RS Uvs 2009/6/29 KUVS-1119-1121/2/2009

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 29.06.2009
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Index

50 Gewerberecht
50/01 Gewerbeordnung
20/01 Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch

Norm

GewO 1994 §80 Abs5
GewO 1994 §367 Z25
ABGB §309
  1. GewO 1994 § 367 heute
  2. GewO 1994 § 367 gültig ab 01.11.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 66/2025
  3. GewO 1994 § 367 gültig von 01.10.2018 bis 31.10.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 45/2018
  4. GewO 1994 § 367 gültig von 01.05.2018 bis 30.09.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 94/2017
  5. GewO 1994 § 367 gültig von 01.01.2018 bis 30.04.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 94/2017
  6. GewO 1994 § 367 gültig von 18.07.2017 bis 31.12.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 94/2017
  7. GewO 1994 § 367 gültig von 29.12.2015 bis 17.07.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 155/2015
  8. GewO 1994 § 367 gültig von 10.07.2015 bis 28.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 81/2015
  9. GewO 1994 § 367 gültig von 12.07.2013 bis 09.07.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 125/2013
  10. GewO 1994 § 367 gültig von 14.09.2012 bis 11.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 85/2012
  11. GewO 1994 § 367 gültig von 01.01.2011 bis 13.09.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  12. GewO 1994 § 367 gültig von 19.08.2010 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 66/2010
  13. GewO 1994 § 367 gültig von 16.06.2010 bis 18.08.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/2010
  14. GewO 1994 § 367 gültig von 01.01.2009 bis 15.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2008
  15. GewO 1994 § 367 gültig von 27.02.2008 bis 31.12.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 42/2008
  16. GewO 1994 § 367 gültig von 30.06.2007 bis 26.02.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2007
  17. GewO 1994 § 367 gültig von 15.01.2005 bis 29.06.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 131/2004
  18. GewO 1994 § 367 gültig von 30.11.2004 bis 14.01.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 131/2004
  19. GewO 1994 § 367 gültig von 15.06.2003 bis 29.11.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2002
  20. GewO 1994 § 367 gültig von 01.08.2002 bis 14.06.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2002
  21. GewO 1994 § 367 gültig von 01.01.2002 bis 31.07.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2001
  22. GewO 1994 § 367 gültig von 01.09.2000 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2000
  23. GewO 1994 § 367 gültig von 01.07.1997 bis 31.08.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 63/1997
  24. GewO 1994 § 367 gültig von 19.03.1994 bis 30.06.1997

Rechtssatz

Bei jedem Straftatbestand, betreffend gewerbliche Betriebsanlagen, ist im Einzelfall genau zu prüfen, wer verwaltungsstrafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen ist. Diejenige Person, die das im Straftatbestand der Deliktsnorm umschriebene Verhalten setzt, ist als unmittelbarer Täter zu bestrafen. Bei Betriebsanlagendelikten ist dies der Inhaber der Betriebsanlage bzw. des Standortes der Betriebsanlage. Da die Rechtswirkungen von Betriebsanlagengenehmigungen gemäß § 80 Abs. 5 GewO durch einen Wechsel in der Person des Inhabers der Anlage nicht berührt werden (dingliche Wirkung), obliegt dem neuen Inhaber auch die Erfüllung bzw. Einhaltung aller dem Vorgänger vorgeschriebenen Pflichten. Inhaber ist, wer eine Sache in seiner Gewahrsame hat (vgl. § 309 ABGB), wobei für die Beurteilung der Inhabereigenschaft maßgeblich ist, wer über das in der Betriebsanlage ausgeübte faktische Geschehen bestimmt. Ein Hausverwaltungsvertrag – wie gegenständlich von der Hausverwaltungsgesellschaft zur Verwaltung der Liegenschaft abgeschlossen - kann nicht als Bestandsvertrag qualifiziert werden und hat die Berufungswerberin als gewerberechtliche Geschäftsführerin der Hausverwaltungsgesellschaft nicht die rechtliche Qualifikation eines Verantwortlichen des Inhabers der Betriebsanlage. Insofern ist erwiesen, dass die Berufungswerberin die ihr angelasteten Verwaltungsübertretungen nicht begangen hat. Verfahrenseinstellung.Bei jedem Straftatbestand, betreffend gewerbliche Betriebsanlagen, ist im Einzelfall genau zu prüfen, wer verwaltungsstrafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen ist. Diejenige Person, die das im Straftatbestand der Deliktsnorm umschriebene Verhalten setzt, ist als unmittelbarer Täter zu bestrafen. Bei Betriebsanlagendelikten ist dies der Inhaber der Betriebsanlage bzw. des Standortes der Betriebsanlage. Da die Rechtswirkungen von Betriebsanlagengenehmigungen gemäß Paragraph 80, Absatz 5, GewO durch einen Wechsel in der Person des Inhabers der Anlage nicht berührt werden (dingliche Wirkung), obliegt dem neuen Inhaber auch die Erfüllung bzw. Einhaltung aller dem Vorgänger vorgeschriebenen Pflichten. Inhaber ist, wer eine Sache in seiner Gewahrsame hat vergleiche Paragraph 309, ABGB), wobei für die Beurteilung der Inhabereigenschaft maßgeblich ist, wer über das in der Betriebsanlage ausgeübte faktische Geschehen bestimmt. Ein Hausverwaltungsvertrag – wie gegenständlich von der Hausverwaltungsgesellschaft zur Verwaltung der Liegenschaft abgeschlossen - kann nicht als Bestandsvertrag qualifiziert werden und hat die Berufungswerberin als gewerberechtliche Geschäftsführerin der Hausverwaltungsgesellschaft nicht die rechtliche Qualifikation eines Verantwortlichen des Inhabers der Betriebsanlage. Insofern ist erwiesen, dass die Berufungswerberin die ihr angelasteten Verwaltungsübertretungen nicht begangen hat. Verfahrenseinstellung.

Schlagworte

Betriebsanlagengenehmigung, Auflagen, Verantwortlicher, Dingliche Wirkung , Hausverwaltungsvertrag, Inhabereigenschaft

Zuletzt aktualisiert am

16.11.2012
Quelle: Unabhängige Verwaltungssenate UVS, http://www.wien.gv.at/uvs/index.html
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