RS Lvwg 2014/7/10 VGW-171/042/26759/2014

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 10.07.2014
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Rechtssatznummer

9

Entscheidungsdatum

10.07.2014

Index

40/01 Verwaltungsverfahren
27/01 Rechtsanwälte
L24009 Gemeindebedienstete Wien

Norm

AVG §13
AVG §59
AVG §66
AVG §74
RAO §19a
VStG §39
VStG §44a
VwGVG §13
VwGVG §22
VwGVG §28
DO Wr 1994 §26
DO Wr 1994 §74
DO Wr 1994 §74c
DO Wr 1994 §77a
DO Wr 1994 §79
DO Wr 1994 §94
  1. AVG § 13 heute
  2. AVG § 13 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. AVG § 13 gültig von 01.01.2012 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2011
  4. AVG § 13 gültig von 01.01.2011 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  5. AVG § 13 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  6. AVG § 13 gültig von 01.07.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  7. AVG § 13 gültig von 01.03.2004 bis 30.06.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  8. AVG § 13 gültig von 20.04.2002 bis 29.02.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  9. AVG § 13 gültig von 01.01.2002 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  10. AVG § 13 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  11. AVG § 13 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998
  1. RAO § 19a heute
  2. RAO § 19a gültig ab 01.01.1991 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 474/1990
  1. VwGVG § 13 heute
  2. VwGVG § 13 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/2021
  3. VwGVG § 13 gültig von 01.01.2019 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  4. VwGVG § 13 gültig von 01.01.2017 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  5. VwGVG § 13 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2013
  6. VwGVG § 13 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013

Anmerkung

Verweis auf VGW-171/042/21157/2014

Rechtssatz

Unter dem (den Umfang des Rechtsmittelverfahrens beschränkenden) tatbe-standsmäßigen (und regelmäßig im erstinstanzlichen Bescheid festgestellten) Sachverhalt, auf welchen der konkrete erstinstanzliche Bescheidspruch gestützt wurde, sind alle die tatsächlichen Ereignisse zu verstehen, die bei Zugrundelegung des in Zusammenschau mit der Bescheidbegründung ausgelegten erstinstanzlichen Bescheidspruchs von der erstinstanzlichen Behörde als entscheidungswesentlich (daher tatbestandsbildend) eingestuft wurden.

Erst durch die (im amtswegigen Verfahren getroffene) erstinstanzliche Entscheidung bringt nämlich die Behörde zum Ausdruck, im Hinblick auf welche konkreten tatbestandsmäßigen Sachverhalte diese von der Erfüllung (oder Nichterfüllung) (des durch das materielle Recht normierten) verfahrensbestimmenden Tatbestands ausgeht.

Diese durch die Behörde vorgenommene Konkretisierung im Spruch, die insofern eine Beschränkung des erstinstanzlichen Verfahrensgegenstandes bewirkt, bedingt in diesem Umfang zugleich auch eine Beschränkung des Verfahrensgegenstands der Rechtsmittelinstanz (daher eine Determinierung der „Sache“ i.S.d. § 66 Abs. 4 AVG). Diese durch die Behörde vorgenommene Konkretisierung im Spruch, die insofern eine Beschränkung des erstinstanzlichen Verfahrensgegenstandes bewirkt, bedingt in diesem Umfang zugleich auch eine Beschränkung des Verfahrensgegenstands der Rechtsmittelinstanz (daher eine Determinierung der „Sache“ i.S.d. Paragraph 66, Absatz 4, AVG).

In diesem Sinne verbietet etwa die höchstgerichtliche Judikatur die Auswechs-lung der als erwiesen angesehenen Tat durch die Berufungsbehörde; doch ist im Rahmen des Bereichs der „Sache“ i.S.d. § 66 Abs. 4 AVG eine Konkretisierung der Tat zulässig (vgl. VwSlg. 5871 A/1962; 9222 A/1977; VwGH 15.3.1979, 3055/78; 3.12.1984/84/10/0167; 26.11.1985, 84/07/0399).In diesem Sinne verbietet etwa die höchstgerichtliche Judikatur die Auswechs-lung der als erwiesen angesehenen Tat durch die Berufungsbehörde; doch ist im Rahmen des Bereichs der „Sache“ i.S.d. Paragraph 66, Absatz 4, AVG eine Konkretisierung der Tat zulässig vergleiche VwSlg. 5871 A/1962; 9222 A/1977; VwGH 15.3.1979, 3055/78; 3.12.1984/84/10/0167; 26.11.1985, 84/07/0399).

Schlagworte

Aufschiebende Wirkung der Beschwerde; Suspendierungsverfahren; Dienstpflichtverletzung; Suspendierung als Sicherungsmaßnahme; Verfahrensgegenstand; Rechtskraft verwaltungsgerichtlicher Erkenntnisse; Ersatzlose Behebung eines Bescheides durch das Verwaltungsgericht; Materielle Rechtskraft eines Suspendierungsbescheids

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:LVWGWI:2014:VGW.171.042.26759.2014

Zuletzt aktualisiert am

23.07.2014
Quelle: Landesverwaltungsgericht Wien LVwg Wien, http://www.verwaltungsgericht.wien.gv.at
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