RS Uvs 2011/5/12 VwSen-522836/2/Bi/Eg

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 12.05.2011
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Index

40.01.06 Zustellgesetz
90.02.02 Führerscheingesetz

Norm

ZustellG §8
ZustellG §25
FSG §7 Abs1 Z1
FSG §7 Abs3 Z1
  1. FSG § 7 heute
  2. FSG § 7 gültig ab 01.09.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2021
  3. FSG § 7 gültig von 01.08.2021 bis 31.08.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2021
  4. FSG § 7 gültig von 01.09.2019 bis 31.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2019
  5. FSG § 7 gültig von 01.10.2015 bis 31.08.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 74/2015
  6. FSG § 7 gültig von 26.02.2013 bis 30.09.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 43/2013
  7. FSG § 7 gültig von 30.07.2011 bis 25.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2011
  8. FSG § 7 gültig von 01.01.2011 bis 29.07.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 117/2010
  9. FSG § 7 gültig von 01.10.2006 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2006
  10. FSG § 7 gültig von 01.10.2006 bis 15.03.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 152/2005
  11. FSG § 7 gültig von 16.03.2006 bis 30.09.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2006
  12. FSG § 7 gültig von 01.03.2006 bis 15.03.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 152/2005
  13. FSG § 7 gültig von 01.07.2005 bis 28.02.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2005
  14. FSG § 7 gültig von 02.04.2005 bis 30.06.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2005
  15. FSG § 7 gültig von 01.10.2002 bis 01.04.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 81/2002
  16. FSG § 7 gültig von 22.07.1998 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 94/1998
  17. FSG § 7 gültig von 06.01.1998 bis 21.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/1998
  18. FSG § 7 gültig von 01.11.1997 bis 05.01.1998
  1. FSG § 7 heute
  2. FSG § 7 gültig ab 01.09.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2021
  3. FSG § 7 gültig von 01.08.2021 bis 31.08.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2021
  4. FSG § 7 gültig von 01.09.2019 bis 31.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2019
  5. FSG § 7 gültig von 01.10.2015 bis 31.08.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 74/2015
  6. FSG § 7 gültig von 26.02.2013 bis 30.09.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 43/2013
  7. FSG § 7 gültig von 30.07.2011 bis 25.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2011
  8. FSG § 7 gültig von 01.01.2011 bis 29.07.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 117/2010
  9. FSG § 7 gültig von 01.10.2006 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2006
  10. FSG § 7 gültig von 01.10.2006 bis 15.03.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 152/2005
  11. FSG § 7 gültig von 16.03.2006 bis 30.09.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2006
  12. FSG § 7 gültig von 01.03.2006 bis 15.03.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 152/2005
  13. FSG § 7 gültig von 01.07.2005 bis 28.02.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2005
  14. FSG § 7 gültig von 02.04.2005 bis 30.06.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2005
  15. FSG § 7 gültig von 01.10.2002 bis 01.04.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 81/2002
  16. FSG § 7 gültig von 22.07.1998 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 94/1998
  17. FSG § 7 gültig von 06.01.1998 bis 21.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/1998
  18. FSG § 7 gültig von 01.11.1997 bis 05.01.1998

Rechtssatz

Die Zustellung eines Mandatsbescheides wegen Entziehung der Lenkberechtigung gemäß § 7 Abs1 Z1 iVm Abs3 Z1 FSG im Wege öffentlicher Bekanntmachung gemäß § 25 ZustellG ist zulässig, wenn ein Zustellversuch an der Adresse des Hauptwohnsitzes des Bw ebenso erfolglos geblieben ist (Mitteilung der Post vom September 2009, dass der Empfänger bis März 2010 ortsabwesend sei) wie eine Anfrage in den österreichischen Justizvollzugsanstalten nach Anzeige an die Staatsanwaltschaft, die Mutter des Bw mitteilte, dass dieser sich etwa ein halbes Jahr in Palermo/Italien befinde, ihr aber keine Zustelladresse bekannt sei und weiters der Rechtsvertreter des Bw mitteilte, dass sich seine Vollmacht nur auf das Verwaltungsstrafverfahren beziehe, und darüber hinaus der Bw keine Kenntnis von der Einleitung eines Verfahrens zur Entziehung der Lenkberechtigung hatte, sodass auch kein Fall des § 8 ZustellG vorliegt (vgl VwGH 26.2.2002, 2001/11/0305; 28.10.2003, 2003/11/0056, ua).Die Zustellung eines Mandatsbescheides wegen Entziehung der Lenkberechtigung gemäß Paragraph 7, Abs1 Z1 in Verbindung mit Abs3 Z1 FSG im Wege öffentlicher Bekanntmachung gemäß Paragraph 25, ZustellG ist zulässig, wenn ein Zustellversuch an der Adresse des Hauptwohnsitzes des Bw ebenso erfolglos geblieben ist (Mitteilung der Post vom September 2009, dass der Empfänger bis März 2010 ortsabwesend sei) wie eine Anfrage in den österreichischen Justizvollzugsanstalten nach Anzeige an die Staatsanwaltschaft, die Mutter des Bw mitteilte, dass dieser sich etwa ein halbes Jahr in Palermo/Italien befinde, ihr aber keine Zustelladresse bekannt sei und weiters der Rechtsvertreter des Bw mitteilte, dass sich seine Vollmacht nur auf das Verwaltungsstrafverfahren beziehe, und darüber hinaus der Bw keine Kenntnis von der Einleitung eines Verfahrens zur Entziehung der Lenkberechtigung hatte, sodass auch kein Fall des Paragraph 8, ZustellG vorliegt vergleiche VwGH 26.2.2002, 2001/11/0305; 28.10.2003, 2003/11/0056, ua).

Eine Zustellung durch öffentliche Bekanntmachung setzt voraus, dass die Behörde alle ihr zu Gebote stehenden Mittel für die Ermittlung der Abgabestelle und die ihr nach den Umständen zumutbaren amtswegigen Ermittlungen zu deren Erforschung ausgeschöpft hat. Von der Mutter eines Studenten ist am ehesten eine verbindliche Auskunft über eine Zustelladresse zu erwarten. Langwierige Erhebungen über staatliche Stellen in Italien (Vertrag zwischen der Republik Österreich und der italienischen Republik über die wechselseitige Amtshilfe in Kraftfahrangelegenheiten, BGBl 406/1990) sind hingegen unzumutbar, zumal ein solcher Mandatsbescheid den Zweck verfolgt, eine konkrete Person, die eine bestimmte Tatsache im Sinne des § 7 Abs1 Z1 iVm Abs3 Z1 FSG gesetzt hat und daher verkehrsunzulässig ist, von der Teilnahme am Straßenverkehr als Lenker eines Kraftfahrzeugen auszuschließen, um andere Verkehrsteilnehmer zu schützen.Eine Zustellung durch öffentliche Bekanntmachung setzt voraus, dass die Behörde alle ihr zu Gebote stehenden Mittel für die Ermittlung der Abgabestelle und die ihr nach den Umständen zumutbaren amtswegigen Ermittlungen zu deren Erforschung ausgeschöpft hat. Von der Mutter eines Studenten ist am ehesten eine verbindliche Auskunft über eine Zustelladresse zu erwarten. Langwierige Erhebungen über staatliche Stellen in Italien (Vertrag zwischen der Republik Österreich und der italienischen Republik über die wechselseitige Amtshilfe in Kraftfahrangelegenheiten, Bundesgesetzblatt 406 aus 1990,) sind hingegen unzumutbar, zumal ein solcher Mandatsbescheid den Zweck verfolgt, eine konkrete Person, die eine bestimmte Tatsache im Sinne des Paragraph 7, Abs1 Z1 in Verbindung mit Abs3 Z1 FSG gesetzt hat und daher verkehrsunzulässig ist, von der Teilnahme am Straßenverkehr als Lenker eines Kraftfahrzeugen auszuschließen, um andere Verkehrsteilnehmer zu schützen.

Zuletzt aktualisiert am

24.06.2011
Quelle: Unabhängige Verwaltungssenate UVS, http://www.wien.gv.at/uvs/index.html
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