RS Vfgh 1948/10/9 V9/48

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Veröffentlicht am 09.10.1948
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Norm

Bundes-Verfassungsgesetz Art10, B-VG 1929 Art10
Bundes-Verfassungsgesetz Art149, B-VG 1929 Art149
RAO
Rechtsanwaltsprüfungsgesetz §1, RAO §1ff
Rechtsanwaltsprüfungsgesetz §27, RAO §27 litd
Staatsgrundgesetz Art6, StGG Art6
  1. B-VG Art. 10 heute
  2. B-VG Art. 10 gültig ab 01.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  3. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2019 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  4. B-VG Art. 10 gültig von 01.08.2016 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2016
  5. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2013
  6. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2013
  7. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2014 bis 30.04.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  8. B-VG Art. 10 gültig von 01.05.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2013
  9. B-VG Art. 10 gültig von 01.07.2012 bis 30.04.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  10. B-VG Art. 10 gültig von 01.04.2012 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 12/2012
  11. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2012 bis 31.03.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2011
  12. B-VG Art. 10 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  13. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2008 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  14. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 106/2005
  15. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2004
  16. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  17. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  18. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 1013/1994
  19. B-VG Art. 10 gültig von 01.07.1994 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 508/1993
  20. B-VG Art. 10 gültig von 31.07.1993 bis 30.06.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 508/1993
  21. B-VG Art. 10 gültig von 01.05.1993 bis 30.07.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  22. B-VG Art. 10 gültig von 01.05.1993 bis 30.04.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 565/1991
  23. B-VG Art. 10 gültig von 06.06.1992 bis 30.04.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  24. B-VG Art. 10 gültig von 01.07.1990 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 445/1990
  25. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1989 bis 30.06.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  26. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1985 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 490/1984
  27. B-VG Art. 10 gültig von 01.07.1983 bis 31.12.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 175/1983
  28. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1975 bis 30.06.1983 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  29. B-VG Art. 10 gültig von 29.05.1974 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 287/1974
  30. B-VG Art. 10 gültig von 22.01.1969 bis 28.05.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 27/1969
  31. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1961 bis 21.01.1969 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 148/1960
  32. B-VG Art. 10 gültig von 17.12.1958 bis 31.12.1960 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 271/1958
  33. B-VG Art. 10 gültig von 31.12.1954 bis 16.12.1958 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 8/1955
  34. B-VG Art. 10 gültig von 19.12.1945 bis 30.12.1954 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  35. B-VG Art. 10 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 149 heute
  2. B-VG Art. 149 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 149 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  4. B-VG Art. 149 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  5. B-VG Art. 149 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  6. B-VG Art. 149 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 684/1988
  7. B-VG Art. 149 gültig von 01.08.1981 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  8. B-VG Art. 149 gültig von 01.08.1981 bis 31.07.1981 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 350/1981
  9. B-VG Art. 149 gültig von 31.12.1955 bis 31.07.1981 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  10. B-VG Art. 149 gültig von 11.01.1946 bis 30.12.1955 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 6/1946
  11. B-VG Art. 149 gültig von 19.12.1945 bis 10.01.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  12. B-VG Art. 149 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Beachte

Metadatenquelle: DVD Recht compact, Verlag Österreich, Wien 2014

Rechtssatz

In den §§ 1 ff. der Rechtsanwaltsordnung, RGBl. Nr. 96/1868, sind die Voraussetzungen für die Eintragung in die Liste der Rechtsanwälte aufgezählt. Die Entrichtung einer Gebühr als Voraussetzung für die Eintragung aufzustellen, geht aber über diese Voraussetzungen hinaus.In den Paragraphen eins, ff. der Rechtsanwaltsordnung, RGBl. Nr. 96 aus 1868,, sind die Voraussetzungen für die Eintragung in die Liste der Rechtsanwälte aufgezählt. Die Entrichtung einer Gebühr als Voraussetzung für die Eintragung aufzustellen, geht aber über diese Voraussetzungen hinaus.

Wenn daher die Beschlüsse der Rechtsanwaltskammer die Eintragung in die Liste von der vorherigen Entrichtung der Gebühr abhängig machen so liegt hierin eine Verletzung des verfassungsgesetzlich gewährleisteten Rechtes der Erwerbsfreiheit (Art. 6 StGG vom 21. Dezember 1867, RGBl. Nr. 142, bzw. Art. 149 B-VG 1929) , es erscheint sohin dieser Passus der Verordnung gesetzwidrig und war daher aufzuheben.Wenn daher die Beschlüsse der Rechtsanwaltskammer die Eintragung in die Liste von der vorherigen Entrichtung der Gebühr abhängig machen so liegt hierin eine Verletzung des verfassungsgesetzlich gewährleisteten Rechtes der Erwerbsfreiheit (Artikel 6, StGG vom 21. Dezember 1867, RGBl. Nr. 142, bzw. Artikel 149, B-VG 1929) , es erscheint sohin dieser Passus der Verordnung gesetzwidrig und war daher aufzuheben.

Die Beschlüsse (betreffend die Regelung von Gebühren) sind als Verordnungen zu betrachten, weil der Rechtsanwaltskammer und ihrem Ausschuß behördlicher Charakter zukommt, indem ihnen durch Gesetz ( RAO) die Erledigung von Angelegenheiten zugewiesen ist, die sonst gemäß Art. 10 B-VG der Vollziehung nach in den Zuständigkeitsbereich des Bundes fallen würden, und bei Besorgung dieser Angelegenheiten das Gesetz der Rechtsanwaltskammer und ihrem Ausschuß den einzelnen Rechtsanwälten gegenüber die Stellung einer Behörde insofern eingeräumt hat, als sie im Bereich ihrer Zuständigkeit generell und individuell bindende Normen erlassen können, zu denen speziell die Feststellung der Beiträge der Mitglieder gehören.Die Beschlüsse (betreffend die Regelung von Gebühren) sind als Verordnungen zu betrachten, weil der Rechtsanwaltskammer und ihrem Ausschuß behördlicher Charakter zukommt, indem ihnen durch Gesetz ( RAO) die Erledigung von Angelegenheiten zugewiesen ist, die sonst gemäß Artikel 10, B-VG der Vollziehung nach in den Zuständigkeitsbereich des Bundes fallen würden, und bei Besorgung dieser Angelegenheiten das Gesetz der Rechtsanwaltskammer und ihrem Ausschuß den einzelnen Rechtsanwälten gegenüber die Stellung einer Behörde insofern eingeräumt hat, als sie im Bereich ihrer Zuständigkeit generell und individuell bindende Normen erlassen können, zu denen speziell die Feststellung der Beiträge der Mitglieder gehören.

Unter den "Beiträgen" (§ 27 lit. d RAO) sind "Jahresbeiträge" (§ 28) zu verstehen.Unter den "Beiträgen" (Paragraph 27, Litera d, RAO) sind "Jahresbeiträge" (Paragraph 28,) zu verstehen.

Der Gesetzgeber hat die Vorschreibung von anderen als Jahresbeiträgen überhaupt nicht in Aussicht genommen, was zur Folge hat, daß abgesonderte Kanzleigebühren nicht eingehoben werden können, vielmehr derartige Auslagen eben auch aus den Jahresbeiträgen bestritten werden müssen.

Entscheidungstexte

  • V9/48
    Entscheidungstext VfGH Keine Angabe 09.10.1948 V9/48

Schlagworte

Rechtsanwälte

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:1948:V9.1948

Zuletzt aktualisiert am

06.04.2018
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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