RS Lvwg 2015/1/30 VGW-171/082/30416/2014, VGW 171/082/34952/2014

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 30.01.2015
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Rechtssatznummer

16

Entscheidungsdatum

30.01.2015

Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
24/01 Strafgesetzbuch
10/07 Verwaltungsgerichtshof
L24009 Gemeindebedienstete Wien

Norm

B-VG Art 132
StGB §57
VwGG §33
VwGVG §28
DO Wr 1994 §18
DO Wr 1994 §74a
DO Wr 1994 §79
DO Wr 1994 §81
DO Wr 1994 §82
DO Wr 1994 §94
DO Wr 1994 §95
  1. B-VG Art. 132 heute
  2. B-VG Art. 132 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 132 gültig von 01.08.2014 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  4. B-VG Art. 132 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. B-VG Art. 132 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  6. B-VG Art. 132 gültig von 01.08.1984 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 296/1984
  7. B-VG Art. 132 gültig von 25.12.1946 bis 31.07.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  8. B-VG Art. 132 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 132 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. StGB § 57 heute
  2. StGB § 57 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 106/2014
  3. StGB § 57 gültig von 01.01.2011 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2010
  4. StGB § 57 gültig von 01.03.1997 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 762/1996
  5. StGB § 57 gültig von 01.01.1975 bis 28.02.1997
  1. VwGG § 33 heute
  2. VwGG § 33 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 33 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 33 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 33 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 33 gültig von 05.01.1985 bis 30.06.2008

Rechtssatz

Gegen den Beschwerdeführer ist in Zusammenhang mit dieser Ausschreibung laut Anklageschrift der WKStA vom 16.7.2014 ein Strafverfahren beim Landesgericht für Strafsachen Wien wegen der Verbrechen der teils versuchten, teils vollendeten Untreue nach § 153 Abs. 1 und 2 zweiter Fall StGB als Beteiligter gemäß § 12 dritte Alternative StGB in Verbindung mit § 15 Abs. 1 StGB anhängig. Der gesetzliche Strafrahmen für Untreue (in der angelasteten Wertqualifikation) ist Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren. Nach § 57 Abs. 3 StGB beträgt die strafrechtliche Verjährungsfrist bei zehnjähriger Strafdrohung zehn Jahre. Gemäß § 79 Abs. 2 DO 1994 ist (vorläufig) von einer Verlängerung der Verjährungsfristen des DO 1994 auszugehen, weil aufgrund der zwischenzeitig erfolgten Anklage voraussehbar ist, dass sich bei einer (rechtskräftigen) Verurteilung im Strafverfahren die Verjährungsfristen (endgültig) verlängern würden. Demnach ist die primär festgelegte dreijährige Verjährungsfrist gemäß § 79 Abs. 1 Z 2 DO 1994 mit der Dauer der strafrechtlichen Zehnjahresfrist anzusetzen und die fünfjährige Frist für die Strafbarkeitsverjährung gemäß § 79 Abs. 3 DO 1994 – nach der gesetzlichen Regelung – um sieben Jahre auf zwölf Jahre zu erhöhen.Gegen den Beschwerdeführer ist in Zusammenhang mit dieser Ausschreibung laut Anklageschrift der WKStA vom 16.7.2014 ein Strafverfahren beim Landesgericht für Strafsachen Wien wegen der Verbrechen der teils versuchten, teils vollendeten Untreue nach Paragraph 153, Absatz eins und 2 zweiter Fall StGB als Beteiligter gemäß Paragraph 12, dritte Alternative StGB in Verbindung mit Paragraph 15, Absatz eins, StGB anhängig. Der gesetzliche Strafrahmen für Untreue (in der angelasteten Wertqualifikation) ist Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren. Nach Paragraph 57, Absatz 3, StGB beträgt die strafrechtliche Verjährungsfrist bei zehnjähriger Strafdrohung zehn Jahre. Gemäß Paragraph 79, Absatz 2, DO 1994 ist (vorläufig) von einer Verlängerung der Verjährungsfristen des DO 1994 auszugehen, weil aufgrund der zwischenzeitig erfolgten Anklage voraussehbar ist, dass sich bei einer (rechtskräftigen) Verurteilung im Strafverfahren die Verjährungsfristen (endgültig) verlängern würden. Demnach ist die primär festgelegte dreijährige Verjährungsfrist gemäß Paragraph 79, Absatz eins, Ziffer 2, DO 1994 mit der Dauer der strafrechtlichen Zehnjahresfrist anzusetzen und die fünfjährige Frist für die Strafbarkeitsverjährung gemäß Paragraph 79, Absatz 3, DO 1994 – nach der gesetzlichen Regelung – um sieben Jahre auf zwölf Jahre zu erhöhen.

Schlagworte

Vorläufige Suspendierung; Zuständigkeit; rechtliches Interesse an einer Sachentscheidung; Klaglosstellung des Beschwerdeführers; Verjährung im Disziplinar- und Suspendierungsverfahren

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:LVWGWI:2015:VGW.171.082.30416.2014

Zuletzt aktualisiert am

23.02.2015
Quelle: Landesverwaltungsgericht Wien LVwg Wien, http://www.verwaltungsgericht.wien.gv.at
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