TE Vfgh Beschluss 2009/4/27 G46/08

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Veröffentlicht am 27.04.2009
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Index

25 Strafprozeß, Strafvollzug
25/02 Strafvollzug

Norm

B-VG Art140 Abs1 / Individualantrag
StGB §46
StVG §133a
ZPO §63 Abs1 / Aussichtslosigkeit
  1. B-VG Art. 140 heute
  2. B-VG Art. 140 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  5. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 140 gültig von 06.06.1992 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  7. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.1991 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  8. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1988 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  9. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1976 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  10. B-VG Art. 140 gültig von 19.12.1945 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 140 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. StGB § 46 heute
  2. StGB § 46 gültig ab 01.01.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 25/2025
  3. StGB § 46 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2015
  4. StGB § 46 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2009
  5. StGB § 46 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/2007
  6. StGB § 46 gültig von 01.07.2001 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2001
  7. StGB § 46 gültig von 01.03.1997 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 762/1996
  8. StGB § 46 gültig von 01.03.1988 bis 28.02.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StVG § 133a heute
  2. StVG § 133a gültig ab 01.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2013
  3. StVG § 133a gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2009
  4. StVG § 133a gültig von 18.06.2009 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  5. StVG § 133a gültig von 01.01.2008 bis 17.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/2007
  1. ZPO § 63 heute
  2. ZPO § 63 gültig ab 01.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 96/2011
  3. ZPO § 63 gültig von 01.07.2009 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  4. ZPO § 63 gültig von 01.01.1998 bis 30.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  5. ZPO § 63 gültig von 01.05.1983 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 135/1983

Leitsatz

Abweisung eines Verfahrenshilfeantrags zur Einbringung eines Individualantrags auf Aufhebung einer Regelung des Strafvollzugsgesetzes betreffend die bloß hinsichtlich mit einem Aufenthaltsverbot belegter Straftäter bestehende Möglichkeit des vorläufigen Absehens vom Strafvollzug; Beschwerdeführer nicht Normadressat, daher kein unmittelbarer Eingriff in seine Rechtssphäre; andererseits zumutbarer Umweg zur Geltendmachung der Gleichheitsbedenken durch einen Antrag auf bedingte Entlassung beim Vollzugsgericht

Spruch

Der Antrag auf Bewilligung der Verfahrenshilfe wird zurückgewiesen.

Begründung

Begründung:

1. Der in der Justizanstalt Stein in Strafhaft angehaltene Einschreiter beantragte mit selbst verfassten Eingaben vom 11. April 2008 und vom 11. Juni 2008 die Bewilligung der Verfahrenshilfe zur Einbringung eines Individualantrages auf Überprüfung der Verfassungsmäßigkeit der Bestimmung des §133a Strafvollzugsgesetz (StVG).

2. Mit Beschluss vom 25. Juni 2008, G46/08-4, wurde der Antrag auf Bewilligung der Verfahrenshilfe gemäß §63 Abs1 ZPO iVm §35 Abs1 VfGG wegen offenbarer Aussichtslosigkeit der beabsichtigten Rechtsverfolgung abgewiesen, da der Einschreiter die Zurückweisung des intendierten Individualantrages zu gewärtigen hätte: einerseits, weil der Einschreiter von vornherein als Normadressat der Bestimmung des §133a StVG ausscheide, andererseits, weil ihm ein zumutbarer Weg zur Geltendmachung seiner Bedenken (Möglichkeit der Rechtsverfolgung vor Gericht) offen stünde. 2. Mit Beschluss vom 25. Juni 2008, G46/08-4, wurde der Antrag auf Bewilligung der Verfahrenshilfe gemäß §63 Abs1 ZPO in Verbindung mit §35 Abs1 VfGG wegen offenbarer Aussichtslosigkeit der beabsichtigten Rechtsverfolgung abgewiesen, da der Einschreiter die Zurückweisung des intendierten Individualantrages zu gewärtigen hätte: einerseits, weil der Einschreiter von vornherein als Normadressat der Bestimmung des §133a StVG ausscheide, andererseits, weil ihm ein zumutbarer Weg zur Geltendmachung seiner Bedenken (Möglichkeit der Rechtsverfolgung vor Gericht) offen stünde.

3. Mit Eingabe vom 25. März 2009 beantragt der Einschreiter neuerlich die Bewilligung der Verfahrenshilfe zur Einbringung eines Individualantrages auf Aufhebung der Bestimmung des §133a StVG. Der Einschreiter verweist auf sein Vorbringen in den oben genannten Eingaben, behauptet abermals die Gleichheitswidrigkeit des §133a StVG und führt aus, dass er seine Bedenken gegen diese Vorschrift in seinem Rechtsmittel beim Beschwerdegericht geltend gemacht, dieses aber die Bedenken nicht geteilt habe.

4. Der neuerliche Antrag auf Bewilligung der Verfahrenshilfe ist unzulässig.

Diesem Antrag steht - da keine Änderung der Sach- oder Rechtslage eingetreten ist - die Rechtskraft des (den ersten Verfahrenshilfeantrag abweisenden) Beschlusses des Verfassungsgerichtshofes vom 25. Juni 2008, G46/08-4, entgegen. Eine Änderung der Sach- oder Rechtslage ist - entgegen der Ansicht des Einschreiters - insbesondere auch nicht dadurch eingetreten, dass das in der Zwischenzeit von ihm - iZm einem Antrag auf bedingte Entlassung aus Freiheitsstrafen als Beschwerdegericht - angerufene Oberlandesgericht Wien (Beschluss vom 19. Februar 2009, 20 Bs 505/08y) die Bedenken ob der Verfassungsmäßigkeit der Bestimmung des §133a StVG nicht geteilt hat.

Der (neuerliche) Antrag auf Bewilligung der Verfahrenshilfe war daher wegen entschiedener Sache zurückzuweisen.

5. Dies konnte gemäß §19 Abs3 Z2 litd VfGG sowie §72 Abs1 ZPO iVm §35 VfGG ohne weiteres Verfahren in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen werden. 5. Dies konnte gemäß §19 Abs3 Z2 litd VfGG sowie §72 Abs1 ZPO in Verbindung mit §35 VfGG ohne weiteres Verfahren in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen werden.

Schlagworte

VfGH / Individualantrag, VfGH / Verfahrenshilfe, Strafrecht, Strafvollzug, Strafe, res iudicata, Rechtskraft

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2009:G46.2008

Zuletzt aktualisiert am

19.05.2009
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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