RS Lvwg 2014/5/28 VGW-102/013/10128/2014

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 28.05.2014
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Rechtssatznummer

1

Entscheidungsdatum

28.05.2014

Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
41/01 Sicherheitsrecht

Norm

B-VG Art. 130
SPG §38a
  1. B-VG Art. 130 heute
  2. B-VG Art. 130 gültig ab 01.02.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  3. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2019 bis 31.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  5. B-VG Art. 130 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  6. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2015 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  7. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2013
  8. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  9. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  10. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  11. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  12. B-VG Art. 130 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  13. B-VG Art. 130 gültig von 18.07.1962 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962
  14. B-VG Art. 130 gültig von 25.12.1946 bis 17.07.1962 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  15. B-VG Art. 130 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  16. B-VG Art. 130 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. SPG § 38a heute
  2. SPG § 38a gültig von 01.09.2021 bis 31.08.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/2019
  3. SPG § 38a gültig von 01.09.2021 bis 06.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  4. SPG § 38a gültig von 01.09.2021 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 144/2020
  5. SPG § 38a gültig ab 01.09.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 124/2021
  6. SPG § 38a gültig von 07.07.2021 bis 31.08.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 124/2021
  7. SPG § 38a gültig von 01.07.2021 bis 06.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  8. SPG § 38a gültig von 01.01.2020 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/2019
  9. SPG § 38a gültig von 01.08.2016 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2016
  10. SPG § 38a gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 161/2013
  11. SPG § 38a gültig von 01.09.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 152/2013
  12. SPG § 38a gültig von 04.08.2009 bis 31.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 72/2009
  13. SPG § 38a gültig von 01.06.2009 bis 03.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 40/2009
  14. SPG § 38a gültig von 01.01.2005 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 151/2004
  15. SPG § 38a gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 146/1999
  16. SPG § 38a gültig von 01.05.1997 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 759/1996

Rechtssatz

Die nach den Feststellungen glaubwürdigen Angaben der Ehegattin des Be-schwerdeführers reichten ihrem Inhalt nach aus, um eine Gefährdungsprognose zu begründen. Die Aussage ist in sich auch nicht widersprüchlich und es gab für den Beamten auch keine weiteren Anhaltspunkte, welche eine Unglaubwürdigkeit dieser Angaben indizierten.

Das Betretungsverbot wurde auch nicht etwa vor der Anhörung des Beschwerdeführers verhängt. Da es sich um eine Sicherheitsmaßnahme handelt, ist eine vorhörige förmliche Vernehmung des mutmaßlichen Gefährders als Beschuldigten nicht erforderlich. Erforderlich ist lediglich, dass er vor der Verhängung des Betretungsverbotes mit dem wesentlichen Inhalt der Vorwürfe konfrontiert wird und sich dazu äußern kann. Diese Gelegenheit hatte er nach den Feststellungen; seine Gegendarstellung war jedoch dürftig und nicht geeignet, der Gefährdungsprognose die Grundlage zu entziehen.

In rechtlicher Hinsicht ist weiters festzuhalten, dass es sich hierbei nicht um eine Wegweisung gehandelt hat, da der Beschwerdeführer nicht in seiner eigenen Wohnung angetroffen worden ist, sondern um Betretungsverbot. Dies ist aber das Ergebnis einer rechtlichen Beurteilung und ändert nichts an der Identität der in Beschwerde gezogenen Maßnahme.

Was die Bestätigung des Betretungsverbotes durch die Behörde anbelangt, so ist diese formal richtig und bestand zu diesem Zeitpunkt auch inhaltlich kein Anlass, weitere Erhebungen vor einer Bestätigung vorzunehmen. Die angefügte Risikoanalyse führt nur scheinbar zu einem anderen Schluss als die Bestätigung des Betretungsverbotes, bezieht sich diese doch erkennbar auf die Dienstanweisung „Vorbeugender Schutz von Personen“ und kommt daher lediglich zu dem Schluss, dass es keiner besonderen Bewachungsmaßnahmen der gefährdenden Person bedarf. Eine Entkräftung der im Sinne des § 38a SPG durchgeführten Gefährdungsprognose ergibt sich daraus nicht.Was die Bestätigung des Betretungsverbotes durch die Behörde anbelangt, so ist diese formal richtig und bestand zu diesem Zeitpunkt auch inhaltlich kein Anlass, weitere Erhebungen vor einer Bestätigung vorzunehmen. Die angefügte Risikoanalyse führt nur scheinbar zu einem anderen Schluss als die Bestätigung des Betretungsverbotes, bezieht sich diese doch erkennbar auf die Dienstanweisung „Vorbeugender Schutz von Personen“ und kommt daher lediglich zu dem Schluss, dass es keiner besonderen Bewachungsmaßnahmen der gefährdenden Person bedarf. Eine Entkräftung der im Sinne des Paragraph 38 a, SPG durchgeführten Gefährdungsprognose ergibt sich daraus nicht.

Schlagworte

Maßnahmenbeschwerde; Gefährdungsprognose; Betretungsverbot; Risikoanalyse; vorbeugender Schutz von Personen

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:LVWGWI:2014:VGW.102.013.10128.2014

Zuletzt aktualisiert am

25.07.2014
Quelle: Landesverwaltungsgericht Wien LVwg Wien, http://www.verwaltungsgericht.wien.gv.at
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