RS Uvs 2008/7/4 17/10260/5-2008th

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 04.07.2008
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
L82005 Bauordnung Salzburg
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

B-VG Art10 Abs1 Z9
BauPolG Salzburg 1997 §1
BauPolG Salzburg
1997 §12 Abs1
SeilbG §117 Abs1
  1. B-VG Art. 10 heute
  2. B-VG Art. 10 gültig ab 01.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  3. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2019 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  4. B-VG Art. 10 gültig von 01.08.2016 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2016
  5. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2013
  6. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2013
  7. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2014 bis 30.04.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  8. B-VG Art. 10 gültig von 01.05.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2013
  9. B-VG Art. 10 gültig von 01.07.2012 bis 30.04.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  10. B-VG Art. 10 gültig von 01.04.2012 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 12/2012
  11. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2012 bis 31.03.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2011
  12. B-VG Art. 10 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  13. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2008 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  14. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 106/2005
  15. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2004
  16. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  17. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  18. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 1013/1994
  19. B-VG Art. 10 gültig von 01.07.1994 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 508/1993
  20. B-VG Art. 10 gültig von 31.07.1993 bis 30.06.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 508/1993
  21. B-VG Art. 10 gültig von 01.05.1993 bis 30.07.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  22. B-VG Art. 10 gültig von 01.05.1993 bis 30.04.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 565/1991
  23. B-VG Art. 10 gültig von 06.06.1992 bis 30.04.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  24. B-VG Art. 10 gültig von 01.07.1990 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 445/1990
  25. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1989 bis 30.06.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  26. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1985 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 490/1984
  27. B-VG Art. 10 gültig von 01.07.1983 bis 31.12.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 175/1983
  28. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1975 bis 30.06.1983 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  29. B-VG Art. 10 gültig von 29.05.1974 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 287/1974
  30. B-VG Art. 10 gültig von 22.01.1969 bis 28.05.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 27/1969
  31. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1961 bis 21.01.1969 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 148/1960
  32. B-VG Art. 10 gültig von 17.12.1958 bis 31.12.1960 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 271/1958
  33. B-VG Art. 10 gültig von 31.12.1954 bis 16.12.1958 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 8/1955
  34. B-VG Art. 10 gültig von 19.12.1945 bis 30.12.1954 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  35. B-VG Art. 10 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Rechtssatz

Die Blockhütte stellt nach ihrer Ausführung (Holzbau) und ihren Ausmaßen (4.85x4m; 2.30m Traufe) jedenfalls einen Bau im Sinne der Begriffsbestimmungen des § 1 Sbg. BauPolG dar. Im Hinblick darauf, dass die wesentliche Nutzung des Objektes für das Schischulunternehmen des Beschuldigten erfolgt, wird auch eine Anwendbarkeit des landesgesetzlichen Baurechtes angenommen. Daran ändert auch nichts, dass vom Beschuldigten eine seilbahnrechtliche Genehmigung für eine Übungsschleppliftanlage (mit der gegenständlichen Blockhütte als Bestandteil dieser Seilbahnanlage) beantragt worden ist. Eine Sonderbaukompetenz des Bundes, welche die landesrechtliche Baukompetenz ausschließt, kann hinsichtlich dieser Seilbahnanlage nicht gesehen werden.Die Blockhütte stellt nach ihrer Ausführung (Holzbau) und ihren Ausmaßen (4.85x4m; 2.30m Traufe) jedenfalls einen Bau im Sinne der Begriffsbestimmungen des Paragraph eins, Sbg. BauPolG dar. Im Hinblick darauf, dass die wesentliche Nutzung des Objektes für das Schischulunternehmen des Beschuldigten erfolgt, wird auch eine Anwendbarkeit des landesgesetzlichen Baurechtes angenommen. Daran ändert auch nichts, dass vom Beschuldigten eine seilbahnrechtliche Genehmigung für eine Übungsschleppliftanlage (mit der gegenständlichen Blockhütte als Bestandteil dieser Seilbahnanlage) beantragt worden ist. Eine Sonderbaukompetenz des Bundes, welche die landesrechtliche Baukompetenz ausschließt, kann hinsichtlich dieser Seilbahnanlage nicht gesehen werden.

Eine alleinige Sonderbaurechtskompetenz des Bundes besteht nach der Judikatur des VfGH ausgehend vom Versteinerungszeitpunkt (25.10.1925) unter anderem für den Kompetenztatbestand "Verkehrswesen bezüglich der Eisenbahnen" gemäß Art 10 Abs 1 Z 9 B-VG (siehe die bei VwGH 31.1.2008, 2007/06/0197 angeführte Judikatur mit weiteren Nachweisen aus der Literatur). Schleppliftanlagen waren im Versteinerungszeitpunkt dagegen nicht Gegenstand der Bundeskompetenz "Verkehrswesen bezüglich der Eisenbahnen". Sie fallen erst seit dem Jahr 2003 (Seilbahngesetz 2003 – SeilbG 2003) unter das Seilbahnwesen.Eine alleinige Sonderbaurechtskompetenz des Bundes besteht nach der Judikatur des VfGH ausgehend vom Versteinerungszeitpunkt (25.10.1925) unter anderem für den Kompetenztatbestand "Verkehrswesen bezüglich der Eisenbahnen" gemäß Artikel 10, Absatz eins, Ziffer 9, B-VG (siehe die bei VwGH 31.1.2008, 2007/06/0197 angeführte Judikatur mit weiteren Nachweisen aus der Literatur). Schleppliftanlagen waren im Versteinerungszeitpunkt dagegen nicht Gegenstand der Bundeskompetenz "Verkehrswesen bezüglich der Eisenbahnen". Sie fallen erst seit dem Jahr 2003 (Seilbahngesetz 2003 – SeilbG 2003) unter das Seilbahnwesen.

Gemäß § 117 Abs 1 SeilbG 2003 bleiben in anderen Rechtsvorschriften enthaltene Bestimmungen, die für Seilbahnanlagen eine Genehmigung durch andere Behörden oder eine Beteiligung anderer Behörden im Verfahren vorsehen, unberührt.Gemäß Paragraph 117, Absatz eins, SeilbG 2003 bleiben in anderen Rechtsvorschriften enthaltene Bestimmungen, die für Seilbahnanlagen eine Genehmigung durch andere Behörden oder eine Beteiligung anderer Behörden im Verfahren vorsehen, unberührt.

Die Berufungsbehörde nimmt daher für die vorliegenden Blockhütte unbeschadet des Ansuchens des Beschuldigten um seilbahnrechtliche Genehmigung auch eine baubehördliche Bewilligungspflicht an, wobei festzuhalten ist, dass seit der Wiedererrichtung der Blockhütte im Jahr 2006 die vom Beschuldigten beantragte Seilbahnanlage (Schleppliftanlage) weder genehmigt noch errichtet worden ist.

Schlagworte

Sonderbaurechtskompetenz, Verkehrswesen, Baubewilligungspflicht, Versteinerung, Schleppliftanlagen, Landeskompetenz

Zuletzt aktualisiert am

19.10.2009
Quelle: Unabhängige Verwaltungssenate UVS, http://www.wien.gv.at/uvs/index.html
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