RS Vfgh 2009/6/27 V33/07 ua

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 27.06.2009
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Index

L8 Boden- und Verkehrsrecht
L8200 Bauordnung

Norm

B-VG Art7 Abs1 / Verordnung
B-VG Art18 Abs2
B-VG Art139 Abs1 / Individualantrag
B-VG Art139 Abs1 / Prüfungsumfang
StGG Art5
Plandokument Nr 7775, Beschluss des Wr Gemeinderates vom 15.12.06
Wr BauO 1930 §1 Abs2, Abs4, §4 Abs1 litc, §6 Abs3, Abs4, Abs6
  1. B-VG Art. 7 heute
  2. B-VG Art. 7 gültig ab 01.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.2004 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 7 gültig von 16.05.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/1998
  5. B-VG Art. 7 gültig von 14.08.1997 bis 15.05.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  6. B-VG Art. 7 gültig von 01.07.1988 bis 13.08.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  7. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.1975 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  8. B-VG Art. 7 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 7 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 18 heute
  2. B-VG Art. 18 gültig ab 01.07.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2001
  5. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2001
  6. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.1996 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  7. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.1997 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2001
  8. B-VG Art. 18 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1996 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 18 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 139 heute
  2. B-VG Art. 139 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  5. B-VG Art. 139 gültig von 30.11.1996 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 659/1996
  6. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.1991 bis 29.11.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  7. B-VG Art. 139 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  8. B-VG Art. 139 gültig von 21.07.1962 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  9. B-VG Art. 139 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  10. B-VG Art. 139 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 139 heute
  2. B-VG Art. 139 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  5. B-VG Art. 139 gültig von 30.11.1996 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 659/1996
  6. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.1991 bis 29.11.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  7. B-VG Art. 139 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  8. B-VG Art. 139 gültig von 21.07.1962 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  9. B-VG Art. 139 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  10. B-VG Art. 139 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Leitsatz

Keine Gesetzwidrigkeit eines Wiener Plandokuments hinsichtlich der Festlegungen Parkschutzgebiet und Schutzgebiet Wald- und Wiesengürtel für Grundstücke in Dornbach; ausreichende Berücksichtigung der Interessen der Grundstückseigentümer in Schutzgebieten; Vornahme einer bestandsorientierten Ausweisung; keine Verletzung des Gleichheits- und des Eigentumsrechts

Rechtssatz

Teilweise Zulässigkeit der Individualanträge auf Aufhebung von Teilen des Plandokuments 7775, Beschluss des Wr Gemeinderates vom 15.12.06.

Dem Erfordernis einer Darlegung konkreter Bauabsichten werden die Antragsteller durch ihre Vorbringen, sie wollten auf ihren Grundstücken zu Wohnzwecken für ihre drei volljährigen Kinder (V33/07) bzw beiden Kinder (V34/07) neue Baulichkeiten und Bauwerke errichten bzw bereits vorhandene Wohngebäude erweitern, was aufgrund der festgesetzten Schutzgebiete und der damit verbundenen Einschränkungen unmöglich sei, gerecht.

Jedoch keine korrekte Abgrenzung des Aufhebungsumfangs mit den jeweiligen Hauptanträgen, weil dafür Grundstücksnummern und Einlagezahlen verwendet werden, die in der planlichen Darstellung der angefochtenen Verordnung nicht enthalten sind.

Zulässigkeit der Eventualanträge infolge Bezugnahme auf die in der planlichen Darstellung enthaltenen Straßenbezeichnungen und Ordnungsnummern sowie Angabe der Himmelsrichtungen; auch Aufhebungsumfang im Osten eindeutig erkennbar.

Vorliegen wichtiger Rücksichten iSd §1 Abs4 Wr BauO für die Festlegungen "Spk/BB3" bzw "Spk/BB2" (Parkschutzgebiet/bestimmte Wohngebäude) und "Sww" (Schutzgebiet Wald- und Wiesengürtel).

Keine unsachliche Bevorzugung von Eigentümern der in der unmittelbaren Umgebung liegenden Grundstücke:

Im Hinblick auf die bestandsorientierte Ausweisung der Baufluchtlinien ist von einer Ausnützbarkeit der Liegenschaften der Antragsteller im Bereich von 100 % auszugehen, weil bei deren Berechnung nur die bebaubaren Flächen in Relation zu den bebauten Flächen gesetzt werden. Auch ein Blick auf die in westlicher Richtung benachbarten Grundstücke zeigt, dass für deren Eigentümer dieselben oder ähnliche (zB Bauklasse I beschränkt auf 4,5 m oder 7,5 m) Beschränkungen der Bebaubarkeit gelten wie für die Antragsteller, sodass keine Benachteiligung dieser vorliegt.Im Hinblick auf die bestandsorientierte Ausweisung der Baufluchtlinien ist von einer Ausnützbarkeit der Liegenschaften der Antragsteller im Bereich von 100 % auszugehen, weil bei deren Berechnung nur die bebaubaren Flächen in Relation zu den bebauten Flächen gesetzt werden. Auch ein Blick auf die in westlicher Richtung benachbarten Grundstücke zeigt, dass für deren Eigentümer dieselben oder ähnliche (zB Bauklasse römisch eins beschränkt auf 4,5 m oder 7,5 m) Beschränkungen der Bebaubarkeit gelten wie für die Antragsteller, sodass keine Benachteiligung dieser vorliegt.

Ausreichende Berücksichtigung der Interessen der Grundstückseigentümer in Schutzgebieten; keine Überschreitung des planerischen Gestaltungsspielraumes; umfangreiche Grundlagenforschung; übergeordnete Konzepte vorhanden; bereits bestehende Festlegungen (großteils) beibehalten.

Keine Unverhältnismäßigkeit durch Einräumung eines Vorranges für die Ziele der Vielfalt und Ausgewogenheit der Nutzungen, der Herbeiführung von Umweltbedingungen zur Sicherung gesunder Lebensgrundlagen, der Vorsorge für Grünflächen bzw Erhaltung des Wienerwaldes.

Die als gesetzwidrig erachteten Festlegungen waren bereits in den früheren Plandokumenten 5683 und 6633 (jeweils teilweise) vorgesehen. Die nahezu lückenlos beibehaltenen Festlegungen des Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes Plandokument 7775, die sich auf ein größeres, die Grundstücke der Antragsteller einschließendes Gebiet beziehen, finden in den im Vorlagebericht genannten Zielen und Entwicklungen ihre Deckung.

Entscheidungstexte

  • V 33/07 ua
    Entscheidungstext VfGH Erkenntnis 27.06.2009 V 33/07 ua

Schlagworte

Baurecht, Raumordnung, Flächenwidmungsplan, Bebauungsplan, VfGH / Individualantrag, VfGH / Prüfungsumfang

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2009:V33.2007

Zuletzt aktualisiert am

12.01.2011
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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