RS Dok 2007/10/2 55/11-BK/07

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 02.10.2007
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Norm

BDG §40 Abs2
BDG §40 Abs4
BDG §44 Abs3
DVG §2 Abs2
DVG §2 Abs6
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  3. DVG § 2 gültig von 29.01.2020 bis 31.03.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2020
  4. DVG § 2 gültig von 08.01.2018 bis 28.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 60/2018
  5. DVG § 2 gültig von 31.07.2016 bis 07.01.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 64/2016
  6. DVG § 2 gültig von 18.06.2015 bis 30.07.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2015
  7. DVG § 2 gültig von 01.01.2014 bis 17.06.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2012
  8. DVG § 2 gültig von 01.01.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 6/2010
  9. DVG § 2 gültig von 31.12.2005 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 165/2005
  10. DVG § 2 gültig von 01.01.2003 bis 30.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2002
  11. DVG § 2 gültig von 01.04.2000 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 94/2000
  12. DVG § 2 gültig von 15.02.1997 bis 31.03.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/1997
  13. DVG § 2 gültig von 01.07.1994 bis 14.02.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 665/1994
  14. DVG § 2 gültig von 11.07.1991 bis 30.06.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 362/1991
  15. DVG § 2 gültig von 18.01.1984 bis 10.07.1991
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Schlagworte

dauernde Höherverwendung, "vorübergehend bis auf weiteres", Abberufung mit Weisung, Remonstration, zuständige Dienstbehörde

Rechtssatz

Die hier "vorübergehend bis auf weiteres" erfolgte Betrauung des BW mit der Funktion des Vorstandes eines FA nennt weder einen konkret terminisierten noch einen abstrakt umschriebenen beabsichtigten Endzeitpunkt ihrer Wirksamkeit. Nach dem Verständnis der Judikatur des VwGH ist eine "vorübergehende" Betrauung nur eine solche, die von vornherein zeitlich begrenzt ist; der Zusatz "bis auf weiteres" macht im vorliegenden Fall klar, dass im Zeitpunkt der Betrauung an eine konkrete zeitliche Begrenzung nicht gedacht wurde.

Bei der Betrauung handelte es sich zweifelsfrei auch um keine Vertretung, sodass sich aus der Art und den Umständen des dienstlichen Einsatzes keine Begrenzung der Verwendung ergibt. Daraus folgt nun, dass die Betrauung des BW "vorübergehend bis auf weiteres" als unbefristete, und nicht als befristete Betrauung anzusehen war. Der BW wurde also unbefristet mit der Vorstandsposition des FA betraut.

Dazu kommt im vorliegenden Fall, dass die Berufung gegen die Weisung vom 30. 4.2004, mit der diese Betrauung beendet wurde, als Remonstration zu bewerten war (dazu das Vorerk der BerK v 27.9.2004, GZ 80/13-BK/04 = ZfVB 2005/1/245). Dies hatte zur Folge, dass die Weisung vom 30.4.2004, als zurückgezogen galt. Diese Weisung wurde auch nicht wiederholt.

Der BW war daher im Zeitpunkt seiner Austrittserklärung im Juni 2004 Vorstand des FA A.

Im Zeitpunkt der Austrittserklärung des BW war zufolge § 2 Abs 2 und Abs 6 DVG allerdings nicht mehr das FA A., sondern der BMF die zuständige DBeh für den BW. Das FA A. war zur Erlassung des angef Feststellungsbescheides daher jedenfalls unzuständig, weshalb dieser aufzuheben war.Im Zeitpunkt der Austrittserklärung des BW war zufolge Paragraph 2, Absatz 2 und Absatz 6, DVG allerdings nicht mehr das FA A., sondern der BMF die zuständige DBeh für den BW. Das FA A. war zur Erlassung des angef Feststellungsbescheides daher jedenfalls unzuständig, weshalb dieser aufzuheben war.

Dokumentnummer

BEKRS_20071002_55_11_BK_07_01
Quelle: Disziplinarkommissionen, Disziplinaroberkommission, Berufungskommission Dok, https://www.ris.bka.gv.at/Dok
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