RS Lvwg 2015/5/11 LVwG-2015/23/0622-9

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 11.05.2015
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Rechtssatznummer

4

Entscheidungsdatum

11.05.2015

Index

25/01 Strafprozess
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz

Norm

StPO 1975 §18,
B-VG Art130 Abs1 Z2
  1. B-VG Art. 130 heute
  2. B-VG Art. 130 gültig ab 01.02.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  3. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2019 bis 31.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  5. B-VG Art. 130 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  6. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2015 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  7. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2013
  8. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  9. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  10. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  11. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  12. B-VG Art. 130 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  13. B-VG Art. 130 gültig von 18.07.1962 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962
  14. B-VG Art. 130 gültig von 25.12.1946 bis 17.07.1962 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  15. B-VG Art. 130 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  16. B-VG Art. 130 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Anmerkung

Mit Beschluss des VwGH vom 29.01.2016, Z Ra 2015/01/0133-6, Ra 2015/01/0136-7 wurde die erhobene außerordentliche Revision der Bezirkshauptmannschaft Ort 1 gegen das Erkenntnis des Landesverwaltungsgerichtes Tirol vom 11.05.2015, Z LVwG-2015/23/0622-9, zurückgewiesen.
Aufgrund der außerordentlichen Revision der Landespolizeidirektion Tirol hob der Verwaltungsgerichtshof mit Erkenntnis vom 19.01.2016, Z Ra 2015/01/0133-6, Ra 2015/01/0136-7 das Erkenntnis des Landesverwaltungsgerichtes Tirol vom 11.05.2015, Z LVwG-2015/23/0622-9, wegen Rechtswidrigkeit infolge von Unzuständigkeit des Verwaltungsgerichtes auf.

Rechtssatz

Es entspricht (siehe die vorstehend wiedergegebene Judikatur) der ständigen Rechtsprechung des VwGH dass bei Auslegung eines richterlichen Auftrages eine wörtliche Interpretation zu erfolgen hat. Insofern ist die Umschreibung der zu durchsuchenden Räumlichkeiten der A-Manufacturing GmbH in allen drei Beschlüssen klar auf die Adresse Nr 3 Ort1 begrenzt. Diese klare Ortsangabe schließt eine Umdeutung auf allfällige andere Räumlichkeiten gänzlich aus (siehe auch sinngemäß VfGH 01.12.2012, B 619; VwGH 12.9.2013, 2013/04/0005). Die Durchsuchung der Räumlichkeiten der A-Manufacturing GmbH in den Räumlichkeiten Adresse Nr 2 und Adresse Nr 1, Ort1 im Rahmen einer kriminalpolizeilichen Maßnahme durch der Bezirkshauptmannschaft Ort1 zurechenbare Organe findet keine Deckung in den vorab zitierten gerichtlichen Beschlüssen und verletzt die Beschwerdeführerin daher in ihren nach Art 9 Staatsgrundgesetz iVm § 1 Gesetz vom 27. October 1862, zum Schutze des Hausrechtes RGBl. Nr. 88/1862 idF BGBl Nr 422/1974 sowie nach Art 8 Abs 2 EMRK geschützten Rechten(VfGH, 17.6.1997, B 3123/96).Es entspricht (siehe die vorstehend wiedergegebene Judikatur) der ständigen Rechtsprechung des VwGH dass bei Auslegung eines richterlichen Auftrages eine wörtliche Interpretation zu erfolgen hat. Insofern ist die Umschreibung der zu durchsuchenden Räumlichkeiten der A-Manufacturing GmbH in allen drei Beschlüssen klar auf die Adresse Nr 3 Ort1 begrenzt. Diese klare Ortsangabe schließt eine Umdeutung auf allfällige andere Räumlichkeiten gänzlich aus (siehe auch sinngemäß VfGH 01.12.2012, B 619; VwGH 12.9.2013, 2013/04/0005). Die Durchsuchung der Räumlichkeiten der A-Manufacturing GmbH in den Räumlichkeiten Adresse Nr 2 und Adresse Nr 1, Ort1 im Rahmen einer kriminalpolizeilichen Maßnahme durch der Bezirkshauptmannschaft Ort1 zurechenbare Organe findet keine Deckung in den vorab zitierten gerichtlichen Beschlüssen und verletzt die Beschwerdeführerin daher in ihren nach Artikel 9, Staatsgrundgesetz in Verbindung mit Paragraph eins, Gesetz vom 27. October 1862, zum Schutze des Hausrechtes RGBl. Nr. 88 aus 1862, in der Fassung Bundesgesetzblatt Nr 422 aus 1974, sowie nach Artikel 8, Absatz 2, EMRK geschützten Rechten(VfGH, 17.6.1997, B 3123/96).

Schlagworte

Kriminalpolizei, Hausdurchsuchung, Exzess

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:LVWGTI:2015:LVwG.2015.23.0622.9

Zuletzt aktualisiert am

06.02.2017
Quelle: Landesverwaltungsgericht Tirol LVwg Tirol, https://www.lvwg-tirol.gv.at
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