RS Lvwg 2016/6/15 LVwG-2016/29/0982-7

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 15.06.2016
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Rechtssatznummer

1

Entscheidungsdatum

15.06.2016

Index

90/02 Kraftfahrgesetz
24/01 Strafgesetzbuch

Norm

KFG 1967 §103 Abs2
StGB §288
StGB §289
  1. KFG 1967 § 103 heute
  2. KFG 1967 § 103 gültig ab 01.03.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 90/2023
  3. KFG 1967 § 103 gültig von 07.03.2019 bis 29.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2019
  4. KFG 1967 § 103 gültig von 09.06.2016 bis 06.03.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 40/2016
  5. KFG 1967 § 103 gültig von 26.02.2013 bis 08.06.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 43/2013
  6. KFG 1967 § 103 gültig von 01.01.2008 bis 25.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 6/2008
  7. KFG 1967 § 103 gültig von 01.08.2007 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2007
  8. KFG 1967 § 103 gültig von 15.11.2006 bis 31.07.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2006
  9. KFG 1967 § 103 gültig von 01.01.2006 bis 14.11.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 117/2005
  10. KFG 1967 § 103 gültig von 05.05.2005 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 175/2004
  11. KFG 1967 § 103 gültig von 25.05.2002 bis 04.05.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 80/2002
  12. KFG 1967 § 103 gültig von 22.07.1998 bis 24.05.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/1998
  13. KFG 1967 § 103 gültig von 01.03.1998 bis 21.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/1997
  14. KFG 1967 § 103 gültig von 01.03.1998 bis 28.02.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/1997
  15. KFG 1967 § 103 gültig von 01.11.1997 bis 28.02.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/1997
  16. KFG 1967 § 103 gültig von 20.08.1997 bis 31.10.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/1997
  17. KFG 1967 § 103 gültig von 08.03.1995 bis 19.08.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 162/1995
  18. KFG 1967 § 103 gültig von 24.08.1994 bis 07.03.1995 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 654/1994
  19. KFG 1967 § 103 gültig von 01.08.1992 bis 23.08.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 454/1992
  20. KFG 1967 § 103 gültig von 01.07.1991 bis 31.07.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 458/1990
  21. KFG 1967 § 103 gültig von 28.07.1990 bis 30.06.1991 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 458/1990
  1. StGB § 288 heute
  2. StGB § 288 gültig ab 29.05.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 94/2021
  3. StGB § 288 gültig von 30.12.2014 bis 28.05.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  4. StGB § 288 gültig von 01.01.2008 bis 29.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StGB § 288 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2007

Rechtssatz

Beim Vergehen nach § 288 Abs 1 und 4 StGB handelt sich um ein Tätigkeits- und Vorsatzdelikt, bei der Übertretung nach § 103 Abs 2 KFG um ein Unterlassungsdelikt, für dessen Strafbarkeit Fahrlässigkeit ausreicht. § 288 StGB schütz aufgrund seiner Einordnung die Rechtspflege davor, aufgrund einer falschen Aussage  in die Irre geführt zu werden und so eine andere Entscheidung zu treffen, als bei richtiger Aussage. Insbesondere wird die Rechtspflege davor geschützt, dass ihre Entscheidungen durch falsche Beweismittel (potentiell) beeinflusst werden. § 103 Abs 2 KFG dient vorrangig dazu, überhaupt eine (verwaltungsrechtliche) Strafverfolgung der gesetzten Grunddelikte gegenüber dem Lenker zu ermöglichen, durch die Erteilung einer falschen oder keiner Lenkerauskunft wird die Strafverfolgung des Täters betreffend das Grunddelikt an sich vereitelt. Damit unterscheiden sich die Delikte in grundlegenden Elementen. Beim Vergehen nach Paragraph 288, Absatz eins und 4 StGB handelt sich um ein Tätigkeits- und Vorsatzdelikt, bei der Übertretung nach Paragraph 103, Absatz 2, KFG um ein Unterlassungsdelikt, für dessen Strafbarkeit Fahrlässigkeit ausreicht. Paragraph 288, StGB schütz aufgrund seiner Einordnung die Rechtspflege davor, aufgrund einer falschen Aussage  in die Irre geführt zu werden und so eine andere Entscheidung zu treffen, als bei richtiger Aussage. Insbesondere wird die Rechtspflege davor geschützt, dass ihre Entscheidungen durch falsche Beweismittel (potentiell) beeinflusst werden. Paragraph 103, Absatz 2, KFG dient vorrangig dazu, überhaupt eine (verwaltungsrechtliche) Strafverfolgung der gesetzten Grunddelikte gegenüber dem Lenker zu ermöglichen, durch die Erteilung einer falschen oder keiner Lenkerauskunft wird die Strafverfolgung des Täters betreffend das Grunddelikt an sich vereitelt. Damit unterscheiden sich die Delikte in grundlegenden Elementen.

Eine Konsumation der Bestrafung nach § 103 Abs 2 KFG aufgrund einer strafgerichtlichen Verurteilung wegen falscher Beweisaussage ist sohin nicht erfolgt.Eine Konsumation der Bestrafung nach Paragraph 103, Absatz 2, KFG aufgrund einer strafgerichtlichen Verurteilung wegen falscher Beweisaussage ist sohin nicht erfolgt.

Schlagworte

Doppelbestrafung; Realkonkurrenz; StGB;

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:LVWGTI:2016:LVwG.2016.29.0982.7

Zuletzt aktualisiert am

12.07.2016
Quelle: Landesverwaltungsgericht Tirol LVwg Tirol, https://www.lvwg-tirol.gv.at
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