RS Lvwg 2014/10/21 VGW-041/002/6827/2014

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 21.10.2014
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Rechtssatznummer

6

Entscheidungsdatum

21.10.2014

Index

60/04 Arbeitsrecht allgemein
62 Arbeitsmarktverwaltung
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AuslBG §28
AuslBG §28a
VStG §21
VStG §27
VStG §28
VStG §45
  1. AuslBG § 28 heute
  2. AuslBG § 28 gültig ab 07.08.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 81/2026
  3. AuslBG § 28 gültig von 01.07.2020 bis 06.08.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2020
  4. AuslBG § 28 gültig von 01.10.2017 bis 30.06.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 66/2017
  5. AuslBG § 28 gültig von 14.08.2015 bis 30.09.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 113/2015
  6. AuslBG § 28 gültig von 01.01.2014 bis 13.08.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 72/2013
  7. AuslBG § 28 gültig von 01.07.2011 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 25/2011
  8. AuslBG § 28 gültig von 01.09.2009 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 91/2009
  9. AuslBG § 28 gültig von 01.01.2008 bis 31.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 78/2007
  10. AuslBG § 28 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/2005
  11. AuslBG § 28 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2005
  12. AuslBG § 28 gültig von 01.05.2004 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 28/2004
  13. AuslBG § 28 gültig von 01.01.2003 bis 30.04.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 160/2002
  14. AuslBG § 28 gültig von 01.01.2003 bis 02.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 126/2002
  15. AuslBG § 28 gültig von 03.12.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 160/2002
  16. AuslBG § 28 gültig von 01.07.2002 bis 02.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2002
  17. AuslBG § 28 gültig von 01.01.2002 bis 30.06.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2001
  18. AuslBG § 28 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/1999
  19. AuslBG § 28 gültig von 25.11.1999 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 199/1999
  20. AuslBG § 28 gültig von 01.01.1998 bis 24.11.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 78/1997
  21. AuslBG § 28 gültig von 01.06.1996 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 895/1995
  22. AuslBG § 28 gültig von 01.01.1996 bis 31.05.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 895/1995
  23. AuslBG § 28 gültig von 01.07.1994 bis 31.12.1995 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 314/1994
  24. AuslBG § 28 gültig von 01.01.1993 bis 30.06.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 19/1993
  1. AuslBG § 28a heute
  2. AuslBG § 28a gültig ab 01.10.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 106/2022
  3. AuslBG § 28a gültig von 01.07.2020 bis 30.09.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  4. AuslBG § 28a gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 72/2013
  5. AuslBG § 28a gültig von 01.01.2007 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2006
  6. AuslBG § 28a gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/2005
  7. AuslBG § 28a gültig von 01.07.2002 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2002
  8. AuslBG § 28a gültig von 02.06.1996 bis 30.06.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 201/1996
  9. AuslBG § 28a gültig von 01.01.1996 bis 01.06.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 895/1995
  10. AuslBG § 28a gültig von 01.07.1994 bis 31.12.1995 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 314/1994
  11. AuslBG § 28a gültig von 01.10.1990 bis 30.06.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 450/1990

Rechtssatz

Das Verschulden der BF kann nur in einem Aufsichtsverschulden gesehen werden, wobei die Verlängerung eines Befreiungsscheines nicht vom Arbeitgeber, sondern vom Ausländer selbst zu beantragen ist. Es erscheint vor dem Hintergrund der aus den Angaben des BF hervorgehenden Umstände nachvollziehbar, dass der Ablauf der Gültigkeit des Befreiungsscheines nicht gänzlich übersehen wurde, dass aber dann nach einer Frühmeldung des Lohnbüros und einer mittelbaren Aufforderung an den Arbeitnehmer (auch bedingt durch einen Urlaub des BF und Krankenstandstage des gegenständlichen Arbeitnehmers) nicht nachgefragt und überprüft wurde, ob eine rechtzeitige Antragstellung seitens des Beschäftigten erfolgt ist.

Ein mehr als geringfügiges Verschulden ist nach Überzeugung des erkennenden Verwaltungsgerichts im Hinblick auf den vom BF in der Verhandlung gewonnen persönlichen Eindruck nicht zu erkennen. Somit ist im gegenständlichen Fall auch das Verschulden der Beschuldigten weit hinter dem in der Strafdrohung typisierten Schuldgehalt zurückgeblieben.

Die Bestimmung des § 21 Abs. 1 VStG (alt) wie auch die des § 45 Abs. 1 Z 4 VStG (neu) ermächtigen die Behörde nicht zur Ermessensübung, sondern der Beschuldigte hat, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, einen Anspruch darauf, dass von dieser Bestimmung Gebrauch gemacht wird (vgl. in Bezug auf das AuslBG insbesondere das Erkenntnis des VwGH vom 13.12.1990, Zl. 90/09/0141). Wenngleich die Fälle von Übertretungen des § 3 Abs. 1 iVm § 28 Abs. 1 Z 1 lit. a AuslBG, in denen die Anwendung des § 21 Abs. 1 VStG bzw. des § 45 Abs. 1 Z 4 oder § 45 Abs. 1 letzter Satz VStG gerechtfertigt erscheint, als relativ selten zu bezeichnen sind, so ist der vorliegende Fall doch auch vor dem Hintergrund der einschlägigen Rechtsprechung des VwGH (vgl. etwa die Erkenntnisse vom 30.8.1991, Zl. 91/09/0095, vom 21.10.1998, Zl. 96/09/0163, vom 19.9.2001, Zl. 99/09/0264, sowie vom 24.5.2007, Zl. 2006/09/0086) als geradezu typischer Anwendungsfall anzusehen.Die Bestimmung des Paragraph 21, Absatz eins, VStG (alt) wie auch die des Paragraph 45, Absatz eins, Ziffer 4, VStG (neu) ermächtigen die Behörde nicht zur Ermessensübung, sondern der Beschuldigte hat, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, einen Anspruch darauf, dass von dieser Bestimmung Gebrauch gemacht wird vergleiche in Bezug auf das AuslBG insbesondere das Erkenntnis des VwGH vom 13.12.1990, Zl. 90/09/0141). Wenngleich die Fälle von Übertretungen des Paragraph 3, Absatz eins, in Verbindung mit Paragraph 28, Absatz eins, Ziffer eins, Litera a, AuslBG, in denen die Anwendung des Paragraph 21, Absatz eins, VStG bzw. des Paragraph 45, Absatz eins, Ziffer 4, oder Paragraph 45, Absatz eins, letzter Satz VStG gerechtfertigt erscheint, als relativ selten zu bezeichnen sind, so ist der vorliegende Fall doch auch vor dem Hintergrund der einschlägigen Rechtsprechung des VwGH vergleiche etwa die Erkenntnisse vom 30.8.1991, Zl. 91/09/0095, vom 21.10.1998, Zl. 96/09/0163, vom 19.9.2001, Zl. 99/09/0264, sowie vom 24.5.2007, Zl. 2006/09/0086) als geradezu typischer Anwendungsfall anzusehen.

Schlagworte

Bestellung eines verantwortlichen Beauftragten; Tatort; Kontrollsystem; Absehen von der Verhängung einer Verwaltungsstrafe; Bedeutung des geschätzten Rechtsguts; Intensität der Beeinträchtigung des Rechtsguts

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:LVWGWI:2014:VGW.041.002.6827.2014

Zuletzt aktualisiert am

17.11.2014
Quelle: Landesverwaltungsgericht Wien LVwg Wien, http://www.verwaltungsgericht.wien.gv.at
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