-1/3Z, ausgesetzt.Das Beschwerdeverfahren wird gemäß Paragraph 38, AVG in Verbindung mit Paragraph 62, Absatz 3, VfGG bis zur Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes über den Gesetzesprüfungsantrag des Bundesverwaltungsgerichtes vom 01.06.2017, L516 2155586-1/3Z, ausgesetzt.

B)

Die Revision ist nicht zulässig.

Text

BEGRÜNDUNG:

1. Mit Bescheid vom 17.03.2017, GZ: 08114 / GF: 3847773 ABB-Nr3847773, wurde der Antrag des bosnisch-herzegowinischen Staatsangehörigen XXXX vom 03.03.2017 auf Erteilung eines Aufenthaltstitels "Rot-Weiß-Rot–Karte" gem § 41 Abs 2 Z 1 NAG (Fachkraft im Mangelberuf) für die berufliche Tätigkeit als "Maschinentechniker" im Unternehmen der Beschwerdeführerin vom Arbeitsmarktservice, Regionale Geschäftsstelle Linz, gem § 12a AuslBG abgewiesen. Dagegen richtet sich die vorliegende Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht.1. Mit Bescheid vom 17.03.2017, GZ: 08114 / GF: 3847773 ABB-Nr3847773, wurde der Antrag des bosnisch-herzegowinischen Staatsangehörigen römisch 40 vom 03.03.2017 auf Erteilung eines Aufenthaltstitels "Rot-Weiß-Rot–Karte" gem Paragraph 41, Absatz 2, Ziffer eins, NAG (Fachkraft im Mangelberuf) für die berufliche Tätigkeit als "Maschinentechniker" im Unternehmen der Beschwerdeführerin vom Arbeitsmarktservice, Regionale Geschäftsstelle Linz, gem Paragraph 12 a, AuslBG abgewiesen. Dagegen richtet sich die vorliegende Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht.

2. Der Verfassunsgsgerichtshof hat am 17.03.2017 zu Zahl E 1913/2015-11 aus Anlass eines bei ihm bereits anhängigen Beschwerdefalles den Beschluss gefasst, § 12a Z 2 sowie die Anlage B "Zulassungskriterien für Fachkräfte in Mangelberufen gemäß § 12a" AuslBG idF BGBl I Nr 25/2011 auf seine Verfassungsmäßigkeit von Amts wegen zu prüfen. Da der Ausgang dieser Prüfung auch für das vor dem Bundesverwaltungsgericht gegenständlich anhängigen Beschwerdeverfahren entscheidungsrelevant ist, stellte das Bundesverwaltungsgericht am 01.06.2017 einen dem Prüfbeschluss des Verfassungsgerichtshofes entsprechenden Antrag gem Art 140 Abs 1 Z 1 lit a B-VG an den Verfassungsgerichtshof.2. Der Verfassunsgsgerichtshof hat am 17.03.2017 zu Zahl E 1913/2015-11 aus Anlass eines bei ihm bereits anhängigen Beschwerdefalles den Beschluss gefasst, Paragraph 12 a, Ziffer 2, sowie die Anlage B "Zulassungskriterien für Fachkräfte in Mangelberufen gemäß Paragraph 12 a, AuslBG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 25 aus 2011, auf seine Verfassungsmäßigkeit von Amts wegen zu prüfen. Da der Ausgang dieser Prüfung auch für das vor dem Bundesverwaltungsgericht gegenständlich anhängigen Beschwerdeverfahren entscheidungsrelevant ist, stellte das Bundesverwaltungsgericht am 01.06.2017 einen dem Prüfbeschluss des Verfassungsgerichtshofes entsprechenden Antrag gem Artikel 140, Absatz eins, Ziffer eins, Litera a, B-VG an den Verfassungsgerichtshof.

3. Gemäß § 38 AVG ist die Behörde, sofern die Gesetze nicht anderes bestimmen, berechtigt, im Ermittlungsverfahren auftauchende Vorfragen, die als Hauptfragen von anderen Verwaltungsbehörden oder von den Gerichten zu entscheiden wären, nach der über die maßgebenden Verhältnisse gewonnenen eigenen Anschauung zu beurteilen und diese Beurteilung ihrem Bescheid zugrunde zu legen. Sie kann aber auch das Verfahren bis zur rechtskräftigen Entscheidung der Vorfrage aussetzen, wenn die Vorfrage schon den Gegenstand eines anhängigen Verfahrens bei der zuständigen Behörde bildet oder ein solches Verfahren gleichzeitig anhängig gemacht wird.3. Gemäß Paragraph 38, AVG ist die Behörde, sofern die Gesetze nicht anderes bestimmen, berechtigt, im Ermittlungsverfahren auftauchende Vorfragen, die als Hauptfragen von anderen Verwaltungsbehörden oder von den Gerichten zu entscheiden wären, nach der über die maßgebenden Verhältnisse gewonnenen eigenen Anschauung zu beurteilen und diese Beurteilung ihrem Bescheid zugrunde zu legen. Sie kann aber auch das Verfahren bis zur rechtskräftigen Entscheidung der Vorfrage aussetzen, wenn die Vorfrage schon den Gegenstand eines anhängigen Verfahrens bei der zuständigen Behörde bildet oder ein solches Verfahren gleichzeitig anhängig gemacht wird.

4. Gemäß § 62 Abs 3 VfGG dürfen nach einem Antrag des Bundesverwaltungsgerichtes gem Art 140 Abs 1 Z 1 lit a B-VG in dem bei ihm anhängigen Verfahren bis zur Verkündung bzw Zustellung des Erkenntnisses des Verfassungsgerichtshofes nur solche Handlungen vorgenommen oder Anordnungen und Entscheidungen getroffen werden, die durch das Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes nicht beeinflusst werden können oder die die Frage nicht abschließend regeln und keinen Aufschub gestatten.4. Gemäß Paragraph 62, Absatz 3, VfGG dürfen nach einem Antrag des Bundesverwaltungsgerichtes gem Artikel 140, Absatz eins, Ziffer eins, Litera a, B-VG in dem bei ihm anhängigen Verfahren bis zur Verkündung bzw Zustellung des Erkenntnisses des Verfassungsgerichtshofes nur solche Handlungen vorgenommen oder Anordnungen und Entscheidungen getroffen werden, die durch das Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes nicht beeinflusst werden können oder die die Frage nicht abschließend regeln und keinen Aufschub gestatten.

5. Aufgrund des vom Bundesverwaltungsgericht am 01.06.2017 an den Verfassungsgerichtshof gestellten Gesetzesprüfungsantrages wird das Beschwerdeverfahren gemäß § 38 AVG iVm § 62 Abs 3 VfGG bis zur Verkündung bzw Zustellung der Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes darüber ausgesetzt.5. Aufgrund des vom Bundesverwaltungsgericht am 01.06.2017 an den Verfassungsgerichtshof gestellten Gesetzesprüfungsantrages wird das Beschwerdeverfahren gemäß Paragraph 38, AVG in Verbindung mit Paragraph 62, Absatz 3, VfGG bis zur Verkündung bzw Zustellung der Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes darüber ausgesetzt.

Zu B)

Revision

6. Da die Rechtslage eindeutig ist, ist die Revision nicht zulässig (vgl VwGH 28.05.2014, Ro 2014/07/0053).6. Da die Rechtslage eindeutig ist, ist die Revision nicht zulässig vergleiche VwGH 28.05.2014, Ro 2014/07/0053).

7. Es war somit spruchgemäß zu entscheiden.

Schlagworte

Aussetzung, Gesetzprüfungsantrag, Vorfrage

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:BVWG:2017:L516.2155586.1.00

Zuletzt aktualisiert am

29.06.2017
Quelle: Bundesverwaltungsgericht BVwg, https://www.bvwg.gv.at
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