RS Lvwg 2015/12/17 LVwG 30.3-3314/2015

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 17.12.2015
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Rechtssatznummer

1

Entscheidungsdatum

17.12.2015

Index

90/01 Straßenverkehrsordnung
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

StVO 1960 §99 Abs1 b
StVO 1960 §5 Abs1
VStG 1991 §20
  1. StVO 1960 § 99 heute
  2. StVO 1960 § 99 gültig ab 30.07.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2026
  3. StVO 1960 § 99 gültig von 01.05.2026 bis 29.07.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2026
  4. StVO 1960 § 99 gültig von 01.03.2024 bis 30.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 90/2023
  5. StVO 1960 § 99 gültig von 01.09.2021 bis 29.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2021
  6. StVO 1960 § 99 gültig von 31.03.2013 bis 31.08.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/2013
  7. StVO 1960 § 99 gültig von 01.09.2012 bis 30.03.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2012
  8. StVO 1960 § 99 gültig von 01.01.2012 bis 31.08.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2011
  9. StVO 1960 § 99 gültig von 31.05.2011 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 34/2011
  10. StVO 1960 § 99 gültig von 01.09.2009 bis 30.05.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2009
  11. StVO 1960 § 99 gültig von 26.03.2009 bis 31.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2009
  12. StVO 1960 § 99 gültig von 02.04.2005 bis 25.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2005
  13. StVO 1960 § 99 gültig von 25.05.2002 bis 01.04.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 80/2002
  14. StVO 1960 § 99 gültig von 01.01.2002 bis 24.05.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2002
  15. StVO 1960 § 99 gültig von 24.07.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/1999
  16. StVO 1960 § 99 gültig von 22.07.1998 bis 23.07.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/1998
  17. StVO 1960 § 99 gültig von 06.01.1998 bis 21.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/1998
  18. StVO 1960 § 99 gültig von 28.01.1997 bis 05.01.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/1997
  19. StVO 1960 § 99 gültig von 01.10.1994 bis 27.01.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 518/1994
  20. StVO 1960 § 99 gültig von 01.05.1986 bis 30.09.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 105/1986
  1. StVO 1960 § 5 heute
  2. StVO 1960 § 5 gültig ab 24.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2026
  3. StVO 1960 § 5 gültig von 14.01.2017 bis 23.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 6/2017
  4. StVO 1960 § 5 gültig von 01.09.2012 bis 13.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2012
  5. StVO 1960 § 5 gültig von 01.07.2005 bis 31.08.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2005
  6. StVO 1960 § 5 gültig von 01.01.2003 bis 30.06.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 128/2002
  7. StVO 1960 § 5 gültig von 25.05.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 80/2002
  8. StVO 1960 § 5 gültig von 22.07.1998 bis 24.05.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/1998
  9. StVO 1960 § 5 gültig von 06.01.1998 bis 21.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/1998
  10. StVO 1960 § 5 gültig von 01.10.1994 bis 05.01.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 518/1994
  11. StVO 1960 § 5 gültig von 25.04.1991 bis 30.09.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 207/1991
  12. StVO 1960 § 5 gültig von 01.05.1986 bis 24.04.1991 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 105/1986

Rechtssatz

Die außerordentliche Strafmilderung nach § 20 VStG 1991 ist bei einem Atemalkoholwert von 0,44 mg/l nicht schon deshalb anzuwenden, weil ein Fahrrad und kein Kraftfahrzeug gelenkt wurde. Eine diesbezügliche Unterscheidung wurde vom  Gesetzgeber nicht vorgesehen. Das Lenken eines Fahrrades auf einem Gehsteig zur Nachtzeit ist insbesondere für Fußgänger sehr wohl gefährdend, vor allem wenn sich der Lenker in einem durch Alkohol beeinträchtigten Zustand befindet. Auch dem Milderungsgrund der verwaltungs-strafrechtlichen Unbescholtenheit ist kein solches Gewicht beizumessen, dass deshalb – auch bei Fehlen von Erschwerungsgründen – § 20 VStG 1991 anzuwenden wäre, weil die Milderungsgründe die Erschwerungsgründe bei diesem alleinigen Milderungsgrund noch nicht beträchtlich überwiegen. Ein reines Tatsachengeständnis bei der Betretung auf frischer Tat kann nicht als Milderungsgrund im Sinne des § 34 Abs 1 Z 17 StGB gewertet werden (VwGH 27.03.2015, Ra 2015/02/0009).Die außerordentliche Strafmilderung nach Paragraph 20, VStG 1991 ist bei einem Atemalkoholwert von 0,44 mg/l nicht schon deshalb anzuwenden, weil ein Fahrrad und kein Kraftfahrzeug gelenkt wurde. Eine diesbezügliche Unterscheidung wurde vom  Gesetzgeber nicht vorgesehen. Das Lenken eines Fahrrades auf einem Gehsteig zur Nachtzeit ist insbesondere für Fußgänger sehr wohl gefährdend, vor allem wenn sich der Lenker in einem durch Alkohol beeinträchtigten Zustand befindet. Auch dem Milderungsgrund der verwaltungs-strafrechtlichen Unbescholtenheit ist kein solches Gewicht beizumessen, dass deshalb – auch bei Fehlen von Erschwerungsgründen – Paragraph 20, VStG 1991 anzuwenden wäre, weil die Milderungsgründe die Erschwerungsgründe bei diesem alleinigen Milderungsgrund noch nicht beträchtlich überwiegen. Ein reines Tatsachengeständnis bei der Betretung auf frischer Tat kann nicht als Milderungsgrund im Sinne des Paragraph 34, Absatz eins, Ziffer 17, StGB gewertet werden (VwGH 27.03.2015, Ra 2015/02/0009).

Schlagworte

Außerordentliche Strafmilderung, Alkoholbeeinträchtigung, Lenken, Fahrrad, Kraftfahrzeug, Unbescholtenheit, Tatsachengeständnis,

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:LVWGST:2015:LVwG.30.3.3314.2015

Zuletzt aktualisiert am

04.03.2016
Quelle: Landesverwaltungsgericht Steiermark LVwg Steiermark, http://www.lvwg-stmk.gv.at
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