RS Lvwg 2014/5/7 LVwG-410002/3/Gf/Rt

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 07.05.2014
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Rechtssatznummer

1

Entscheidungsdatum

07.05.2014

Norm

EMRK Art6 Abs2
EMRK Art7 Abs1
7.ZPMRK Art4
StGB §15
StGB §168
GSpG §52
GSpG §60
  1. GSpG § 52 heute
  2. GSpG § 52 gültig ab 01.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  3. GSpG § 52 gültig von 23.07.2019 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2019
  4. GSpG § 52 gültig von 01.01.2017 bis 22.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 118/2016
  5. GSpG § 52 gültig von 30.12.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/2014
  6. GSpG § 52 gültig von 01.03.2014 bis 29.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 13/2014
  7. GSpG § 52 gültig von 01.07.2013 bis 28.02.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2013
  8. GSpG § 52 gültig von 01.01.2013 bis 30.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2012
  9. GSpG § 52 gültig von 31.12.2010 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  10. GSpG § 52 gültig von 19.08.2010 bis 30.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 73/2010
  11. GSpG § 52 gültig von 20.07.2010 bis 18.08.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 54/2010
  12. GSpG § 52 gültig von 01.01.2009 bis 19.07.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 126/2008
  13. GSpG § 52 gültig von 27.08.2008 bis 31.12.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 126/2008
  14. GSpG § 52 gültig von 20.12.2003 bis 26.08.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 125/2003
  15. GSpG § 52 gültig von 15.06.2003 bis 19.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2003
  16. GSpG § 52 gültig von 01.01.2002 bis 14.06.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2001
  17. GSpG § 52 gültig von 01.11.1993 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 695/1993
  18. GSpG § 52 gültig von 01.04.1991 bis 31.10.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 344/1991
  19. GSpG § 52 gültig von 01.01.1990 bis 31.03.1991
  1. GSpG § 60 heute
  2. GSpG § 60 gültig ab 30.07.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2026
  3. GSpG § 60 gültig von 25.07.2025 bis 29.07.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2025
  4. GSpG § 60 gültig von 01.07.2025 bis 24.07.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 25/2025
  5. GSpG § 60 gültig von 14.12.2024 bis 30.06.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 151/2024
  6. GSpG § 60 gültig von 07.12.2022 bis 13.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 187/2022
  7. GSpG § 60 gültig von 01.01.2021 bis 06.12.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2020
  8. GSpG § 60 gültig von 01.01.2021 bis 06.08.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  9. GSpG § 60 gültig von 07.08.2020 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2020
  10. GSpG § 60 gültig von 30.10.2019 bis 06.08.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  11. GSpG § 60 gültig von 23.07.2019 bis 29.10.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2019
  12. GSpG § 60 gültig von 27.07.2017 bis 22.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 107/2017
  13. GSpG § 60 gültig von 31.12.2016 bis 26.07.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 118/2016
  14. GSpG § 60 gültig von 31.12.2016 bis 30.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 117/2016
  15. GSpG § 60 gültig von 15.08.2015 bis 30.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 118/2015
  16. GSpG § 60 gültig von 30.12.2014 bis 14.08.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/2014
  17. GSpG § 60 gültig von 01.03.2014 bis 29.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 13/2014
  18. GSpG § 60 gültig von 03.08.2013 bis 28.02.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 167/2013
  19. GSpG § 60 gültig von 18.04.2013 bis 02.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2013
  20. GSpG § 60 gültig von 15.12.2012 bis 17.04.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2012
  21. GSpG § 60 gültig von 28.07.2012 bis 14.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 69/2012
  22. GSpG § 60 gültig von 24.05.2012 bis 27.07.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2012
  23. GSpG § 60 gültig von 02.08.2011 bis 23.05.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2011
  24. GSpG § 60 gültig von 31.12.2010 bis 01.08.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  25. GSpG § 60 gültig von 19.08.2010 bis 30.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 73/2010
  26. GSpG § 60 gültig von 20.07.2010 bis 18.08.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 54/2010
  27. GSpG § 60 gültig von 29.06.1991 bis 19.07.2010 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 344/1991

Rechtssatz

* Dem Umstand, dass der Anordnung des § 52 Abs. 2 GSpG durch § 52 Abs. 3 GSpG idF der Novelle BGBl.Nr. 13/2014 materiell dahin derogiert wurde, dass nunmehr dann, wenn durch eine Tat sowohl der Tatbestand der Verwaltungsübertretung nach § 52 Abs. 1 GSpG als auch der Tatbestand des § 168 StGB verwirklicht ist, nur eine Bestrafung nach den Verwaltungsstrafbestimmungen des § 52 Abs. 1 GSpG vorzunehmen ist, kommt für den vorliegenden Fall schon deshalb keine Relevanz zu, weil diese Novelle erst am 1. März 2014 – und damit erst lange nach dem im Spruch des angefochtenen Straferkenntnisses angelasteten Tatzeitpunkt (13. November 2010) – in Kraft getreten ist (vgl. § 60 Abs. 34 GSpG idgF).* Dem Umstand, dass der Anordnung des Paragraph 52, Absatz 2, GSpG durch Paragraph 52, Absatz 3, GSpG in der Fassung der Novelle BGBl.Nr. 13 aus 2014, materiell dahin derogiert wurde, dass nunmehr dann, wenn durch eine Tat sowohl der Tatbestand der Verwaltungsübertretung nach Paragraph 52, Absatz eins, GSpG als auch der Tatbestand des Paragraph 168, StGB verwirklicht ist, nur eine Bestrafung nach den Verwaltungsstrafbestimmungen des Paragraph 52, Absatz eins, GSpG vorzunehmen ist, kommt für den vorliegenden Fall schon deshalb keine Relevanz zu, weil diese Novelle erst am 1. März 2014 – und damit erst lange nach dem im Spruch des angefochtenen Straferkenntnisses angelasteten Tatzeitpunkt (13. November 2010) – in Kraft getreten ist vergleiche Paragraph 60, Absatz 34, GSpG idgF).

* Anderes würde im Hinblick auf das in Art. 7 EMRK verfassungsmäßig verankerte Rückwirkungsverbot von Strafgesetzen allenfalls nur dann gelten, wenn § 52 Abs. 3 GSpG idgF eine rein prozessuale Bestimmung verkörpern würde. Dies trifft jedoch offensichtlich schon deshalb nicht zu, weil gerade die Frage, ob bzw. inwieweit ein konkreter Straftatbestand von seinen inhaltlichen Voraussetzungen her überhaupt zum Tragen kommt, fraglos (jedenfalls auch) zum essentiellen Kernbereich des in der Erklärung eines derartigen Verhaltens als strafbar zum Ausdruck kommenden Unwerturteils und damit der materiellen Strafbarkeit als solcher zählt (vgl. in diesem Sinne auch Thienel, in: Korinek – Holoubek [Hrsg.], Österreichisches Bundesverfassungsrecht, RN 6 zu Art. 7 EMRK; Renzikowski, in: Pabel – Schmahl [Hrsg.], Internationaler Kommentar zur Europäischen Menschenrechtskonvention, RN 33 f zu Art. 7 EMRK; sowie Grabenwarter – Pabel, Europäische Menschenrechtskonvention, 5. Aufl., München 2012, § 24, RN 138, unter Hinweis auf EGMR vom 17.12.2009, 19359/04 ).* Anderes würde im Hinblick auf das in Artikel 7, EMRK verfassungsmäßig verankerte Rückwirkungsverbot von Strafgesetzen allenfalls nur dann gelten, wenn Paragraph 52, Absatz 3, GSpG idgF eine rein prozessuale Bestimmung verkörpern würde. Dies trifft jedoch offensichtlich schon deshalb nicht zu, weil gerade die Frage, ob bzw. inwieweit ein konkreter Straftatbestand von seinen inhaltlichen Voraussetzungen her überhaupt zum Tragen kommt, fraglos (jedenfalls auch) zum essentiellen Kernbereich des in der Erklärung eines derartigen Verhaltens als strafbar zum Ausdruck kommenden Unwerturteils und damit der materiellen Strafbarkeit als solcher zählt vergleiche in diesem Sinne auch Thienel, in: Korinek – Holoubek [Hrsg.], Österreichisches Bundesverfassungsrecht, RN 6 zu Artikel 7, EMRK; Renzikowski, in: Pabel – Schmahl [Hrsg.], Internationaler Kommentar zur Europäischen Menschenrechtskonvention, RN 33 f zu Artikel 7, EMRK; sowie Grabenwarter – Pabel, Europäische Menschenrechtskonvention, 5. Aufl., München 2012, Paragraph 24,, RN 138, unter Hinweis auf EGMR vom 17.12.2009, 19359/04 ).

Schlagworte

Rückwirkung: verfahrensrechtliche – materiellrechtliche Bestimmung; Unwerturteil

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:LVWGOB:2014:LVwG.410002.3.Gf.Rt

Zuletzt aktualisiert am

12.06.2014
Quelle: Landesverwaltungsgericht Oberösterreich LVwg Oberösterreich, http://www.lvwg-ooe.gv.at
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