RS Lvwg 2016/2/22 VGW-171/053/14221/2015

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 22.02.2016
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Rechtssatznummer

1

Entscheidungsdatum

22.02.2016

Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
L24009 Gemeindebedienstete Wien

Norm

B-VG Art. 18
DO Wr 1994 §14
DO Wr 1994 §115o Abs1
BO Wr 1994 §49n Abs4
  1. B-VG Art. 18 heute
  2. B-VG Art. 18 gültig ab 01.07.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2001
  5. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2001
  6. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.1996 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  7. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.1997 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2001
  8. B-VG Art. 18 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1996 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 18 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Rechtssatz

Keinesfalls kann § 115o Abs. 1 DO 1994 bewirken, dass der vor dem Inkrafttreten der Dienstrechts-Novelle 2015 liegende Vollzug des Besoldungsrechts einer ex-post Überprüfung auf Rechtmäßigkeit entzogen ist. Lässt nämlich – wie im gegebenen Fall – der Wortlaut der Bestimmung zwei verschiedene Auslegungen zu, dh. einerseits eine den Ausschluss der Justitiabilität von vor der Dienstrechtsnovelle 2015 liegenden Besoldungszeiträumen tragende Auslegung, sowie andererseits eine die Zulässigkeit des Verwaltungsrechtsweges ermöglichende Interpretation, so ist letzterer deshalb der Vorzug zu geben, weil nur sie mit dem Rechtsstaatsprinzip in Einklang steht.Keinesfalls kann Paragraph 115 o, Absatz eins, DO 1994 bewirken, dass der vor dem Inkrafttreten der Dienstrechts-Novelle 2015 liegende Vollzug des Besoldungsrechts einer ex-post Überprüfung auf Rechtmäßigkeit entzogen ist. Lässt nämlich – wie im gegebenen Fall – der Wortlaut der Bestimmung zwei verschiedene Auslegungen zu, dh. einerseits eine den Ausschluss der Justitiabilität von vor der Dienstrechtsnovelle 2015 liegenden Besoldungszeiträumen tragende Auslegung, sowie andererseits eine die Zulässigkeit des Verwaltungsrechtsweges ermöglichende Interpretation, so ist letzterer deshalb der Vorzug zu geben, weil nur sie mit dem Rechtsstaatsprinzip in Einklang steht.

Schlagworte

Dienstrecht, Wiener Dienstordnung, Rechtsstaatsprinzip, Stichtag, historischer Vorrückungsstichtag, Auslegung, Interpretation, Überprüfung der Rechtmäßigkeit, Ausschluss der Justitiabilität, Zulässigkeit des Verwaltungsrechtsweges, materiellrechtlich, verfahrensrechtlich, Feststellungsbescheid, Dienstrechts-Novelle, Formalverfahren, Sachentscheidung, fortgesetztes Verfahren

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:LVWGWI:2016:VGW.171.053.14221.2015

Zuletzt aktualisiert am

30.05.2016
Quelle: Landesverwaltungsgericht Wien LVwg Wien, http://www.verwaltungsgericht.wien.gv.at
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