RS Uvs 2011/8/11 30.12-34/2010

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 11.08.2011
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Index

Verwaltungsstrafverfahren

Norm

KA-AZG §4 Abs4
KA-AZG §12 Abs1 Z1
UG §29 Abs4 Z1
UG §31 Abs1
UG §22 Abs1
VStG §9 Abs1
  1. KA-AZG § 4 heute
  2. KA-AZG § 4 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 168/2021
  3. KA-AZG § 4 gültig von 01.01.2015 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2014
  4. KA-AZG § 4 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 146/2003
  5. KA-AZG § 4 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1999
  6. KA-AZG § 4 gültig von 01.01.1997 bis 31.12.1999
  1. KA-AZG § 12 heute
  2. KA-AZG § 12 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2014
  3. KA-AZG § 12 gültig von 01.11.2010 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2010
  4. KA-AZG § 12 gültig von 01.09.2008 bis 31.10.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 125/2008
  5. KA-AZG § 12 gültig von 01.08.2002 bis 31.08.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2002
  6. KA-AZG § 12 gültig von 01.01.2002 bis 31.07.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2001
  7. KA-AZG § 12 gültig von 01.01.1997 bis 31.12.2001
  1. UG § 29 heute
  2. UG § 29 gültig von 01.10.2021 bis 30.09.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2021
  3. UG § 29 gültig ab 01.10.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 177/2021
  4. UG § 29 gültig von 15.08.2018 bis 30.09.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2018
  5. UG § 29 gültig von 25.05.2018 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 31/2018
  6. UG § 29 gültig von 01.01.2016 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 131/2015
  7. UG § 29 gültig von 14.01.2015 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 21/2015
  8. UG § 29 gültig von 07.08.2013 bis 13.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 176/2013
  9. UG § 29 gültig von 01.10.2009 bis 06.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 81/2009
  10. UG § 29 gültig von 01.10.2002 bis 30.09.2009
  1. UG § 31 heute
  2. UG § 31 gültig ab 07.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 176/2013
  3. UG § 31 gültig von 19.08.2009 bis 06.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 81/2009
  4. UG § 31 gültig von 01.10.2004 bis 18.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 96/2004
  5. UG § 31 gültig von 01.10.2002 bis 30.09.2004
  1. UG § 22 heute
  2. UG § 22 gültig von 01.10.2021 bis 30.09.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2021
  3. UG § 22 gültig ab 01.10.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 177/2021
  4. UG § 22 gültig von 17.05.2018 bis 30.09.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 31/2018
  5. UG § 22 gültig von 01.02.2018 bis 16.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/2018
  6. UG § 22 gültig von 01.10.2017 bis 31.01.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 129/2017
  7. UG § 22 gültig von 14.01.2015 bis 30.09.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 21/2015
  8. UG § 22 gültig von 07.08.2013 bis 13.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 176/2013
  9. UG § 22 gültig von 01.10.2009 bis 06.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 81/2009
  10. UG § 22 gültig von 24.05.2007 bis 30.09.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2007
  11. UG § 22 gültig von 01.10.2002 bis 23.05.2007
  1. VStG § 9 heute
  2. VStG § 9 gültig ab 05.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/2008
  3. VStG § 9 gültig von 01.01.2002 bis 04.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  4. VStG § 9 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. VStG § 9 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998

Rechtssatz

Gemäß § 12 Abs 1 Z 1 Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz (KA-AZG) sind Dienstgeber/innen, die Dienstnehmer/innen über die Grenzen gemäß §§ 3 oder 4 hinaus beschäftigen, dafür verwaltungsstrafrechtlich verantwortlich. Im konkreten Fall wurde dem ärztlichen Direktor des Universitätsklinikums des Landeskrankenhauses (LKH) G., der zum verantwortlichen Beauftragten des Krankenanstaltsträgers (KAGES) bestellt worden war, vorgeworfen, dass zehn Ärzte, die auf Grund von Dienstverhältnissen mit der Medizinischen Universität G. in bestimmten Kliniken des LKH G. tätig waren, entgegen § 4 Abs 4 Z 4 KA-AZG in einem 72 Stunden übersteigenden Ausmaß beschäftigt worden seien. Die Regelung des § 29 Abs 4 Z 1 Universitätsgesetz 2002 (UG) bewirkte nicht, dass die Mitwirkung des ärztlichen Personals bei Erfüllung der Aufgaben des klinischen Bereichs dem Anstaltsträger organisatorisch zuzurechnen ist, sondern stellt lediglich klar, dass durch die Mitwirkung ein Arbeitsverhältnis zum Rechtsträger der Krankenanstalt nicht begründet wird. Damit stimmt auch § 31 Abs 1 UG überein, wonach die Einrichtungen des Klinischen Bereiches (lediglich) funktionell zugleich Organisationseinheiten einer öffentlichen Krankenanstalt sind. Dass die an sich "universitätsfremde" Mitwirkung an den Aufgaben des klinischen Bereiches durch Übertragung zur eigenen Aufgabe der medizinischen Universität wird, ergibt sich auch deutlich aus den Erläuternden Bemerkungen, RV 1134 d.B.XXI. GP, S. 83 f. Da auch keine Überlassung der Ärzte an die Krankenanstaltenbetreibergesellschaft stattgefunden hatte (so auch Binder/Marx/Szymanski, Krankenanstalten-Arbeitszeitrecht [2009], 107; ausführlich UVS Wien 16.02.2010, GZ 06/59/6331/2009), kann als gesichert gelten, dass Dienstgeberin der bei ihr angestellten Ärzte die Medizinische Universität geblieben war, dessen Rektorat, das gemäß § 22 Abs 1 UG 2002 die Universität leitet und nach außen vertritt, für die genannten Arbeitszeitüberschreitungen verwaltungsstrafrechtlich verantwortlich war.Gemäß Paragraph 12, Absatz eins, Ziffer eins, Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz (KA-AZG) sind Dienstgeber/innen, die Dienstnehmer/innen über die Grenzen gemäß Paragraphen 3, oder 4 hinaus beschäftigen, dafür verwaltungsstrafrechtlich verantwortlich. Im konkreten Fall wurde dem ärztlichen Direktor des Universitätsklinikums des Landeskrankenhauses (LKH) G., der zum verantwortlichen Beauftragten des Krankenanstaltsträgers (KAGES) bestellt worden war, vorgeworfen, dass zehn Ärzte, die auf Grund von Dienstverhältnissen mit der Medizinischen Universität G. in bestimmten Kliniken des LKH G. tätig waren, entgegen Paragraph 4, Absatz 4, Ziffer 4, KA-AZG in einem 72 Stunden übersteigenden Ausmaß beschäftigt worden seien. Die Regelung des Paragraph 29, Absatz 4, Ziffer eins, Universitätsgesetz 2002 (UG) bewirkte nicht, dass die Mitwirkung des ärztlichen Personals bei Erfüllung der Aufgaben des klinischen Bereichs dem Anstaltsträger organisatorisch zuzurechnen ist, sondern stellt lediglich klar, dass durch die Mitwirkung ein Arbeitsverhältnis zum Rechtsträger der Krankenanstalt nicht begründet wird. Damit stimmt auch Paragraph 31, Absatz eins, UG überein, wonach die Einrichtungen des Klinischen Bereiches (lediglich) funktionell zugleich Organisationseinheiten einer öffentlichen Krankenanstalt sind. Dass die an sich "universitätsfremde" Mitwirkung an den Aufgaben des klinischen Bereiches durch Übertragung zur eigenen Aufgabe der medizinischen Universität wird, ergibt sich auch deutlich aus den Erläuternden Bemerkungen, Regierungsvorlage 1134 d.B.XXI. GP, S. 83 f. Da auch keine Überlassung der Ärzte an die Krankenanstaltenbetreibergesellschaft stattgefunden hatte (so auch Binder/Marx/Szymanski, Krankenanstalten-Arbeitszeitrecht [2009], 107; ausführlich UVS Wien 16.02.2010, GZ 06/59/6331/2009), kann als gesichert gelten, dass Dienstgeberin der bei ihr angestellten Ärzte die Medizinische Universität geblieben war, dessen Rektorat, das gemäß Paragraph 22, Absatz eins, UG 2002 die Universität leitet und nach außen vertritt, für die genannten Arbeitszeitüberschreitungen verwaltungsstrafrechtlich verantwortlich war.

Schlagworte

Dienstgeber; Universitätsgesetz; Medizinische Universität; Rektorat; Verantwortlichkeit; Universitätsklinik; Krankenanstalt

Zuletzt aktualisiert am

22.12.2011
Quelle: Unabhängige Verwaltungssenate UVS, http://www.wien.gv.at/uvs/index.html
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