RS Uvs 2011/7/26 42.14-2/2011

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 26.07.2011
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Index

Verwaltungsverfahren

Norm

FSG §7 Abs1 Z2
FSG §7 Abs3 Z9
StGB §84 Abs1
  1. FSG § 7 heute
  2. FSG § 7 gültig ab 01.09.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2021
  3. FSG § 7 gültig von 01.08.2021 bis 31.08.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2021
  4. FSG § 7 gültig von 01.09.2019 bis 31.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2019
  5. FSG § 7 gültig von 01.10.2015 bis 31.08.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 74/2015
  6. FSG § 7 gültig von 26.02.2013 bis 30.09.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 43/2013
  7. FSG § 7 gültig von 30.07.2011 bis 25.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2011
  8. FSG § 7 gültig von 01.01.2011 bis 29.07.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 117/2010
  9. FSG § 7 gültig von 01.10.2006 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2006
  10. FSG § 7 gültig von 01.10.2006 bis 15.03.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 152/2005
  11. FSG § 7 gültig von 16.03.2006 bis 30.09.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2006
  12. FSG § 7 gültig von 01.03.2006 bis 15.03.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 152/2005
  13. FSG § 7 gültig von 01.07.2005 bis 28.02.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2005
  14. FSG § 7 gültig von 02.04.2005 bis 30.06.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2005
  15. FSG § 7 gültig von 01.10.2002 bis 01.04.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 81/2002
  16. FSG § 7 gültig von 22.07.1998 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 94/1998
  17. FSG § 7 gültig von 06.01.1998 bis 21.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/1998
  18. FSG § 7 gültig von 01.11.1997 bis 05.01.1998
  1. FSG § 7 heute
  2. FSG § 7 gültig ab 01.09.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2021
  3. FSG § 7 gültig von 01.08.2021 bis 31.08.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2021
  4. FSG § 7 gültig von 01.09.2019 bis 31.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2019
  5. FSG § 7 gültig von 01.10.2015 bis 31.08.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 74/2015
  6. FSG § 7 gültig von 26.02.2013 bis 30.09.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 43/2013
  7. FSG § 7 gültig von 30.07.2011 bis 25.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2011
  8. FSG § 7 gültig von 01.01.2011 bis 29.07.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 117/2010
  9. FSG § 7 gültig von 01.10.2006 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2006
  10. FSG § 7 gültig von 01.10.2006 bis 15.03.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 152/2005
  11. FSG § 7 gültig von 16.03.2006 bis 30.09.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2006
  12. FSG § 7 gültig von 01.03.2006 bis 15.03.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 152/2005
  13. FSG § 7 gültig von 01.07.2005 bis 28.02.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2005
  14. FSG § 7 gültig von 02.04.2005 bis 30.06.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2005
  15. FSG § 7 gültig von 01.10.2002 bis 01.04.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 81/2002
  16. FSG § 7 gültig von 22.07.1998 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 94/1998
  17. FSG § 7 gültig von 06.01.1998 bis 21.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/1998
  18. FSG § 7 gültig von 01.11.1997 bis 05.01.1998
  1. StGB § 84 heute
  2. StGB § 84 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  3. StGB § 84 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2015
  4. StGB § 84 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Da die Erstbehörde den Beginn der Entziehung der Lenkberechtigung wegen mangelnder Verkehrszuverlässigkeit an die Rechtskraft des Entziehungsbescheides geknüpft hatte und dagegen eine Berufung erhoben wurde, war von der Berufungsbehörde die Sach- und Rechtslage zum Zeitpunkt ihrer Entscheidung zu berücksichtigen und somit die Prognose zu stellen, ob der Berufungswerber ab Erlassung der Berufungsentscheidung vom 26.7.2011 noch einen weiteren Zeitraum von zumindest drei Monaten nicht verkehrszuverlässig war. Aus folgenden Gründen hatte sie zu diesem Zeitpunkt vom Gegenteil auszugehen: Zwar beging der Berufungswerber zuletzt im Jahre 2008 Verwaltungsübertretungen im Zusammenhang mit dem Lenken von Kraftfahrzeugen, die zu zwei Entziehungen der Lenkberechtigung und zu drei Anordnungen einer Nachschulung führten. Außerdem wurde er im Zeitraum 2008 bis 2010 dreimal gerichtlich verurteilt, zuletzt am 15. 12. 2010 wegen Vergehens der schweren Körperverletzung gemäß § 84 Abs 1 StGB zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von sieben Monaten. Jedoch waren zum Zeitpunkt der Berufungsentscheidung seit dieser Tat bereits 8 Monate vergangen, wobei der Berufungswerber die Zeit in und nach der Haft zur Absolvierung eines Antigewalttrainings nützte sowie z. B. alle mit dem Freigängerstatus verbundenen Verpflichtungen (pünktliches Erscheinen, tägliche Alkoholkontrollen beim Verlassen und Eintreffen in der Justizanstalt) pflichtbewusst einhielt. Vor allem absolvierte er nahezu täglich unbeanstandete Fahrten mit einem Firmenfahrzeug. Am 09.05.2011 wurde der Berufungswerber mit einer Probezeit von drei Jahren vorzeitig aus der Haft entlassen, weil er ein positives Vollzugsverhalten an den Tag legte, einen Arbeitsplatz und eine gesicherte Unterkunft vorweisen konnte. Aufgrund dieser positiven - in der mündlichen Verhandlung dokumentierten - Verhaltensänderung war von einer Wiedererlangung der Verkehrszuverlässigkeit auszugehen.Da die Erstbehörde den Beginn der Entziehung der Lenkberechtigung wegen mangelnder Verkehrszuverlässigkeit an die Rechtskraft des Entziehungsbescheides geknüpft hatte und dagegen eine Berufung erhoben wurde, war von der Berufungsbehörde die Sach- und Rechtslage zum Zeitpunkt ihrer Entscheidung zu berücksichtigen und somit die Prognose zu stellen, ob der Berufungswerber ab Erlassung der Berufungsentscheidung vom 26.7.2011 noch einen weiteren Zeitraum von zumindest drei Monaten nicht verkehrszuverlässig war. Aus folgenden Gründen hatte sie zu diesem Zeitpunkt vom Gegenteil auszugehen: Zwar beging der Berufungswerber zuletzt im Jahre 2008 Verwaltungsübertretungen im Zusammenhang mit dem Lenken von Kraftfahrzeugen, die zu zwei Entziehungen der Lenkberechtigung und zu drei Anordnungen einer Nachschulung führten. Außerdem wurde er im Zeitraum 2008 bis 2010 dreimal gerichtlich verurteilt, zuletzt am 15. 12. 2010 wegen Vergehens der schweren Körperverletzung gemäß Paragraph 84, Absatz eins, StGB zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von sieben Monaten. Jedoch waren zum Zeitpunkt der Berufungsentscheidung seit dieser Tat bereits 8 Monate vergangen, wobei der Berufungswerber die Zeit in und nach der Haft zur Absolvierung eines Antigewalttrainings nützte sowie z. B. alle mit dem Freigängerstatus verbundenen Verpflichtungen (pünktliches Erscheinen, tägliche Alkoholkontrollen beim Verlassen und Eintreffen in der Justizanstalt) pflichtbewusst einhielt. Vor allem absolvierte er nahezu täglich unbeanstandete Fahrten mit einem Firmenfahrzeug. Am 09.05.2011 wurde der Berufungswerber mit einer Probezeit von drei Jahren vorzeitig aus der Haft entlassen, weil er ein positives Vollzugsverhalten an den Tag legte, einen Arbeitsplatz und eine gesicherte Unterkunft vorweisen konnte. Aufgrund dieser positiven - in der mündlichen Verhandlung dokumentierten - Verhaltensänderung war von einer Wiedererlangung der Verkehrszuverlässigkeit auszugehen.

Schlagworte

Lenkberechtigung; Entziehung; Verkehrszuverlässigkeit; Gerichtsdelikt; Wohlverhalten; Freigänger

Zuletzt aktualisiert am

08.02.2012
Quelle: Unabhängige Verwaltungssenate UVS, http://www.wien.gv.at/uvs/index.html
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