RS Lvwg 2014/2/18 LVwG-000009/2/Gf/Rt

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 18.02.2014
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Rechtssatznummer

1

Entscheidungsdatum

18.02.2014

Norm

VO 2073/2005 Art3 Abs1
VO 2073/2005 AnhI Pkt1.5.
LMSVG §5
LMSVG §34
LMSVG §90 Abs1 Z1
LMSVG §90 Abs3 Z2
FlUV §13
  1. LMSVG § 5 heute
  2. LMSVG § 5 gültig ab 01.09.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 75/2026
  3. LMSVG § 5 gültig von 01.01.2022 bis 31.08.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 256/2021
  4. LMSVG § 5 gültig von 25.04.2017 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2017
  5. LMSVG § 5 gültig von 12.08.2014 bis 24.04.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 67/2014
  6. LMSVG § 5 gültig von 30.11.2010 bis 11.08.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 95/2010
  7. LMSVG § 5 gültig von 21.01.2006 bis 29.11.2010
  1. LMSVG § 90 heute
  2. LMSVG § 90 gültig ab 01.09.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 75/2026
  3. LMSVG § 90 gültig von 01.01.2024 bis 31.08.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 171/2023
  4. LMSVG § 90 gültig von 01.01.2022 bis 31.12.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 256/2021
  5. LMSVG § 90 gültig von 25.04.2017 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2017
  6. LMSVG § 90 gültig von 01.01.2016 bis 24.04.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2015
  7. LMSVG § 90 gültig von 12.08.2014 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 67/2014
  8. LMSVG § 90 gültig von 07.08.2013 bis 11.08.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 171/2013
  9. LMSVG § 90 gültig von 01.01.2011 bis 06.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 95/2010
  10. LMSVG § 90 gültig von 20.10.2010 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 95/2010
  11. LMSVG § 90 gültig von 03.08.2006 bis 29.11.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2006
  12. LMSVG § 90 gültig von 21.01.2006 bis 02.08.2006
  1. LMSVG § 90 heute
  2. LMSVG § 90 gültig ab 01.09.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 75/2026
  3. LMSVG § 90 gültig von 01.01.2024 bis 31.08.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 171/2023
  4. LMSVG § 90 gültig von 01.01.2022 bis 31.12.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 256/2021
  5. LMSVG § 90 gültig von 25.04.2017 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2017
  6. LMSVG § 90 gültig von 01.01.2016 bis 24.04.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2015
  7. LMSVG § 90 gültig von 12.08.2014 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 67/2014
  8. LMSVG § 90 gültig von 07.08.2013 bis 11.08.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 171/2013
  9. LMSVG § 90 gültig von 01.01.2011 bis 06.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 95/2010
  10. LMSVG § 90 gültig von 20.10.2010 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 95/2010
  11. LMSVG § 90 gültig von 03.08.2006 bis 29.11.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2006
  12. LMSVG § 90 gültig von 21.01.2006 bis 02.08.2006

Rechtssatz

* Im gegenständlichen Fall ergibt sich aus dem Untersuchungszeugnis der AGES, dass die gezogene Probe „mit Salmonellen der Serogruppe C, S. Virchow (nachweisbar in 25 g) kontaminiert“ war. Damit entsprach die begutachtete Ware nicht den Anforderungen des Art. 3 Abs. 1 der VO 2073/2005, wonach die Lebensmittelunternehmer sicherzustellen haben, dass Lebensmittel die in Anhang I zu dieser Verordnung aufgeführten entsprechenden mikrobiologischen Kriterien einhalten. Denn in Anhang I Pkt. 1.5. zur VO 2073/2005 wird hinsichtlich der Lebensmittelsicherheitskriterien u.a. im Besonderen als Grenzwert für Salmonellen festgelegt, dass in Fleischzubereitungen aus Geflügelfleisch, die zum Verzehr in durcherhitztem Zustand bestimmt sind, bei einer Probenmenge von 25 Gramm solche überhaupt nicht nachweisbar sein dürfen.* Im gegenständlichen Fall ergibt sich aus dem Untersuchungszeugnis der AGES, dass die gezogene Probe „mit Salmonellen der Serogruppe C, S. Virchow (nachweisbar in 25 g) kontaminiert“ war. Damit entsprach die begutachtete Ware nicht den Anforderungen des Artikel 3, Absatz eins, der VO 2073 aus 2005,, wonach die Lebensmittelunternehmer sicherzustellen haben, dass Lebensmittel die in Anhang römisch eins zu dieser Verordnung aufgeführten entsprechenden mikrobiologischen Kriterien einhalten. Denn in Anhang römisch eins Pkt. 1.5. zur VO 2073 aus 2005, wird hinsichtlich der Lebensmittelsicherheitskriterien u.a. im Besonderen als Grenzwert für Salmonellen festgelegt, dass in Fleischzubereitungen aus Geflügelfleisch, die zum Verzehr in durcherhitztem Zustand bestimmt sind, bei einer Probenmenge von 25 Gramm solche überhaupt nicht nachweisbar sein dürfen.

* Eine derartige Tatanlastung ist allerdings nicht unter die Generalklausel des § 90 Abs. 1 Z. 1 i.V.m. § 5 Abs. 1 Z. 1 und i.V.m. § 5 Abs. 5 Z. 2 LMSVG, sondern unter das Spezialdelikt des § 90 Abs. 3 Z. 2 LMSVG i.V.m. § 13 der (auf Grund des § 34 LMSVG erlassenen) Fleischuntersuchungsverordnung – FlUV, BGBl.Nr. II 109/2006 i.d.F. BGBl.Nr. II 156/2012, zu subsumieren.* Eine derartige Tatanlastung ist allerdings nicht unter die Generalklausel des Paragraph 90, Absatz eins, Ziffer eins, in Verbindung mit Paragraph 5, Absatz eins, Ziffer eins und in Verbindung mit Paragraph 5, Absatz 5, Ziffer 2, LMSVG, sondern unter das Spezialdelikt des Paragraph 90, Absatz 3, Ziffer 2, LMSVG in Verbindung mit Paragraph 13, der (auf Grund des Paragraph 34, LMSVG erlassenen) Fleischuntersuchungsverordnung – FlUV, BGBl.Nr. römisch zwei 109 aus 2006, in der Fassung BGBl.Nr. römisch zwei 156 aus 2012,, zu subsumieren.

* Davon ausgehend erfüllt der Spruch des angefochtenen Straferkenntnisses jedoch nicht die Voraussetzungen des § 44a Z. 1 VStG. Der gegenständlichen Beschwerde war daher gemäß § 50 VwGVG stattzugeben, der bekämpfte Bescheid aufzuheben und das Verwaltungsstrafverfahren im Hinblick darauf, dass die Rechtsmittelwerberin eine derartige Verwaltungsübertretung, wie ihr diese spruchmäßig angelastet wurde, nicht begangen hat, nach § 45 Abs. 1 Z. 1 VStG einzustellen.* Davon ausgehend erfüllt der Spruch des angefochtenen Straferkenntnisses jedoch nicht die Voraussetzungen des Paragraph 44 a, Ziffer eins, VStG. Der gegenständlichen Beschwerde war daher gemäß Paragraph 50, VwGVG stattzugeben, der bekämpfte Bescheid aufzuheben und das Verwaltungsstrafverfahren im Hinblick darauf, dass die Rechtsmittelwerberin eine derartige Verwaltungsübertretung, wie ihr diese spruchmäßig angelastet wurde, nicht begangen hat, nach Paragraph 45, Absatz eins, Ziffer eins, VStG einzustellen.

Schlagworte

Salmonellenkontamination; Subsumtion; Spruchkonkretisierung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:LVWGOB:2014:LVwG.000009.2.Gf.Rt

Zuletzt aktualisiert am

20.03.2014
Quelle: Landesverwaltungsgericht Oberösterreich LVwg Oberösterreich, http://www.lvwg-ooe.gv.at
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