RS Uvs 2012/1/13 VwSen-420703/17/Gf/Mu

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 13.01.2012
beobachten
merken

Index

10.01.01 Bundes-Verfassungsgesetz
40.01.08 Allgemeines Verwaltungsverfahrensgesetz 1991
41.01.04 Waffengebrauchsgesetz 1969

Norm

B-VG Art129a Abs1 Z2
AVG §67a Z2 AVG
AVG §39 AVG
Waffengebrauchsgesetz 1969 §2
Waffengebrauchsgesetz 1969 §3
Waffengebrauchsgesetz 1969 §4
  1. B-VG Art. 129a gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2013 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 51/2012
  2. B-VG Art. 129a gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  3. B-VG Art. 129a gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  1. AVG § 67a gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 33/2013
  2. AVG § 67a gültig von 01.01.2003 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 117/2002
  3. AVG § 67a gültig von 20.04.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  4. AVG § 67a gültig von 01.01.1999 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. AVG § 67a gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998
  1. AVG § 39 heute
  2. AVG § 39 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. AVG § 39 gültig von 20.04.2002 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  4. AVG § 39 gültig von 01.01.1999 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. AVG § 39 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998
  1. § 2 heute
  2. § 2 gültig ab 01.08.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2016
  3. § 2 gültig von 01.07.2005 bis 31.07.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 151/2004
  4. § 2 gültig von 01.09.1969 bis 30.06.2005
  1. § 3 heute
  2. § 3 gültig ab 25.07.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 113/2006
  3. § 3 gültig von 01.09.1999 bis 24.07.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 146/1999
  4. § 3 gültig von 01.09.1969 bis 31.08.1999

Beachte

Der Entscheidungsvolltext sowie das Ergebnis einer gegebenenfalls dazu ergangenen höchstgerichtlichen Entscheidung sind auf der Homepage des Oö UVS www.uvs-ooe.gv.at abrufbar.

Rechtssatz

Es entspricht der ständigen Judikatur der Gerichtshöfe des öffentlichen Rechts (vgl zB die Nachweise bei Hengstschläger/Leeb, AVG § 29 Rz 14), dass im Zuge eines Beschwerdeverfahrens gemäß Art 129a Abs 1 Z 2 B-VG letztlich den Rechtsmittelwerber die Beweislast für das Zutreffen der Behauptung der Rechtswidrigkeit einer behördlichen Maßnahme trifft.Es entspricht der ständigen Judikatur der Gerichtshöfe des öffentlichen Rechts vergleiche zB die Nachweise bei Hengstschläger/Leeb, AVG Paragraph 29, Rz 14), dass im Zuge eines Beschwerdeverfahrens gemäß Artikel 129 a, Absatz eins, Ziffer 2, B-VG letztlich den Rechtsmittelwerber die Beweislast für das Zutreffen der Behauptung der Rechtswidrigkeit einer behördlichen Maßnahme trifft.

Das WaffengebrauchsG fußt offenkundig auf dem verfassungsmäßigen Verhältnismäßigkeitsprinzip und sieht grundsätzlich sogar den Einsatz von Dienstwaffen vor, "wenn gelindere Mittel, wie insbesondere Handfesseln (...) ungeeignet scheinen" (vgl § 2 Z 1 iVm § 4 WaffengebrauchsG). Daraus ergibt sich in Verbindung damit, dass Handfesseln – wie aus § 3 WaffengebrauchsG hervorgeht – nicht einmal Dienstwaffen verkörpern, dass deren Gebrauchnahme schon von vornherein die vergleichsweise weniger eingriffsintensive Maßnahme aus dem Kreis sämtlicher auf Grund der konkreten Umstände an sich zulässigen behördlichen Befugnisse darstellt.Das WaffengebrauchsG fußt offenkundig auf dem verfassungsmäßigen Verhältnismäßigkeitsprinzip und sieht grundsätzlich sogar den Einsatz von Dienstwaffen vor, "wenn gelindere Mittel, wie insbesondere Handfesseln (...) ungeeignet scheinen" vergleiche Paragraph 2, Ziffer eins, in Verbindung mit Paragraph 4, WaffengebrauchsG). Daraus ergibt sich in Verbindung damit, dass Handfesseln – wie aus Paragraph 3, WaffengebrauchsG hervorgeht – nicht einmal Dienstwaffen verkörpern, dass deren Gebrauchnahme schon von vornherein die vergleichsweise weniger eingriffsintensive Maßnahme aus dem Kreis sämtlicher auf Grund der konkreten Umstände an sich zulässigen behördlichen Befugnisse darstellt.

Das Anlegen von Handfesseln ist nicht rechtswidrig, wenn und solange – in Analogie zu § 2 Z 1 und 2 WaffengebrauchsG – eine Notwehrsituation vorliegt oder diese Maßnahme erforderlich ist, um einen auf die Vereitelung einer rechtmäßigen Amtshandlung gerichteten Widerstand zu überwinden.Das Anlegen von Handfesseln ist nicht rechtswidrig, wenn und solange – in Analogie zu Paragraph 2, Ziffer eins und 2 WaffengebrauchsG – eine Notwehrsituation vorliegt oder diese Maßnahme erforderlich ist, um einen auf die Vereitelung einer rechtmäßigen Amtshandlung gerichteten Widerstand zu überwinden.

Zuletzt aktualisiert am

12.03.2012
Quelle: Unabhängige Verwaltungssenate UVS, http://www.wien.gv.at/uvs/index.html
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten