RS Vfgh 2009/12/9 G159/08

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Veröffentlicht am 09.12.2009
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Index

82 Gesundheitsrecht
82/03 Ärzte, sonstiges Sanitätspersonal

Norm

B-VG Art140 Abs1 / Präjudizialität
ÄrzteG 1998 §221 Abs2
  1. B-VG Art. 140 heute
  2. B-VG Art. 140 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  5. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 140 gültig von 06.06.1992 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  7. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.1991 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  8. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1988 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  9. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1976 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  10. B-VG Art. 140 gültig von 19.12.1945 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 140 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. ÄrzteG 1998 § 221 heute
  2. ÄrzteG 1998 § 221 gültig ab 01.01.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 156/2005

Leitsatz

Keine Verfassungswidrigkeit einer Übergangsregelung im Ärztegesetz betreffend den befristeten Fortbestand des auch mit Vertretern der Zahnärzte zusammengesetzten Organs "Vollversammlung der Ärztekammer" trotz Ausscheidens der Zahnärzte aus der Ärztekammer; kein Widerspruch zu den Kriterien der Selbstverwaltung

Rechtssatz

Präjudizialität des §221 Abs2 erster Satz ÄrzteG 1998 im Anlassfall gegeben.

Denkmögliche Anwendung der Norm bei Erlassung des angefochtenen, aufsichtsbehördlichen Bescheides betr Aufhebung eines Beschlusses der Vollversammlung der Ärztekammer für Kärnten über eine Satzungsänderung.

Keine Verfassungswidrigkeit des §221 Abs2 erster Satz ÄrzteG 1998 idF BGBl I 156/2005.Keine Verfassungswidrigkeit des §221 Abs2 erster Satz ÄrzteG 1998 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 156 aus 2005,.

Mit der gegenständlichen Übergangsregelung wurde ein Ansatz gewählt, der zum Einen das Ausscheiden der zahnärztlichen Mitglieder und zum Anderen den Weiterbestand von Organen der Ärztekammern in den Bundesländern sowie der Österreichischen Ärztekammer in einer Art und Weise ermöglicht, die der Wahrung der Interessen beider Gruppen dient.

Wenn das bereits existierende Organ "Vollversammlung der Ärztekammer" - um die durch die Neuorganisation bedingten Begleitregelungen zu ermöglichen - für eine Übergangszeit weiter bestehen bleibt und dabei auch berechtigt ist, beschränkt auf diese Aufgaben Beschlüsse zu fassen, die sowohl die jeweilige Ärzte- als auch Zahnärztekammer betreffen (so beispielsweise administrative Angelegenheiten des Wohlfahrtsfonds), ist dies aus verfassungsrechtlicher Sicht zulässig.

Die Befristung der Übergangsregelung - bis zur Durchführung von Neuwahlen - stellte sicher, dass in dem vom Gesetzgeber als notwendig erachteten Zeitraum von maximal 19 Monaten die Funktionsfähigkeit der Ärztekammern gewahrt bleibt.

Anlassfall B1970/06, B v 09.12.09, Ablehnung der Beschwerdebehandlung.

Entscheidungstexte

Schlagworte

Ärzte, Ärztekammer, Selbstverwaltung, Zahnärztekammer, Übergangsbestimmung, VfGH / Präjudizialität, VfGH / Präjudizialität

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2009:G159.2008

Zuletzt aktualisiert am

01.03.2011
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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