RS Vfgh 2008/6/26 G6/08 ua

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Veröffentlicht am 26.06.2008
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Index

82 Gesundheitsrecht
82/04 Apotheken, Arzneimittel

Norm

B-VG Art140 Abs1 / Individualantrag
ApothekenbetriebsO 2005 §55
ApothekenG §31 Abs3
ArzneimittelG §57 Abs1
  1. B-VG Art. 140 heute
  2. B-VG Art. 140 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  5. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 140 gültig von 06.06.1992 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  7. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.1991 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  8. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1988 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  9. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1976 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  10. B-VG Art. 140 gültig von 19.12.1945 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 140 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Leitsatz

Zurückweisung der Individualanträge eines Arztes auf Aufhebung des Apothekenvorbehaltes für den Bezug bestimmter Arzneimittel durch einen hausapothekenführenden Arzt im Apothekengesetz und des sich aus dem Arzneimittelgesetz ergebenden an Großhändler gerichteten Verbots der Abgabe von Arzneimitteln an hausapothekenführende Ärzte mangels Legitimation; keine Beseitigung der Rechtswirkungen dieser Regelungen im Aufhebungsfall aufgrund eines gleichartigen jedoch nicht bekämpften Apothekenvorbehalts in der Apothekenbetriebsordnung; Antragsteller außerdem nicht Normadressat des Abgabeverbots

Rechtssatz

Zurückweisung der Individualanträge eines Arztes auf Aufhebung des §31 Abs3 ApothekenG idF BGBl 379/1996 und des §57 Abs1 ArzneimittelG idF BGBl I 153/2005 mangels Legitimation.Zurückweisung der Individualanträge eines Arztes auf Aufhebung des §31 Abs3 ApothekenG in der Fassung Bundesgesetzblatt 379 aus 1996, und des §57 Abs1 ArzneimittelG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 153 aus 2005, mangels Legitimation.

Die - mit den vorliegenden Individualanträgen nicht bekämpfte - Verordnungsbestimmung des §55 Abs2 ApothekenbetriebsO 2005 legt fest, dass Arzneispezialitäten und magistrale Zubereitungen, Urtinkturen, Dilutionen, Rezepturbasen und Salbengrundlagen vom hausapothekenführenden Arzt nur aus einer öffentlichen Apotheke im EWR bezogen werden dürfen.

Selbst eine Behebung der mit den vorliegenden Individualanträgen bekämpften Gesetzesbestimmungen würde daher aufgrund der den Antragsteller als hausapothekenführenden Arzt weiterhin treffenden - nicht bekämpften - Verordnungsbestimmung des §55 Abs2 ApothekenbetriebsO 2005 nicht zum Entfall der von ihm behaupteten belastenden Rechtswirkungen führen.

Normadressaten des §57 Abs1 ArzneimittelG sind überdies die Hersteller, Depositeure oder Arzneimittel-Großhändler, denen die Abgabe der Arzneimittel an andere als die genannten Stellen untersagt wird. Antragsteller nicht Normadressat, allenfalls wirtschaftliche Reflexwirkungen, kein Eingriff in die Rechtssphäre des Antragstellers.

Entscheidungstexte

  • G 6/08 ua
    Entscheidungstext VfGH Beschluss 26.06.2008 G 6/08 ua

Schlagworte

Apotheken, Ärzte, Hausapotheken, Arzneimittel, VfGH / Individualantrag

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2008:G6.2008

Zuletzt aktualisiert am

18.08.2010
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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