RS Lvwg 2017/2/10 LVwG-2016/34/2074-14

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 10.02.2017
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Rechtssatznummer

1

Entscheidungsdatum

10.02.2017

Index

81/01 Wasserrechtsgesetz
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

WRG 1959 §32b
IEV 1998 §2 Abs1
IEV 1998 §5
IEV 1998 Anlage C
VwGVG §7 Abs2
VwGVG §31 Abs1
VwGVG §50
  1. WRG 1959 § 32b heute
  2. WRG 1959 § 32b gültig ab 19.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2013
  3. WRG 1959 § 32b gültig von 11.08.2005 bis 18.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2005
  4. WRG 1959 § 32b gültig von 22.12.2003 bis 10.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2003
  5. WRG 1959 § 32b gültig von 01.01.2000 bis 21.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 155/1999
  6. WRG 1959 § 32b gültig von 12.07.1997 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 74/1997

Anmerkung

Mit Beschluss vom 27.04.2017, Z Ra 2017/07/0026-3, wies der Verwaltungsgerichtshof die gegen das Erkenntnis des Landesverwaltungsgerichtes Tirol vom 10.02.2017, Zl LVwG-2016/34/2074-14, erhobene außerordentliche Revision zurück.

Rechtssatz

Das Kanalisationsunternehmen bleibt wasserrechtlich für die Einhaltung seines eigenen Konsenses verantwortlich. Indirekteinleitungen müssen sich im Rahmen dieses Konsenes halten. Dies und die grundsätzliche Verfügungsmacht des Kanalisationsunternehmens sollten einer Entbürokratisierung dienen, indem die Verantwortung für die Einhaltung der wasserrechtlichen Vorschriften dem Kanalisationsunternehmen und dem Indirekteinleiter ohne behördliches Dazwischentreten übertragen wird; ein behördliches Verfahren soll nur dann Platz greifen, wenn Abwässer bestimmter Art und/oder Menge Gegenstand der Indirekteinleitung sind (vgl § 32 Abs 5 WRG 1959 und §§ 2 und 3 IEV). Das Kanalisationsunternehmen ist daher auch wasserrechtlich für die ordnungsgemäße Administration der Indirekteinleiter verantwortlich (vgl Oberleitner/Berger, WRG-ON 1.03 § 32b Rz 10 (Stand: Jänner 2015, rdb.at)).Das Kanalisationsunternehmen bleibt wasserrechtlich für die Einhaltung seines eigenen Konsenses verantwortlich. Indirekteinleitungen müssen sich im Rahmen dieses Konsenes halten. Dies und die grundsätzliche Verfügungsmacht des Kanalisationsunternehmens sollten einer Entbürokratisierung dienen, indem die Verantwortung für die Einhaltung der wasserrechtlichen Vorschriften dem Kanalisationsunternehmen und dem Indirekteinleiter ohne behördliches Dazwischentreten übertragen wird; ein behördliches Verfahren soll nur dann Platz greifen, wenn Abwässer bestimmter Art und/oder Menge Gegenstand der Indirekteinleitung sind vergleiche Paragraph 32, Absatz 5, WRG 1959 und Paragraphen 2 und 3 IEV). Das Kanalisationsunternehmen ist daher auch wasserrechtlich für die ordnungsgemäße Administration der Indirekteinleiter verantwortlich vergleiche Oberleitner/Berger, WRG-ON 1.03 Paragraph 32 b, Rz 10 (Stand: Jänner 2015, rdb.at)).

Schlagworte

Indirekteinleitung; Zuständigkeit; zivilrechtliche Angelegenheit

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:LVWGTI:2017:LVwG.2016.34.2074.14

Zuletzt aktualisiert am

16.06.2017
Quelle: Landesverwaltungsgericht Tirol LVwg Tirol, https://www.lvwg-tirol.gv.at
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