RS Lvwg 2016/1/22 KLVwG-2527/7/2015

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 22.01.2016
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Rechtssatznummer

1

Entscheidungsdatum

22.01.2016

Index

32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht
35 Landesabgaben

Norm

BAO §2a
BAO §269
BAO §274
BAO §278
BAO §279
BAO §308
MotorbootabgabeG Krnt 1992 §1
MotorbootabgabeG Krnt 1992 §13
  1. BAO § 2a heute
  2. BAO § 2a gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2013
  3. BAO § 2a gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2013
  1. BAO § 269 heute
  2. BAO § 269 gültig ab 20.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2022
  3. BAO § 269 gültig von 01.01.2014 bis 19.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2013
  4. BAO § 269 gültig von 19.04.1980 bis 31.12.2002 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 97/2002
  1. BAO § 274 heute
  2. BAO § 274 gültig ab 01.01.2027 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2025
  3. BAO § 274 gültig von 01.01.2026 bis 31.12.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2025
  4. BAO § 274 gültig von 01.03.2014 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 13/2014
  5. BAO § 274 gültig von 01.01.2014 bis 28.02.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2013
  6. BAO § 274 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2002
  7. BAO § 274 gültig von 19.04.1980 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 151/1980
  1. BAO § 278 heute
  2. BAO § 278 gültig ab 01.01.2027 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2025
  3. BAO § 278 gültig von 31.12.2016 bis 31.12.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 117/2016
  4. BAO § 278 gültig von 01.01.2014 bis 30.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2013
  5. BAO § 278 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2002
  6. BAO § 278 gültig von 01.01.1962 bis 31.12.2002
  1. BAO § 279 heute
  2. BAO § 279 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2013
  3. BAO § 279 gültig von 12.08.2006 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 143/2006
  4. BAO § 279 gültig von 01.01.2003 bis 11.08.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2002
  5. BAO § 279 gültig von 01.01.1962 bis 31.12.2002
  1. BAO § 308 heute
  2. BAO § 308 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2013
  3. BAO § 308 gültig von 31.12.2005 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 161/2005
  4. BAO § 308 gültig von 20.12.2003 bis 30.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 124/2003
  5. BAO § 308 gültig von 01.01.2003 bis 19.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2002
  6. BAO § 308 gültig von 15.07.1999 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 106/1999
  7. BAO § 308 gültig von 13.01.1999 bis 14.07.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 28/1999
  8. BAO § 308 gültig von 31.12.1996 bis 12.01.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 797/1996
  9. BAO § 308 gültig von 27.08.1994 bis 30.12.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 680/1994
  10. BAO § 308 gültig von 18.07.1987 bis 26.08.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 312/1987
  11. BAO § 308 gültig von 19.04.1980 bis 17.07.1987 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 151/1980

Rechtssatz

Zum persönlichen Eindruck der Zeugin ist aus Sicht des Landesverwaltungsgerichts zunächst festzuhalten, dass ihre Aussage „Dann kann ich mich nicht mehr so genau erinnern. Ich habe das Formular mit meinen Augen nicht kopiert. Es ist ja auch schon etwas her“, nachdem ihr vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers die Kopien der beiden Formulare vorgehalten wurden betreffend deren Beschriftung mit dem Absender, von der sonst ihre Zeugenaussage prägenden Genauigkeit und Erinnerung an Einzelheiten abwich. Diese „Einzelheiten“ bestanden etwa darin,  dass sie angab sich zu erinnern, dass sie die Formulare von Boote xxx erhalten hatte, dass sie sich noch erinnerte, dass dieser darauf hinwies, dass das Übermitteln an die Behörde nicht vergessen werden dürfe und dass sie sich erinnerte, dass sie das Kuvert mit dem Absender beschriftete und dass sie noch wisse, dass sie auf das Formular keine Vermerke über die tatsächlich durchgeführte Versendung angebracht hätte und dass sie noch wisse, das Porto mittels zuhause vorhandener Briefmarke entrichtet zu haben und nicht etwa durch Aufgabe direkt am Schalter durch Entrichtung des Portobetrages vor Ort.

Gemäß Judikatur (vgl. OGH v.24.01.1980, 8Ob528/79 (5Ob534/79)) ist das Gericht bei Beurteilung der Glaubwürdigkeit einer Zeugenaussage nicht nur auf den Wortlaut dieser Aussage beschränkt, sondern es steht ihm frei in diesem Zusammenhang auch aus anderen Verfahrensergebnissen und auch aus dem Vorbringen und Handeln der im Prozess auftretenden Personen Rückschlüsse zu ziehen.Gemäß Judikatur vergleiche OGH v.24.01.1980, 8Ob528/79 (5Ob534/79)) ist das Gericht bei Beurteilung der Glaubwürdigkeit einer Zeugenaussage nicht nur auf den Wortlaut dieser Aussage beschränkt, sondern es steht ihm frei in diesem Zusammenhang auch aus anderen Verfahrensergebnissen und auch aus dem Vorbringen und Handeln der im Prozess auftretenden Personen Rückschlüsse zu ziehen.

Es ist daher festzuhalten, dass es nach der allgemeinen Lebenserfahrung nicht glaubwürdig erscheint, dass ein Zeuge, der nach mehr als vier Jahren verstrichenem Zeitraum an Eides statt angibt, sich nicht mehr an Einzelheiten erinnern zu können, jedoch nach einem mehr als sieben Jahre verstrichenem Zeitraum im Gerichtsverfahren plötzlich Einzelheiten rund um die Beschriftung (Eintragung des Absenders) und Postaufgabe dartut.

Schlagworte

Motorbootabgabe, Beweiswürdigung, Glaubwürdigkeit, eidesstättige Erklärung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:LVWGKA:2016:KLVwG.2527.7.2015

Zuletzt aktualisiert am

08.06.2016
Quelle: Landesverwaltungsgericht Kärnten LVwg Kärnten, http://www.lvwg.ktn.gv.at
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