TE Bvwg Erkenntnis 2021/8/19 I413 2201974-2

JUSLINE Entscheidung

Veröffentlicht am 19.08.2021
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Entscheidungsdatum

19.08.2021

Norm

ASVG §4 Abs1 Z1
ASVG §4 Abs2
ASVG §410
B-VG Art133 Abs4
  1. ASVG § 4 heute
  2. ASVG § 4 gültig ab 01.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2022
  3. ASVG § 4 gültig von 01.09.2016 bis 30.06.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 75/2016
  4. ASVG § 4 gültig von 01.01.2014 bis 31.08.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 187/2013
  5. ASVG § 4 gültig von 01.01.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2012
  6. ASVG § 4 gültig von 01.06.2012 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2012
  7. ASVG § 4 gültig von 01.08.2010 bis 31.05.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2010
  8. ASVG § 4 gültig von 01.08.2009 bis 31.07.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 83/2009
  9. ASVG § 4 gültig von 01.01.2006 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2005
  10. ASVG § 4 gültig von 01.01.2006 bis 31.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 45/2005
  11. ASVG § 4 gültig von 01.09.2005 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2005
  12. ASVG § 4 gültig von 01.08.2001 bis 31.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2001
  13. ASVG § 4 gültig von 01.01.2001 bis 31.07.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2001
  14. ASVG § 4 gültig von 01.01.2001 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2000
  15. ASVG § 4 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  16. ASVG § 4 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/1997
  17. ASVG § 4 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/1997
  18. ASVG § 4 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  19. ASVG § 4 gültig von 01.08.1998 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  20. ASVG § 4 gültig von 01.01.1998 bis 31.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  21. ASVG § 4 gültig von 23.04.1997 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/1997
  22. ASVG § 4 gültig von 01.01.1997 bis 22.04.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 600/1996
  1. ASVG § 4 heute
  2. ASVG § 4 gültig ab 01.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2022
  3. ASVG § 4 gültig von 01.09.2016 bis 30.06.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 75/2016
  4. ASVG § 4 gültig von 01.01.2014 bis 31.08.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 187/2013
  5. ASVG § 4 gültig von 01.01.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2012
  6. ASVG § 4 gültig von 01.06.2012 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2012
  7. ASVG § 4 gültig von 01.08.2010 bis 31.05.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2010
  8. ASVG § 4 gültig von 01.08.2009 bis 31.07.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 83/2009
  9. ASVG § 4 gültig von 01.01.2006 bis 31.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2005
  10. ASVG § 4 gültig von 01.01.2006 bis 31.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 45/2005
  11. ASVG § 4 gültig von 01.09.2005 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2005
  12. ASVG § 4 gültig von 01.08.2001 bis 31.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2001
  13. ASVG § 4 gültig von 01.01.2001 bis 31.07.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2001
  14. ASVG § 4 gültig von 01.01.2001 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2000
  15. ASVG § 4 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  16. ASVG § 4 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/1997
  17. ASVG § 4 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/1997
  18. ASVG § 4 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  19. ASVG § 4 gültig von 01.08.1998 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  20. ASVG § 4 gültig von 01.01.1998 bis 31.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  21. ASVG § 4 gültig von 23.04.1997 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/1997
  22. ASVG § 4 gültig von 01.01.1997 bis 22.04.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 600/1996
  1. ASVG § 410 heute
  2. ASVG § 410 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2013
  3. ASVG § 410 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2004
  4. ASVG § 410 gültig von 01.08.1998 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  5. ASVG § 410 gültig von 01.01.1973 bis 31.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 31/1973
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Spruch


I413 2201974-2/15E
, I413 2201974-2/15E

IM NAMEN DER REPUBLIK!

Das Bundesverwaltungsgericht hat durch den Richter Dr. Martin ATTLMAYR, LL.M. als Einzelrichter über die Beschwerde von XXXX , vertreten durch RA Mag Mathias KAPFERER gegen den Bescheid der Österreichische Gesundheitskasse Landesstelle Tirol (ÖGK-T) vom 29.03.2018, Zl. XXXX , nach Durchführung einer mündlichen Verhandlung zu Recht erkannt:Das Bundesverwaltungsgericht hat durch den Richter Dr. Martin ATTLMAYR, LL.M. als Einzelrichter über die Beschwerde von römisch 40 , vertreten durch RA Mag Mathias KAPFERER gegen den Bescheid der Österreichische Gesundheitskasse Landesstelle Tirol (ÖGK-T) vom 29.03.2018, Zl. römisch 40 , nach Durchführung einer mündlichen Verhandlung zu Recht erkannt:

A)

Die Beschwerde wird als unbegründet abgewiesen.

B)

Die Revision ist gemäß Art. 133 Abs. 4 B-VG nicht zulässig.Die Revision ist gemäß Artikel 133, Absatz 4, B-VG nicht zulässig.

Text


Entscheidungsgründe:
, Entscheidungsgründe:

I. Verfahrensgang:römisch eins. Verfahrensgang:

1. Mit angefochtenem Bescheid verpflichtete die belangte Behörde den Beschwerdeführer, Inhaber des Tabledance-Lokals " XXXX " in Innsbruck als Dienstgeber aufgrund der bei ihm stattgefundenen gemeinsamen Prüfung aller lohnabhängigen Abgaben für den Zeitraum 01.08.2010 bis 31.12.2013 den Betrag in Höhe von EUR 71.152,95 binnen 14 Tagen nach Zustellung des Bescheides an die belangte Behörde zu bezahlen. 1. Mit angefochtenem Bescheid verpflichtete die belangte Behörde den Beschwerdeführer, Inhaber des Tabledance-Lokals " römisch 40 " in Innsbruck als Dienstgeber aufgrund der bei ihm stattgefundenen gemeinsamen Prüfung aller lohnabhängigen Abgaben für den Zeitraum 01.08.2010 bis 31.12.2013 den Betrag in Höhe von EUR 71.152,95 binnen 14 Tagen nach Zustellung des Bescheides an die belangte Behörde zu bezahlen.

2. Gegen diesen dem Beschwerdeführer am 04.04.2018 zugestellten Bescheid richtet sich die fristgerecht eingebrachte Beschwerde, in der zusammengefasst vorgebracht wurde, es sei gegen den Versicherungspflichtbescheid der belangten Behörde vom 22.03.3018, womit die Dienstnehmereigenschaft von insgesamt 96 Tänzerinnen als Dienstnehmerinnen des Beschwerdeführers festgestellt wurde, am 24.04.2014 (sic) Beschwerde erhoben worden und behänge bei Bundesverwaltungsgericht. Darüber hinaus behänge ein weiteres Verfahren zur Frage, ob die im Tabledance-Lokal „ XXXX “ aufgetretenen Tänzerinnen selbständig oder nicht selbständig seien beim Bundesfinanzgericht. Aus diesen Gründen, da die Dienstnehmereigenschaft eine Vorfrage darstelle, stellte der Beschwerdeführer den Antrag auf Aussetzung des gegenständlichen Verfahrens bis zur Entscheidung durch das Bundesfinanzgericht. Unabhängig davon seien 96 Tänzerinnen einzuvernehmen zum Beweis dafür, dass diese ihre Tätigkeit nicht in Dienstnehmereigenschaft ausgeübt hätten und beantragte für den Fall, dass nicht ausgesetzt werde, alle 96 Tänzerinnen einzuvernehmen, wobei die Namen und Adressen der Tänzerinnen von Amts wegen zu ermitteln seien. Weiters beantragte er die Aufhebung des angefochtenen Bescheides und das gegen den beschwerdeführer eingeleitete Verfahren auf Vorschreibung von lohnabhängigen Abgaben für den Zeitraum 01.08.2010 bis 31.12.2013 einzustellen und von der Verhängung lohnabhängiger Abgaben Abstand zu nehmen, in eventu den angefochtenen Bescheid zu beheben und die Sache zur neuerlichen Entscheidung an die belangte Behörde zurückzuverweisen.2. Gegen diesen dem Beschwerdeführer am 04.04.2018 zugestellten Bescheid richtet sich die fristgerecht eingebrachte Beschwerde, in der zusammengefasst vorgebracht wurde, es sei gegen den Versicherungspflichtbescheid der belangten Behörde vom 22.03.3018, womit die Dienstnehmereigenschaft von insgesamt 96 Tänzerinnen als Dienstnehmerinnen des Beschwerdeführers festgestellt wurde, am 24.04.2014 (sic) Beschwerde erhoben worden und behänge bei Bundesverwaltungsgericht. Darüber hinaus behänge ein weiteres Verfahren zur Frage, ob die im Tabledance-Lokal „ römisch 40 “ aufgetretenen Tänzerinnen selbständig oder nicht selbständig seien beim Bundesfinanzgericht. Aus diesen Gründen, da die Dienstnehmereigenschaft eine Vorfrage darstelle, stellte der Beschwerdeführer den Antrag auf Aussetzung des gegenständlichen Verfahrens bis zur Entscheidung durch das Bundesfinanzgericht. Unabhängig davon seien 96 Tänzerinnen einzuvernehmen zum Beweis dafür, dass diese ihre Tätigkeit nicht in Dienstnehmereigenschaft ausgeübt hätten und beantragte für den Fall, dass nicht ausgesetzt werde, alle 96 Tänzerinnen einzuvernehmen, wobei die Namen und Adressen der Tänzerinnen von Amts wegen zu ermitteln seien. Weiters beantragte er die Aufhebung des angefochtenen Bescheides und das gegen den beschwerdeführer eingeleitete Verfahren auf Vorschreibung von lohnabhängigen Abgaben für den Zeitraum 01.08.2010 bis 31.12.2013 einzustellen und von der Verhängung lohnabhängiger Abgaben Abstand zu nehmen, in eventu den angefochtenen Bescheid zu beheben und die Sache zur neuerlichen Entscheidung an die belangte Behörde zurückzuverweisen.

4. Mit Schriftsatz vom 05.07.2018 (eingelangt am 26.07.2018) legte die belangte Behörde die Akten samt der Beschwerde dem Bundesverwaltungsgericht vor.

5. Aufgrund der Verfügung des Geschäftsverteilungsausschusses vom 19.09.2019 wurde die gegenständliche Rechtssache I404 MMag. Alexandra JUNKER abgenommen und der Gerichtsabteilung I413 neu zugewiesen.

6. Am 28.04.2021 führte das Bundesverwaltungsgericht die mündliche Verhandlung durch.

II. Das Bundesverwaltungsgericht hat erwogen:römisch zwei. Das Bundesverwaltungsgericht hat erwogen:

1. Feststellungen:

Der Beschwerdeführer war im Zeitraum 01.08.2010 bis 31.12.2013 Inhaber des Tabeledance-Lokals „ XXXX “ in Innsbruck. Der Beschwerdeführer war im Zeitraum 01.08.2010 bis 31.12.2013 Inhaber des Tabeledance-Lokals „ römisch 40 “ in Innsbruck.

Nachstehenden Personen (im Folgenden auch als „Dienstnehmerinnen“ bezeichnet) waren in nachstehenden Zeiträumen als Dienstnehmerinnen beim Beschwerdeführer in einem Verhältnis persönlicher und wirtschaftlicher Abhängigkeit gegen Entgelt beschäftigt und waren gemäß § 4 Abs 1 in Verbindung mit Abs 2 ASVG in der Kranken-, Unfall-, und Pensionsversicherung aufgrund dieses Bundesgesetzes versichert (vollversichert) und gemäß § 1 Abs 1 lit a AlVG 1977 arbeitslosenversichert:Nachstehenden Personen (im Folgenden auch als „Dienstnehmerinnen“ bezeichnet) waren in nachstehenden Zeiträumen als Dienstnehmerinnen beim Beschwerdeführer in einem Verhältnis persönlicher und wirtschaftlicher Abhängigkeit gegen Entgelt beschäftigt und waren gemäß Paragraph 4, Absatz eins, in Verbindung mit Absatz 2, ASVG in der Kranken-, Unfall-, und Pensionsversicherung aufgrund dieses Bundesgesetzes versichert (vollversichert) und gemäß Paragraph eins, Absatz eins, Litera a, AlVG 1977 arbeitslosenversichert:

 

Name, Vorname

VSNR

Zeitraum

 

1

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

12.10.2010-19.10.2010

 

2

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

14.05.2013- 31.05.2013;

01.06.2013- 19.06.2013

 

3

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

30.09.2013; 01.10.2013- 05.12.2013

 

4

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

06.08.2013-20.08.2013

 

5

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

21.06.2012-12.07.2012

 

6

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

08.01.2013- 22.02.2013;

06.05.2013- 21.05.2013

 

7

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

08.02.2011- 27.07.2011;

11.10.2011- 22.12.2011;

21.09.2012- 31.12.2012;

01.01.2013- 02.01.2013;

22.02.2013- 28.02.2013;

01.03.2013- 06.05.2013;

05.06.2013- 12.06.2013

 

8

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

20.10.2010-28.10.2010

 

9

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

26.04.2011-05.05.2011

 

10

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

25.08.2010- 31.08.2010;

01.09.2010- 31.12.2010;

01.01.2011- 28.02.2011; 01.03.2011-14.09.2011

 

11

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

11.09.2013- 17.09.2013;

05.12.2013- 31.12.2013

 

12

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

11.12.2013-31.12.2013;

 

13

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

07.11.2012- 31.12.2012;

01.01.2013- 08.01.2013

 

14

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

23.08.2011- 31.08.2011;

01.09.2011- 06.09.2011

 

15

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

18.10.2012- 31.12.2012;

01.01.2013- 02.01.2013

 

16

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

19.03.2013-02.04.2013;

 

17

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

17.05.2011-27.07.2011

 

18

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

21.09.2010- 30.09.2010;

01.10.2010- 14.12.2010

 

19

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

07.11.2012- 06.12.2012;

21.05.2013- 20.08.2013;

23.10.2013- 31.12.2013

 

20

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

02.08.2010 - 26.12.2010

 

21

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

12.10.2010 - 19.10.2010; 14.12.2010 - 28.12.2010;

29.03.2011 - 05.04.2011;

19.04.2011 - 05.05.2011

 

22

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

15.02.2011 - 16.03.2011; 07.06.2011 - 23.08.2011;

20.09.2011 - 14.12.2011;

10.01.2012 - 02.04.2012; 08.01.2013 - 22.01.2013;

14.05.2013 - 06.08.2013;

11.11.2013 - 31.12.2013

 

23

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

04.05.2012 - 23.05.2012

 

24

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

16.03.2011 - 05.04.2011

 

25

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

13.12.2012 - 31.12.2012; 01.01.2013 - 02.01.2013

 

26

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

01.02.2011 - 03.03.2011; 29.03.2011 - 05.04.2011;

04.08.2011 - 23.08.2011

 

27

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

01.09.2010 - 19.10.2010; 22.11.2010 - 14.12.2010; 03.03.2011 - 25.11.2011

 

28

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

01.09.2010 - 20.09.2010; 14.12.2010 - 28.12.2010;

18.01.2011 - 03.03.2011; 29.03.2011 - 05.05.2011;

04.08.2011 - 23.08.2011

 

29

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

19.10.2010 - 28.12.2010

 

30

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

19.08.2010 - 20.09.2010

 

31

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

07.12.2010 - 28.12.2010; 01.02.2011 - 05.04.2011;

 

32

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

02.08.2010 - 20.09.2010; 11.10.2010 - 19.10.2010

 

33

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

29.09.2010 - 30.09.2010; 01.10.2010 - 28.12.2010;

29.03.2011 - 05.04.2011;

05.05.2011 - 04.08.2011; 14.09.2011 - 14.12.2011

 

34

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

07.12,2010 - 28.12.2010; 17.01.2011 - 03.03.2011;

16.03.2011 - 17.05.2011

 

35

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

02.08.2010 - 20.09.2010

 

36

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

11.09.2012 - 31.12.2012; 01.01.2013 - 23.10.2013

 

37

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

29.11.2011 - 22.12.2011

 

38

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

18.10.2010 - 31.10.2010;

 

39

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

02.08.2010 - 20.09.2010

 

40

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

27.07.2011 - 23.08.2011

 

41

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20.10.2010 - 28.10.2010

 

42

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19.08.2010 - 20.09.2010; 03.11.2010 - 22.11.2010

 

43

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28.10.2010 - 03.11.2010

 

44

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14.05.2013 - 19.06.2013

 

45

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05.01.2011 - 17.01.2011

 

46

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01.09.2010 - 20.09.2010

 

47

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18.10.2012 - 06.12.2012

 

48

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0000 120787

26.05.2011 - 23.08.2011; 14.09.2011 - 14.12.2011;

10.05.2012 - 31.07.2012

 

49

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18.01.2011 - 03.03.2011

 

50

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22.02.2013 - 06.03.2013

 

51

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07.08.2012 - 18.10.2012

 

52

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05.01.2011 - 17.01.2011

 

53

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02.08.2010 - 31.12.2010;

01.01.2011 - 05.01.2011

 

54

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13.06.2012 - 21.09.2012;

08.10.2012 - 07.11.2012;

13.12.2012 - 31.12.2012;

01.01.2013 - 21.05.2013

 

55

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05.01.2011 - 17.01.2011

 

56

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02.08.2010 - 14.12.2010;

05.01.2011 - 08.02.2011

 

57

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06.09.2010 - 16.09.2010

 

58

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17.09.2013 - 23.10.2013

 

59

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03.11.2010 - 22.11.2010

 

60

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11.12.2013 - 31.12.2013;

 

61

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22.01.2013 - 30.01.2013

 

62

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23.08.2011 - 06.09.2011

 

63

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02.08.2010 - 03.10.2010

 

64

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04.08.2010 - 12.10.2010

 

65

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07.11.2012 - 31.12.2012;

01.01.2013 - 08.01.2013;

21.05.2013 - 20.08.2013;

23.10.2013 - 31.12.2013

 

66

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02.04.2013 - 24.04.2013

 

67

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08.01.2013 - 22.01.2013

 

68

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08.03.2011 - 19.04.2011

 

69

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XXXX römisch 40

13.12.2010 - 31.12.2010; 01.01.2011 - 14.09.2011;

20.09.2011 - 31.12.2011;

01.01.2012 - 31.12.2012;

01.01.2013 - 02.04.2013

 

70

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XXXX römisch 40

06.05.2013 - 21.05.2013;

06.08.2013 - 23.10.2013;

29.10.2013 - 31.12.2013

 

71

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XXXX römisch 40

07.08.2012 - 21.09.2012; 06.03.2013 - 06.05.2013

 

72

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17.05.2011 - 26.05.2011

 

73

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XXXX römisch 40

05.01.2011 - 08.02.2011;

26.04.2011 - 27.07.2011;

28.09.2011 - 31.12.2011;

01.01.2012 - 02.04.2012;

06.04.2012 - 02.07.2012

 

74

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17.01.2011 - 08.02.2011

 

75

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19.04.2011 - 05.05.2011

 

76

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15.05.2012 - 13.06.2012;

18.07.2013 - 11.09.2013

 

77

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19.08.2010 - 03.11.2010

 

78

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02.08.2010 - 21.09.2010;

30.09.2010 - 19.10.2010;

22.11.2010 - 28.12.2010; 08.02.2011 - 03.03.2011; 05.05.2011 - 17.05.2011

 

79

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17.05.2011 - 27.07.2011

 

80

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24.04.2012 - 30.04.2012; 01.05.2012 - 04.05.2012;

 

81

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22.01.2013 - 30.01.2013;

 

82

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06.12.2012 - 13.12.2012

 

83

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10.08.2010 - 20.09.2010;

07.12.2010 - 31.12.2010;

01.01.2011 - 17.01.2011

 

84

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XXXX römisch 40

30.09.2013 - 23.10.2013;

 

85

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XXXX römisch 40

12.01.2012 - 24.02.2012

 

86

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14.12.2011 - 31.12.2011;

01.01.2012 - 12.01.2012

 

87

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24.02.2012 - 02.04.2012

 

88

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04.05.2012 - 10.05.2012

 

89

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XXXX römisch 40

18.07.2013 - 11.09.2013

 

90

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07.12.2010 - 31.12.2010;

01.01.2011 - 17.01.2011; 09.08.2011 - 14.09.2011

 

91

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

07.06.2011 - 27.07.2011;

06.09.2011 - 25.11.2011; 15.05.2012 - 12.07.2012

 

92

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XXXX römisch 40

29.11.2012 - 31.12.2012; 01.01.2013 - 28.03.2013

 

93

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XXXX römisch 40

18.01.2011 - 03.03.2011

 

94

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XXXX römisch 40

26.12.2010 - 31.12.2010;

01.01.2011 - 15.01.2011;

18.01.2011 - 19.01.2011

 

95

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

20.08.2013 - 11.12.2013

 

96

XXXX römisch 40

XXXX römisch 40

16.02.2012 - 24.04.2012

 

Für die vorgenannten Dienstnehmerinnen betragen die Beiträge zur Sozialversicherung EUR 71.152,95.

Diese vorgenannten Beiträge zur Sozialversicherung wurden vom Beschwerdeführer nicht innerhalb von 14 Tagen ab ihrer jeweiligen Fälligkeit vollständig entrichtet.

2. Beweiswürdigung:

Die Feststellungen zum Beschwerdeführer und zu seiner Inhaberschaft des Tabledance-Lokals ergeben sich aus seinen glaubhaften Angaben im Rahmen der mündlichen Verhandlung am 28.04.2021, wonach er 6 Jahre lang – zwischen 2010 und 2016 – Inhaber dieses Lokals war (Verhandlungsprotokoll S 3).

Die Feststellungen zur Dienstnehmereigenschaft und zu den Zeiträumen des Dienstverhältnisses der namentlich genannten 96 Dienstnehmerinnen sowie zu ihren Tätigkeit für den Beschwerdeführer ergibt sich aus dem Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichts vom 17.08.2021, I413 22201974-1/24E, wonach die 96 Dienstnehmerinnen aufgrund ihrer Tätigkeit für die beschwerdeführende Partei in den festgestellten Zeiträumen gemäß § 4 Abs 1 Z 1 in Verbindung mit Abs 2 ASVG in der Kranken-, Unfall-, und Pensionsversicherung aufgrund dieses Bundesgesetzes versichert (vollversichert) und gemäß § 1 Abs 1 lit a AlVG 1977 arbeitslosenversichert waren.Die Feststellungen zur Dienstnehmereigenschaft und zu den Zeiträumen des Dienstverhältnisses der namentlich genannten 96 Dienstnehmerinnen sowie zu ihren Tätigkeit für den Beschwerdeführer ergibt sich aus dem Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichts vom 17.08.2021, I413 22201974-1/24E, wonach die 96 Dienstnehmerinnen aufgrund ihrer Tätigkeit für die beschwerdeführende Partei in den festgestellten Zeiträumen gemäß Paragraph 4, Absatz eins, Ziffer eins, in Verbindung mit Absatz 2, ASVG in der Kranken-, Unfall-, und Pensionsversicherung aufgrund dieses Bundesgesetzes versichert (vollversichert) und gemäß Paragraph eins, Absatz eins, Litera a, AlVG 1977 arbeitslosenversichert waren.

Die festgestellte Höhe der für die Dienstverhältnisse der vorgenannten 96 Dienstnehmerinnen beim Beschwerdeführer offenen Beiträge zur Sozialversicherung iHv EUR 71.152,95 ergibt sich aus den schlüssigen und der Höhe nach nicht bekämpften und damit unstrittigen Berechnungen der belangten Behörde im Rahmen der GPLA und des bekämpften Bescheides.

Dass die im Rahmen der GPLA nachverrechneten Beiträge zur Sozialversicherung vom Beschwerdeführer nicht innerhalb von 14 Tagen ab ihrer jeweiligen Fälligkeit vollständig entrichtet wurden ergibt sich aus dem angefochtenen Bescheid.

3. Rechtliche Beurteilung:

Zu A) Abweisung der Beschwerde

3.1. Die gegenständliche Beschwerde bekämpft den angefochtenen Bescheid der belangten Behörde seinem gesamten Umfang nach.

3.1.1. Zunächst ist auf den Antrag auf Aussetzung einzugehen.

Gemäß § 17 VwGVG iVm § 38 AVG ist das Verwaltungsgericht, sofern die Gesetze nicht anderes bestimmen, berechtigt, im Ermittlungsverfahren auftauchende Vorfragen, die als Hauptfragen von anderen Verwaltungsbehörden oder von den Gerichten zu entscheiden wären, nach der über die maßgebenden Verhältnisse gewonnenen eigenen Anschauung zu beurteilen und diese Beurteilung ihrem Bescheid zugrunde zu legen. Sie kann aber auch das Verfahren bis zur rechtskräftigen Entscheidung der Vorfrage aussetzen, wenn die Vorfrage schon den Gegenstand eines anhängigen Verfahrens bei der zuständigen Verwaltungsbehörde bzw beim zuständigen Gericht bildet oder ein solches Verfahren gleichzeitig anhängig gemacht wird.Gemäß Paragraph 17, VwGVG in Verbindung mit Paragraph 38, AVG ist das Verwaltungsgericht, sofern die Gesetze nicht anderes bestimmen, berechtigt, im Ermittlungsverfahren auftauchende Vorfragen, die als Hauptfragen von anderen Verwaltungsbehörden oder von den Gerichten zu entscheiden wären, nach der über die maßgebenden Verhältnisse gewonnenen eigenen Anschauung zu beurteilen und diese Beurteilung ihrem Bescheid zugrunde zu legen. Sie kann aber auch das Verfahren bis zur rechtskräftigen Entscheidung der Vorfrage aussetzen, wenn die Vorfrage schon den Gegenstand eines anhängigen Verfahrens bei der zuständigen Verwaltungsbehörde bzw beim zuständigen Gericht bildet oder ein solches Verfahren gleichzeitig anhängig gemacht wird.

Die Vorfrage ist eine Rechtsfrage, deren Lösung eine unabdingbare Voraussetzung für die Lösung einer anderen Frage, nämlich der jeweiligen Hauptfrage darstellt, sodass eine Vorfrage schon begrifflich nicht mit der Hauptfrage ident sein kann. Eine Vorfrage liegt vielmehr bereits dann vor, wenn der relevante Tatbestand ein (explizit angeführtes oder durch Auslegung zu ermittelndes) Element enthält, das für sich allein Gegenstand der bindenden Entscheidung einer anderen Behörde bzw. eines Gerichts (oder allenfalls derselben Behörde in einem anderen Verfahren) sein kann.

Für die Verpflichtung zur Nachzahlung von Sozialversicherungsbeiträgen (und damit auch für jene zur Entrichtung eines Beitragszuschlages) ist die Frage, ob jemand im fraglichen Zeitraum in einem Verhältnis persönlicher und wirtschaftlicher Abhängigkeit iSd § 4 Abs 2 ASVG beschäftigt (und demgemäß gem § 4 Abs 1 Z 1 ASVG bzw § 1 Abs 1 lit a AlVG vollversichert) gewesen ist, eine Vorfrage iSd § 38 AVG (VwGH 29.01.2014, Ro 2014/08/004; 08.05.1990, 89/08/0040). Diese Vorfrage ist durch das Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichts vom 17.08.2021, I413 22201974-1/24E, rechtskräftig gelöst.Für die Verpflichtung zur Nachzahlung von Sozialversicherungsbeiträgen (und damit auch für jene zur Entrichtung eines Beitragszuschlages) ist die Frage, ob jemand im fraglichen Zeitraum in einem Verhältnis persönlicher und wirtschaftlicher Abhängigkeit iSd Paragraph 4, Absatz 2, ASVG beschäftigt (und demgemäß gem Paragraph 4, Absatz eins, Ziffer eins, ASVG bzw Paragraph eins, Absatz eins, Litera a, AlVG vollversichert) gewesen ist, eine Vorfrage iSd Paragraph 38, AVG (VwGH 29.01.2014, Ro 2014/08/004; 08.05.1990, 89/08/0040). Diese Vorfrage ist durch das Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichts vom 17.08.2021, I413 22201974-1/24E, rechtskräftig gelöst.

Die steuerrechtliche Beurteilung des Sachverhalts durch das Bundesfinanzgericht ist hingegen nicht für das gegenständliche Verfahren präjudiziell und stellt damit keine Vorfrage iSd § 38 AVG dar, zumal die Dienstnehmereigenschaft der 96 Tänzerinnen nicht aufgrund der Lohnsteuerpflicht nach dem EStG besteht und damit eine finanzbehördliche Entscheidung im gegenständlichen Fall für die Dienstnehmereigenschaft der Tänzerinnen nicht von Bedeutung ist. Damit bestand kein Grund, das gegenständliche Verfahren auszusetzen. Die steuerrechtliche Beurteilung des Sachverhalts durch das Bundesfinanzgericht ist hingegen nicht für das gegenständliche Verfahren präjudiziell und stellt damit keine Vorfrage iSd Paragraph 38, AVG dar, zumal die Dienstnehmereigenschaft der 96 Tänzerinnen nicht aufgrund der Lohnsteuerpflicht nach dem EStG besteht und damit eine finanzbehördliche Entscheidung im gegenständlichen Fall für die Dienstnehmereigenschaft der Tänzerinnen nicht von Bedeutung ist. Damit bestand kein Grund, das gegenständliche Verfahren auszusetzen.

3.1.2. Zum weiteren Antrag, alle 96 Tänzerinnen zu ihrer Dienstnehmereigenschaft einzuvernehmen:

Diesem Antrag kommt im gegenständlichen Verfahren betreffend die Beitragsvorschreibung keine Berechtigung zu. In diesem Verfahren ist Sache die Rechtmäßigkeit der von der belangten Beschwerde vorgeschriebenen Beiträge zur Sozialversicherung, nicht hingegen die Frage der Dienstnehmereigenschaft der 96 Tänzerinnen. Diese für das gegenständliche Verfahren eine Vorfrage bildende Fragestellung wurde bereits rechtskräftig durch das Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichts vom 17.08.2021, I413 22201974-1/24E, entschieden. Im Beitragsverfahren kann die Frage der Dienstnehmereigenschaft somit nicht neu aufgerollt und entschieden werden. Für die Frage der Beitragsvorschreibung ist nicht ersichtlich, in wie fern die Befragung von 96 Tänzerinnen beweiserheblich wäre. Dem Beweisantrag ist auch nichts zu entnehmen, welche Tatsachen, die im Zusammenhang mit der Beitragsvorschreibung relevant sind, bewiesen werden sollen. Der Beweisantrag ist daher auch nicht gesetzmäßig ausgeführt und irrt von der „Sache“ des gegenständlichen Beitragsverfahrens ab, da er auf eine Neubewertung der entschiedenen Dienstnehmereigenschaft der 96 Tänzerinnen abzielt.

3.2. In der Sache selbst ist auszuführen:

3.2.1. Gemäß § 58 Abs 2 ASVG schuldet der Dienstgeber die auf die Versicherten und den Dienstgeber entfallenden Beiträge und hat diese auf seine Gefahr und Kosten zur Gänze einzuzahlen. Gemäß Abs 1 leg. cit. sind die allgemeinen Beiträge am letzten Tag des Kalendermonates fällig, in den das Ende des Beitragszeitraumes fällt, sofern die Beiträge nicht gemäß Abs 4 vom Träger der Krankenversicherung dem Beitragsschuldner vorgeschrieben werden. Die gemäß Abs. 4 vorgeschriebenen Beiträge sind mit Ablauf des zweiten Werktages nach der Aufgabe der Beitragsvorschreibung zur Post bzw. mit dem Zeitpunkt der Zustellung durch Organe des Trägers der Krankenversicherung fällig.3.2.1. Gemäß Paragraph 58, Absatz 2, ASVG schuldet der Dienstgeber die auf die Versicherten und den Dienstgeber entfallenden Beiträge und hat diese auf seine Gefahr und Kosten zur Gänze einzuzahlen. Gemäß Absatz eins, leg. cit. sind die allgemeinen Beiträge am letzten Tag des Kalendermonates fällig, in den das Ende des Beitragszeitraumes fällt, sofern die Beiträge nicht gemäß Absatz 4, vom Träger der Krankenversicherung dem Beitragsschuldner vorgeschrieben werden. Die gemäß Absatz 4, vorgeschriebenen Beiträge sind mit Ablauf des zweiten Werktages nach der Aufgabe der Beitragsvorschreibung zur Post bzw. mit dem Zeitpunkt der Zustellung durch Organe des Trägers der Krankenversicherung fällig.

Beitragsschuldner im Sinne des § 58 Abs 2 ASVG ist der Dienstgeber jener Dienstnehmer, aufgrund von deren Beschäftigungsverhältnissen die Beitragsschulden entstanden sind (VwGH 26.01.2005, 2002/08/0165), wobei im Verfahren betreffend die Beitragspflicht die Frage der Versicherungspflicht eine Vorfrage im Sinne des § 38 AVG (VwGH 26.05.2014, 2012/08/0228, 13.11.1978, 822/78) bildet.Beitragsschuldner im Sinne des Paragraph 58, Absatz 2, ASVG ist der Dienstgeber jener Dienstnehmer, aufgrund von deren Beschäftigungsverhältnissen die Beitragsschulden entstanden sind (VwGH 26.01.2005, 2002/08/0165), wobei im Verfahren betreffend die Beitragspflicht die Frage der Versicherungspflicht eine Vorfrage im Sinne des Paragraph 38, AVG (VwGH 26.05.2014, 2012/08/0228, 13.11.1978, 822/78) bildet.

3.2.2. Gegenständlich ist die Versicherungspflicht der 96 Dienstnehmerinnen aufgrund des in der Beweiswürdigung (Pkt. 2) näher ausgeführten Erkenntnisses des Bundesverwaltungsgerichts, welches den maßgeblichen Versicherungspflichtbescheid der belangten Behörde bestätige, festgestellt worden. Danach waren die 96 Dienstnehmerinnen aufgrund ihrer Tätigkeit für die beschwerdeführende Partei in den jeweils festgestellten Zeiträumen gemäß § 4 Abs 1 Z 1 in Verbindung mit Abs 2 ASVG in der Kranken-, Unfall-, und Pensionsversicherung aufgrund dieses Bundesgesetzes versichert (vollversichert) und gemäß § 1 Abs 1 lit a AlVG 1977 arbeitslosenversichert. 3.2.2. Gegenständlich ist die Versicherungspflicht der 96 Dienstnehmerinnen aufgrund des in der Beweiswürdigung (Pkt. 2) näher ausgeführten Erkenntnisses des Bundesverwaltungsgerichts, welches den maßgeblichen Versicherungspflichtbescheid der belangten Behörde bestätige, festgestellt worden. Danach waren die 96 Dienstnehmerinnen aufgrund ihrer Tätigkeit für die beschwerdeführende Partei in den jeweils festgestellten Zeiträumen gemäß Paragraph 4, Absatz eins, Ziffer eins, in Verbindung mit Absatz 2, ASVG in der Kranken-, Unfall-, und Pensionsversicherung aufgrund dieses Bundesgesetzes versichert (vollversichert) und gemäß Paragraph eins, Absatz eins, Litera a, AlVG 1977 arbeitslosenversichert.

Daran sind innerhalb der Grenzen der Rechtskraft sowohl die Behörden (und das Bundesverwaltungsgericht selbst) als auch die Parteien gebunden, weswegen im Verfahren über die Beitragspflicht die Frage der Versicherungspflicht und der Dienstnehmereigenschaft (und der damit verbundenen Dienstgebereigenschaft) nicht neuerlich aufgerollt werden darf (vgl VwGH 26.05.2014, 2012/08/0228; 08.03.1994, 1994/08/0031; 06.02.1990, 89/08/0357).Daran sind innerhalb der Grenzen der Rechtskraft sowohl die Behörden (und das Bundesverwaltungsgericht selbst) als auch die Parteien gebunden, weswegen im Verfahren über die Beitragspflicht die Frage der Versicherungspflicht und der Dienstnehmereigenschaft (und der damit verbundenen Dienstgebereigenschaft) nicht neuerlich aufgerollt werden darf vergleiche VwGH 26.05.2014, 2012/08/0228; 08.03.1994, 1994/08/0031; 06.02.1990, 89/08/0357).

Die beschwerdeführende Partei hat als Dienstgeberin für den gegenständlich betroffenen Dienstnehmerinnen bis zur Feststellung der Versicherungspflicht keine Beiträge gemäß § 58 Abs 1 ASVG entrichtet, weshalb diese zu Recht vorgeschrieben wurden.Die beschwerdeführende Partei hat als Dienstgeberin für den gegenständlich betroffenen Dienstnehmerinnen bis zur Feststellung der Versicherungspflicht keine Beiträge gemäß Paragraph 58, Absatz eins, ASVG entrichtet, weshalb diese zu Recht vorgeschrieben wurden.

3.2.3. Gegen die Höhe der Beitragsvorschreibung wurde in der Beschwerde nichts Konkretes vorgetragen; im Wesentlichen beschränkt sie sich darauf, zwei nicht erhebliche Anträge zu stellen, wovon einer auf die Neuaufrollung der Frage der Unterstellung der 96 Dienstnehmerinnen unter die Pflichtversicherung in der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung gemäß § 4 Abs 1 iVm Abs 2 ASVG und der Arbeitslosenversicherung gemäß § 1 Abs 1 lit a AlVG abzielt. 3.2.3. Gegen die Höhe der Beitragsvorschreibung wurde in der Beschwerde nichts Konkretes vorgetragen; im Wesentlichen beschränkt sie sich darauf, zwei nicht erhebliche Anträge zu stellen, wovon einer auf die Neuaufrollung der Frage der Unterstellung der 96 Dienstnehmerinnen unter die Pflichtversicherung in der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung gemäß Paragraph 4, Absatz eins, in Verbindung mit Absatz 2, ASVG und der Arbeitslosenversicherung gemäß Paragraph eins, Absatz eins, Litera a, AlVG abzielt.

Im Übrigen bringt die Beschwerde gegen die vorgeschriebenen Beiträge weder dem Grunde noch der Höhe nach etwas vor. Sie erweist sich als unsubstantiiert. Es bestehen keine Hinweise darauf, dass die vorgeschriebenen Beiträge unrechtmäßig in der betraglichen Höhe festgesetzt worden sind. Die Beiträge wurden nicht innerhalb von 14 Tagen nach Fälligkeit (§ 58 ASVG) einbezahlt und sind aufgrund der Abweisung der Beschwerde vom Beschwerdeführer in voller Höhe zu leisten. Im Übrigen bringt die Beschwerde gegen die vorgeschriebenen Beiträge weder dem Grunde noch der Höhe nach etwas vor. Sie erweist sich als unsubstantiiert. Es bestehen keine Hinweise darauf, dass die vorgeschriebenen Beiträge unrechtmäßig in der betraglichen Höhe festgesetzt worden sind. Die Beiträge wurden nicht innerhalb von 14 Tagen nach Fälligkeit (Paragraph 58, ASVG) einbezahlt und sind aufgrund der Abweisung der Beschwerde vom Beschwerdeführer in voller Höhe zu leisten.

3.3.4. Da somit die Beitragsvorschreibung sowohl dem Grunde nach, als auch der Höhe nach zu Recht ergangen ist, ist die Beschwerde spruchgemäß abzuweisen.

Zu B) Unzulässigkeit der Revision:

Gemäß § 25a Abs 1 VwGG hat das Verwaltungsgericht im Spruch seines Erkenntnisses oder Beschlusses auszusprechen, ob die Revision gemäß Art 133 Abs 4 B-VG zulässig ist. Der Ausspruch ist kurz zu begründen.Gemäß Paragraph 25 a, Absatz eins, VwGG hat das Verwaltungsgericht im Spruch seines Erkenntnisses oder Beschlusses auszusprechen, ob die Revision gemäß Artikel 133, Absatz 4, B-VG zulässig ist. Der Ausspruch ist kurz zu begründen.

Die Revision ist gemäß Art 133 Abs 4 B-VG nicht zulässig, weil die Entscheidung nicht von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt. Weder weicht die gegenständliche Entscheidung von der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ab, noch fehlt es an einer Rechtsprechung; weiters ist die vorliegende Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes auch nicht als uneinheitlich zu beurteilen. Auch liegen keine sonstigen Hinweise auf eine grundsätzliche Bedeutung der zu lösenden Rechtsfrage vor.Die Revision ist gemäß Artikel 133, Absatz 4, B-VG nicht zulässig, weil die Entscheidung nicht von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt. Weder weicht die gegenständliche Entscheidung von der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ab, noch fehlt es an einer Rechtsprechung; weiters ist die vorliegende Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes auch nicht als uneinheitlich zu beurteilen. Auch liegen keine sonstigen Hinweise auf eine grundsätzliche Bedeutung der zu lösenden Rechtsfrage vor.

Die gegenständliche einen Einzelfall betreffende Entscheidung stützt sich auf die nicht als uneinheitlich zu bezeichnende Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes. Eine Rechtsfrage von Bedeutung ist nicht hervorgekommen. Die Entscheidung über einen Einzelfall als solche ist nicht reversibel.

Schlagworte

Beitragsnachverrechnung Dienstnehmereigenschaft GPLA Rechtskraft Versicherungspflicht Vorfrage

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:BVWG:2021:I413.2201974.2.01

Im RIS seit

07.09.2021

Zuletzt aktualisiert am

07.09.2021
Quelle: Bundesverwaltungsgericht BVwg, https://www.bvwg.gv.at
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