RS Lvwg 2015/8/10 LVwG 46.1-4649/2014

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 10.08.2015
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Rechtssatznummer

1

Entscheidungsdatum

10.08.2015

Index

83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

AWG 2002 §6 Abs6 Z1
AWG 2002 §37 Abs2
AWG 2002 §15 Abs4 a
  1. AWG 2002 § 6 heute
  2. AWG 2002 § 6 gültig ab 11.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 200/2021
  3. AWG 2002 § 6 gültig von 01.08.2019 bis 10.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2019
  4. AWG 2002 § 6 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/2013
  5. AWG 2002 § 6 gültig von 01.01.2014 bis 20.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2013
  6. AWG 2002 § 6 gültig von 21.06.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/2013
  7. AWG 2002 § 6 gültig von 16.02.2011 bis 20.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 9/2011
  8. AWG 2002 § 6 gültig von 12.07.2007 bis 15.02.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 43/2007
  9. AWG 2002 § 6 gültig von 01.04.2006 bis 11.07.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 34/2006
  10. AWG 2002 § 6 gültig von 01.01.2005 bis 31.03.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 155/2004
  11. AWG 2002 § 6 gültig von 02.11.2002 bis 31.12.2004
  1. AWG 2002 § 37 heute
  2. AWG 2002 § 37 gültig ab 11.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 200/2021
  3. AWG 2002 § 37 gültig von 08.01.2021 bis 10.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/2021
  4. AWG 2002 § 37 gültig von 05.04.2020 bis 07.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2020
  5. AWG 2002 § 37 gültig von 01.08.2019 bis 04.04.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2019
  6. AWG 2002 § 37 gültig von 23.11.2018 bis 31.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 73/2018
  7. AWG 2002 § 37 gültig von 20.06.2017 bis 22.11.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2017
  8. AWG 2002 § 37 gültig von 21.06.2013 bis 19.06.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/2013
  9. AWG 2002 § 37 gültig von 12.07.2007 bis 20.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 43/2007
  10. AWG 2002 § 37 gültig von 01.04.2006 bis 11.07.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 34/2006
  11. AWG 2002 § 37 gültig von 01.01.2005 bis 31.03.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 155/2004
  12. AWG 2002 § 37 gültig von 02.11.2002 bis 31.12.2004
  1. AWG 2002 § 15 heute
  2. AWG 2002 § 15 gültig ab 18.07.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2024
  3. AWG 2002 § 15 gültig von 11.12.2021 bis 17.07.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 200/2021
  4. AWG 2002 § 15 gültig von 01.08.2019 bis 10.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2019
  5. AWG 2002 § 15 gültig von 21.06.2013 bis 31.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/2013
  6. AWG 2002 § 15 gültig von 16.02.2011 bis 20.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 9/2011
  7. AWG 2002 § 15 gültig von 01.01.2007 bis 15.02.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 34/2006
  8. AWG 2002 § 15 gültig von 01.01.2007 bis 31.03.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 155/2004
  9. AWG 2002 § 15 gültig von 01.04.2006 bis 31.12.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 34/2006
  10. AWG 2002 § 15 gültig von 01.01.2005 bis 31.03.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 155/2004
  11. AWG 2002 § 15 gültig von 02.11.2002 bis 31.12.2004

Rechtssatz

Ein Feststellungsbescheid nach § 6 Abs 6 AWG 2002 (AWG) dient der Verfahrensbeschleunigung und Rechtssicherheit. Im Rahmen des Feststellungsverfahrens nach § 6 Abs 6 Z 1 AWG ist anhand der Projektsunterlagen ausschließlich zu prüfen, ob für die geplante Anlage ein Genehmigungsverfahren nach dem AWG durchzuführen ist oder ob die Anlage als zulässige Verwertungsmaßnahme im Sinne des § 15 Abs 4a AWG nicht der abfallrechtlichen Genehmigungspflicht unterliegt. So hält § 37 Abs 2 Z 1 AWG dazu fest, dass Anlagen zur ausschließlich stofflichen Verwertung von nicht gefährlichen Abfällen […] von der abfallrechtlichen Genehmigungspflicht ausgenommen sind. Gemäß § 15 Abs 4a AWG ist eine Verwertung nur zulässig, wenn der betreffende Abfall unbedenklich für den beabsichtigten sinnvollen Zweck einsetzbar ist und keine Schutzgüter im Sinne von § 1 Abs 3 durch diesen Einsatz beeinträchtigt werden können, sowie durch diese Maßnahme nicht gegen Rechtsvorschriften verstoßen wird. Die im Rahmen des Feststellungsverfahrens zu prüfenden Schutzgüter („durch diesen Einsatz“) zielen in erster Linie auf die Materialqualität und die Vermeidung möglicher Beeinträchtigungen des Wassers und Bodens ab. Eine darüber hinausgehende Beurteilung möglicher Immissionsbeeinträchtigungen durch Staub und Lärm würde den Rahmen eines Feststellungsverfahrens gemäß § 6 Abs 6 AWG sprengen. Danach stellte die geplante Wiederverfüllung einer Kiesgrube mit Bodenaushubmaterial zum Zwecke des Grundwasserschutzes und einer widmungskonformen Nutzung einen insgesamt sinnvollen Zweck im Sinne des § 15 Abs 4a AWG dar. Dabei wird auch nicht gegen sonstige Rechtsvorschriften verstoßen, wenn das Projekt wasserrechtlich und baurechtlich bewilligt wurde.Ein Feststellungsbescheid nach Paragraph 6, Absatz 6, AWG 2002 (AWG) dient der Verfahrensbeschleunigung und Rechtssicherheit. Im Rahmen des Feststellungsverfahrens nach Paragraph 6, Absatz 6, Ziffer eins, AWG ist anhand der Projektsunterlagen ausschließlich zu prüfen, ob für die geplante Anlage ein Genehmigungsverfahren nach dem AWG durchzuführen ist oder ob die Anlage als zulässige Verwertungsmaßnahme im Sinne des Paragraph 15, Absatz 4 a, AWG nicht der abfallrechtlichen Genehmigungspflicht unterliegt. So hält Paragraph 37, Absatz 2, Ziffer eins, AWG dazu fest, dass Anlagen zur ausschließlich stofflichen Verwertung von nicht gefährlichen Abfällen […] von der abfallrechtlichen Genehmigungspflicht ausgenommen sind. Gemäß Paragraph 15, Absatz 4 a, AWG ist eine Verwertung nur zulässig, wenn der betreffende Abfall unbedenklich für den beabsichtigten sinnvollen Zweck einsetzbar ist und keine Schutzgüter im Sinne von Paragraph eins, Absatz 3, durch diesen Einsatz beeinträchtigt werden können, sowie durch diese Maßnahme nicht gegen Rechtsvorschriften verstoßen wird. Die im Rahmen des Feststellungsverfahrens zu prüfenden Schutzgüter („durch diesen Einsatz“) zielen in erster Linie auf die Materialqualität und die Vermeidung möglicher Beeinträchtigungen des Wassers und Bodens ab. Eine darüber hinausgehende Beurteilung möglicher Immissionsbeeinträchtigungen durch Staub und Lärm würde den Rahmen eines Feststellungsverfahrens gemäß Paragraph 6, Absatz 6, AWG sprengen. Danach stellte die geplante Wiederverfüllung einer Kiesgrube mit Bodenaushubmaterial zum Zwecke des Grundwasserschutzes und einer widmungskonformen Nutzung einen insgesamt sinnvollen Zweck im Sinne des Paragraph 15, Absatz 4 a, AWG dar. Dabei wird auch nicht gegen sonstige Rechtsvorschriften verstoßen, wenn das Projekt wasserrechtlich und baurechtlich bewilligt wurde.

Schlagworte

Abfall, Verwertung, Verfüllung, Kiesgrube, Feststellungsbescheid, bewilligungsfrei

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:LVWGST:2015:LVwG.46.1.4649.2014

Zuletzt aktualisiert am

16.11.2015
Quelle: Landesverwaltungsgericht Steiermark LVwg Steiermark, http://www.lvwg-stmk.gv.at
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