RS Vfgh 2010/3/1 B570/09 ua

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Veröffentlicht am 01.03.2010
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Index

L2 Dienstrecht
L2001 Personalvertretung

Norm

B-VG Art83 Abs2
B-VG Art141 Abs1 lita
B-VG Art144 Abs1 / Bescheid
AVG §63
Nö Landes-Personalvertretungs-WahlO §37
Nö Landes-PersonalvertretungsG §17, §18, §28
  1. B-VG Art. 83 heute
  2. B-VG Art. 83 gültig ab 01.02.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  3. B-VG Art. 83 gültig von 01.01.2014 bis 31.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 83 gültig von 29.02.1968 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 73/1968
  5. B-VG Art. 83 gültig von 19.12.1945 bis 28.02.1968 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  6. B-VG Art. 83 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 141 heute
  2. B-VG Art. 141 gültig ab 01.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 41/2016
  3. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2013
  4. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. B-VG Art. 141 gültig von 01.04.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 12/2012
  6. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.2004 bis 31.03.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  7. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 1013/1994
  8. B-VG Art. 141 gültig von 01.07.1989 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  9. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.1989 bis 30.06.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  10. B-VG Art. 141 gültig von 01.10.1975 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 409/1975
  11. B-VG Art. 141 gültig von 07.02.1958 bis 30.09.1975 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 12/1958
  12. B-VG Art. 141 gültig von 19.12.1945 bis 06.02.1958 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  13. B-VG Art. 141 gültig von 05.04.1931 bis 30.06.1934 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 103/1931
  14. B-VG Art. 141 gültig von 03.01.1930 bis 04.04.1931
  1. B-VG Art. 144 heute
  2. B-VG Art. 144 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  5. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  6. B-VG Art. 144 gültig von 01.08.1984 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 296/1984
  7. B-VG Art. 144 gültig von 01.08.1981 bis 31.07.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 350/1981
  8. B-VG Art. 144 gültig von 01.07.1976 bis 31.07.1981 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  9. B-VG Art. 144 gültig von 25.12.1946 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 144 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 144 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. AVG § 63 heute
  2. AVG § 63 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. AVG § 63 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  4. AVG § 63 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  5. AVG § 63 gültig von 01.07.1995 bis 30.06.1995 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 686/1994
  6. AVG § 63 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995

Leitsatz

Kein Vorliegen eines Bescheides hinsichtlich der Kundmachung des Ergebnisses einer Personalvertretungswahl; Verletzung im Recht auf ein Verfahren vor dem gesetzlichen Richter durch Zurückweisung eines Antrags einer Wählergruppe auf Aufhebung eines behauptetermaßen rechtswidrigen Beschlusses der Wahlkommission betreffend Nichtzulassung eines Wahlvorschlages; Überprüfbarkeit von Beschlüssen der Landeswahlkommission durch die Landesregierung im Sinne des Rechtsschutzes verfassungsrechtlich geboten

Rechtssatz

Zurückweisung der Beschwerde einer Wählergruppe gegen die Kundmachung über das Ergebnis der Personalvertretungswahl im Land Niederösterreich.

Der angefochtenen Wahlentscheidung kann weder ein individueller Adressatenkreis noch eine normative Regelung einer konkreten Verwaltungsangelegenheit gegenüber einer solchen individuell bestimmten Person entnommen werden. Die Bekanntgabe des Wahlergebnisses an die Leiter der Dienststellen durch die Landeswahlkommission gemäß §18 Abs19 Nö Landes-PersonalvertretungsG begründet keine Parteistellung derselben.

Keine Zuständigkeit der Landeswahlkommission zur Entscheidung über eine Wahlanfechtung durch eine Wählergruppe; Aufsicht der Landesregierung über die Personalvertretung gem §28 Nö Landes-PersonalvertretungsG; keine Anfechtung der Personalvertretungswahl gem Art141 Abs1 lita B-VG, Überprüfbarkeit von Beschlüssen der Landeswahlkommission durch die Landesregierung auf Antrag einer Wählergruppe im Sinne eines effektiven Rechtsschutzes daher verfassungsrechtlich geboten. Kein Ausschluss des allgemeinen Aufsichtsrechtes des §28 leg cit durch §18 Abs9 leg cit bzgl der Entscheidung der Landeswahlkommission über die Zulassung von Wahlvorschlägen bzw §37 Abs3

Nö Landes-Personalvertretungs-WahlO bzgl der Endgültigkeit der Entscheidungen der Wahlkommission. Anwendbarkeit des AVG gem §28 Abs3 Nö Landes-PersonalvertretungsG.

Die Nö Landesregierung hätte daher in der Sache über die als Antrag auf Aufhebung eines behauptetermaßen rechtswidrigen Beschlusses der Wahlkommission zu wertenden Eingabe der beschwerdeführenden Partei entscheiden müssen. Die als "Vorstellung/Berufung" bezeichnete Eingabe richtete sich inhaltlich gegen eine Rechtswidrigkeit des Wahlverfahrens (nämlich der Nichtzulassung des Wahlvorschlages der beschwerdeführenden Partei) und stellt daher schon auf Grund des Antrages, die Wahlentscheidung der Landeswahlkommission zur Gänze aufzuheben und die Wahl für ungültig zu erklären, einen Antrag auf Aufhebung eines rechtswidrigen Beschlusses der Wahlkommission dar.

Entzug des gesetzlichen Richters durch rechtswidrige Verweigerung einer Sachentscheidung.

Entscheidungstexte

  • B 570/09 ua
    Entscheidungstext VfGH Erkenntnis 01.03.2010 B 570/09 ua

Schlagworte

Personalvertretung, Wahlen, Bescheidbegriff, Parteistellung, Auslegung verfassungskonforme, Rechtsschutz, Rechtsstaatsprinzip, berufliche Vertretungen, Anwendbarkeit AVG, Instanzenzug

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2010:B570.2009

Zuletzt aktualisiert am

19.08.2011
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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