RS Lvwg 2016/9/21 LVwG 41.31-1478/2016

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 21.09.2016
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Rechtssatznummer

1

Entscheidungsdatum

21.09.2016

Index

L92006 Sozialhilfe Grundsicherung Mindestsicherung Steiermark

Norm

MSG Stmk 2011 §4 Abs1 Z3
MSG Stmk 2011 §4 Abs2 Z2
NAG §51
NAG §55
FrPolG 2005 §66
  1. NAG § 51 heute
  2. NAG § 51 gültig ab 01.09.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 56/2018
  3. NAG § 51 gültig von 01.07.2011 bis 31.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2011
  4. NAG § 51 gültig von 01.01.2011 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  5. NAG § 51 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2009
  6. NAG § 51 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2009
  1. NAG § 55 heute
  2. NAG § 55 gültig ab 19.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2017
  3. NAG § 55 gültig von 01.10.2017 bis 18.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2017
  4. NAG § 55 gültig von 20.07.2015 bis 30.09.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2015
  5. NAG § 55 gültig von 01.01.2014 bis 19.07.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2012
  6. NAG § 55 gültig von 01.07.2011 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2011
  7. NAG § 55 gültig von 01.01.2010 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2009
  8. NAG § 55 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2009

Rechtssatz

§ 4 Abs 1 Z 3 iVm § 4 Abs 2 Z 2 MSG Stmk 2011 stellt als Voraussetzung für den Bezug von Leistungen nach dem MSG Stmk 2011 auf das Bestehen eines unionsrechtlichen Aufenthaltsrechts gemäß §§ 51 bis 54a und 57 NAG ab. Dabei ergibt sich der aufenthaltsrechtliche Status eines EWR- oder Unionsbürgers unmittelbar aus den einschlägigen unionsrechtlichen Bestimmungen, einer EWR-Anmeldebescheinigung kommt nur deklaratorische Wirkung zu. Daher ist das Bestehen eines unionsrechtlichen Aufenthaltsrechts als Vorfrage des Anspruchs auf Leistungen der Bedarfsorientierten Mindestsicherung selbständig zu beurteilen. Paragraph 4, Absatz eins, Ziffer 3, in Verbindung mit Paragraph 4, Absatz 2, Ziffer 2, MSG Stmk 2011 stellt als Voraussetzung für den Bezug von Leistungen nach dem MSG Stmk 2011 auf das Bestehen eines unionsrechtlichen Aufenthaltsrechts gemäß Paragraphen 51 bis 54 a und 57 NAG ab. Dabei ergibt sich der aufenthaltsrechtliche Status eines EWR- oder Unionsbürgers unmittelbar aus den einschlägigen unionsrechtlichen Bestimmungen, einer EWR-Anmeldebescheinigung kommt nur deklaratorische Wirkung zu. Daher ist das Bestehen eines unionsrechtlichen Aufenthaltsrechts als Vorfrage des Anspruchs auf Leistungen der Bedarfsorientierten Mindestsicherung selbständig zu beurteilen.

Stellt die Fremdenbehörde nach Wegfall der Voraussetzungen für das unionsrechtliche Aufenthaltsrecht gemäß § 55 NAG iVm § 66 FPG fest, dass eine Aufenthaltsbeendigung unzulässig ist, ist dem Betroffenen gemäß § 55 Abs 4 oder Abs 5 NAG ein Aufenthaltstitel zu erteilen (vgl. VwGH 20.8.2013, 2012/22/0039; 17.11.2011, 2009/21/0378). In einem derartigen Fall besteht kein unionsrechtliches Aufenthaltsrecht gemäß §§ 51 bis 54a und 57 NAG, sodass dem Betroffenen gemäß § 4 Abs 1 Z 3 iVm § 4 Abs 2 Z 2 MSG Stmk 2011 auch kein Anspruch auf Leistungen der Bedarfsorientierten Mindestsicherung zukommt.Stellt die Fremdenbehörde nach Wegfall der Voraussetzungen für das unionsrechtliche Aufenthaltsrecht gemäß Paragraph 55, NAG in Verbindung mit Paragraph 66, FPG fest, dass eine Aufenthaltsbeendigung unzulässig ist, ist dem Betroffenen gemäß Paragraph 55, Absatz 4, oder Absatz 5, NAG ein Aufenthaltstitel zu erteilen vergleiche VwGH 20.8.2013, 2012/22/0039; 17.11.2011, 2009/21/0378). In einem derartigen Fall besteht kein unionsrechtliches Aufenthaltsrecht gemäß Paragraphen 51 bis 54 a und 57 NAG, sodass dem Betroffenen gemäß Paragraph 4, Absatz eins, Ziffer 3, in Verbindung mit Paragraph 4, Absatz 2, Ziffer 2, MSG Stmk 2011 auch kein Anspruch auf Leistungen der Bedarfsorientierten Mindestsicherung zukommt.

Schlagworte

Mindestsicherung, unionsrechtliches Aufenthaltsrecht, Vorfrage, EWR-Anmeldebescheinigung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:LVWGST:2016:LVwG.41.31.1478.2016

Zuletzt aktualisiert am

29.11.2016
Quelle: Landesverwaltungsgericht Steiermark LVwg Steiermark, http://www.lvwg-stmk.gv.at
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