RS Vfgh 2009/6/22 V345/08

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Veröffentlicht am 22.06.2009
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Index

L8 Boden- und Verkehrsrecht
L8000 Raumordnung

Norm

B-VG Art18 Abs2
B-VG Art139 Abs1 / Präjudizialität
B-VG Art139 Abs1 / Prüfungsumfang
Flächenwidmungsplan der Landeshauptstadt Klagenfurt vom 28.02.02
Krnt GemeindeplanungsG 1995 §3, §15
Krnt GemeindeplanungsG-Wiederverlautbarung, LGBl 23/1995 Anlage II ArtIII Abs6
  1. B-VG Art. 18 heute
  2. B-VG Art. 18 gültig ab 01.07.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2001
  5. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2001
  6. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.1996 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  7. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.1997 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2001
  8. B-VG Art. 18 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1996 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 18 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 139 heute
  2. B-VG Art. 139 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  5. B-VG Art. 139 gültig von 30.11.1996 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 659/1996
  6. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.1991 bis 29.11.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  7. B-VG Art. 139 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  8. B-VG Art. 139 gültig von 21.07.1962 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  9. B-VG Art. 139 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  10. B-VG Art. 139 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 139 heute
  2. B-VG Art. 139 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  5. B-VG Art. 139 gültig von 30.11.1996 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 659/1996
  6. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.1991 bis 29.11.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  7. B-VG Art. 139 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  8. B-VG Art. 139 gültig von 21.07.1962 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  9. B-VG Art. 139 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  10. B-VG Art. 139 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Leitsatz

Keine Gesetzwidrigkeit eines Flächenwidmungsplanes hinsichtlich der Widmung eines Grundstücks als "gemischtes Baugebiet" trotz Entfalls dieser Widmungskategorie im Kärntner Gemeindeplanungsgesetz 1995 angesichts einer Übergangsregelung für bereits bebaute Gebiete

Rechtssatz

Zulässigkeit des Antrags des VwGH nur insoweit, als er sich auf das im bekämpften Flächenwidmungsplan als "910/2" der KG St. Ruprecht bezeichnete Grundstück bezieht (das neu geschaffene, im Anlassverfahren beim VwGH betroffene Baugrundstück Nr 910/18 ist ein Teil davon).

Die im angefochtenen Flächenwidmungsplan angeführten Grundstücksnummern entsprechen zwar seit der "Neuschaffung" des Grundstücks Nr 910/18 nicht mehr dem Kataster- bzw Grundbuchsstand; dennoch können diese Grundstücksbezeichnungen noch zur möglichst engen planlichen Abgrenzung des zu prüfenden Bereichs herangezogen werden.

Die Übergangsbestimmung des Abs6 des ArtIII der Anlage II der Wiederverlautbarung des Krnt GemeindeplanungsG, LGBl 23/1995, regelt die Frage, inwieweit in bestehenden Flächenwidmungsplänen enthaltene Widmungen als "gemischtes Baugebiet" fortbestehen bleiben dürfen, obwohl diese Widmungskategorie im Katalog der gesetzlichen Widmungskategorien des Baulandes seit der Novelle LGBl 105/1994 nicht mehr vorgesehen ist. Dabei Unterscheidung zwischen bereits widmungsgemäß bebauten und unbebauten Gebieten; Anpassungspflicht des Verordnungsgebers nur für unbebaute Gebiete.Die Übergangsbestimmung des Abs6 des ArtIII der Anlage römisch zwei der Wiederverlautbarung des Krnt GemeindeplanungsG, Landesgesetzblatt 23 aus 1995,, regelt die Frage, inwieweit in bestehenden Flächenwidmungsplänen enthaltene Widmungen als "gemischtes Baugebiet" fortbestehen bleiben dürfen, obwohl diese Widmungskategorie im Katalog der gesetzlichen Widmungskategorien des Baulandes seit der Novelle Landesgesetzblatt 105 aus 1994, nicht mehr vorgesehen ist. Dabei Unterscheidung zwischen bereits widmungsgemäß bebauten und unbebauten Gebieten; Anpassungspflicht des Verordnungsgebers nur für unbebaute Gebiete.

Abs6 der Übergangsbestimmung ermöglicht schon seinem Wortlaut nach für als "gemischtes Baugebiet" gewidmete Gebiete, die im Zeitpunkt des In-Kraft-Tretens der in Rede stehenden Gesetzesänderung "teilweise oder zur Gänze widmungsgemäß bebaut" waren, die zeitlich unbegrenzte Beibehaltung dieser Widmung. Auch im Falle einer gänzlichen Neuerlassung des Flächenwidmungsplans darf eine solche Widmung fortbestehen; für die Festlegung einer anderen Widmung als "gemischtes Baugebiet" wären auch im Falle einer gänzlichen Neuerlassung des Flächenwidmungsplans die Voraussetzungen des §15 Abs1 Krnt GemeindeplanungsG 1995 einzuhalten.

Entscheidungstexte

Schlagworte

Raumordnung, Flächenwidmungsplan, Anpassungspflicht (des Normgebers), Übergangsbestimmung, VfGH / Präjudizialität, VfGH / Prüfungsumfang

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2009:V345.2008

Zuletzt aktualisiert am

26.11.2010
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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