RS Vfgh 2010/3/5 G21/08 ua

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 05.03.2010
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Index

L2 Dienstrecht
L2600 Lehrer

Norm

B-VG Art21 Abs3
B-VG Art14 Abs4 lita
B-VG Art140 Abs1 / Prüfungsumfang
B-VG Art140 Abs1 / Präjudizialität
B-VG Art81a, Art81b
Oö Landeslehrer-DiensthoheitsG 1986 §8
  1. B-VG Art. 21 heute
  2. B-VG Art. 21 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 21 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 21 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  5. B-VG Art. 21 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2001
  6. B-VG Art. 21 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  7. B-VG Art. 21 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 1013/1994
  8. B-VG Art. 21 gültig von 01.08.1981 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 350/1981
  9. B-VG Art. 21 gültig von 01.01.1975 bis 31.07.1981 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  10. B-VG Art. 21 gültig von 21.07.1962 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  11. B-VG Art. 21 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  12. B-VG Art. 21 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 14 heute
  2. B-VG Art. 14 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 14 gültig von 01.08.2014 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  4. B-VG Art. 14 gültig von 03.08.2013 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  5. B-VG Art. 14 gültig von 10.06.2005 bis 02.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 31/2005
  6. B-VG Art. 14 gültig von 01.01.2004 bis 09.06.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  7. B-VG Art. 14 gültig von 28.04.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 316/1975
  8. B-VG Art. 14 gültig von 01.01.1975 bis 27.04.1975 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 14 gültig von 18.07.1962 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962
  10. B-VG Art. 14 gültig von 19.12.1945 bis 17.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 14 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 140 heute
  2. B-VG Art. 140 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  5. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 140 gültig von 06.06.1992 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  7. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.1991 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  8. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1988 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  9. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1976 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  10. B-VG Art. 140 gültig von 19.12.1945 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 140 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 140 heute
  2. B-VG Art. 140 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  5. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 140 gültig von 06.06.1992 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  7. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.1991 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  8. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1988 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  9. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1976 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  10. B-VG Art. 140 gültig von 19.12.1945 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 140 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 81a gültig von 01.08.2014 bis 31.12.2018 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 138/2017
  2. B-VG Art. 81a gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  3. B-VG Art. 81a gültig von 01.01.2014 bis 31.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  4. B-VG Art. 81a gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. B-VG Art. 81a gültig von 01.09.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 81a gültig von 01.08.2013 bis 31.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  7. B-VG Art. 81a gültig von 01.01.2004 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 81a gültig von 01.05.1993 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 565/1991
  9. B-VG Art. 81a gültig von 18.07.1962 bis 30.04.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962

Leitsatz

Keine Verfassungswidrigkeit der Regelung der Berufungsmöglichkeit gegen Bescheide des Bezirksschulrates an den Landesschulrat bzw gegen erstinstanzliche Bescheide des Landesschulrates an die Landesregierung im Oö Landeslehrer-Diensthoheitsgesetz; Zulässigkeit der landesgesetzlichen Normierung einer ausschließlichen Zuständigkeit der Schulbehörden des Bundes und eines Ausschlusses des Instanzenzuges an die Landesregierung in dienstrechtlichen Angelegenheiten der Pflichtschullehrer

Rechtssatz

Zulässigkeit der Anträge des Verwaltungsgerichtshofes auf Aufhebung der Wortfolge ", der endgültig entscheidet" im §8 Abs1 Oö Landeslehrer-DiensthoheitsG 1986, LGBl 18 idF LGBl 101/2005, und der Wortfolge "in erster Instanz" im §8 Abs2 leg cit idF LGBl 101/2005 betreffend die Berufungsmöglichkeit gegen Bescheide des Bezirksschulrates an den Landesschulrat bzw gegen erstinstanzliche Bescheide des Landesschulrates an die Landesregierung; zulässige Abgrenzung des Prüfungsumfanges, denkmögliche Anwendbarkeit beider Wortfolgen durch den VwGH.Zulässigkeit der Anträge des Verwaltungsgerichtshofes auf Aufhebung der Wortfolge ", der endgültig entscheidet" im §8 Abs1 Oö Landeslehrer-DiensthoheitsG 1986, LGBl 18 in der Fassung Landesgesetzblatt 101 aus 2005,, und der Wortfolge "in erster Instanz" im §8 Abs2 leg cit in der Fassung Landesgesetzblatt 101 aus 2005, betreffend die Berufungsmöglichkeit gegen Bescheide des Bezirksschulrates an den Landesschulrat bzw gegen erstinstanzliche Bescheide des Landesschulrates an die Landesregierung; zulässige Abgrenzung des Prüfungsumfanges, denkmögliche Anwendbarkeit beider Wortfolgen durch den VwGH.

Aus der zuletzt genannten Wortfolge ließe sich auch im Fall der Aufhebung der in §8 Abs1 leg cit enthaltenen Wortfolge ", der endgültig entscheidet" nicht ableiten, dass Berufungen an die Landesregierung gegen zweitinstanzliche Bescheide des Landesschulrates nunmehr zulässig wären. §8 Abs2

Oö Landeslehrer-DiensthoheitsG 1986 ließe sich nämlich wegen der Wendung "in erster Instanz" nicht verfassungskonform dahingehend auslegen, dass auch gegen zweitinstanzliche Bescheide des Landesschulrates die Berufung an die Landesregierung zulässig wäre.

Abweisung der Anträge.

Es ist auf Grund des Art14 Abs4 lita B-VG verfassungsrechtlich zulässig, wenn die Landesgesetzgebung hinsichtlich der Lehrer an öffentlichen Pflichtschulen zur Entscheidung über die Versetzung eines Beamten auf einen anderen Dienstposten (als eine Verfügung in Ausübung der Diensthoheit, s schon VfSlg 9287/1981 mwH) ausschließlich die kollegialen Schulbehörden des Bundes beruft, ohne einen Instanzenzug an die Landesregierung vorzusehen.Es ist auf Grund des Art14 Abs4 lita B-VG verfassungsrechtlich zulässig, wenn die Landesgesetzgebung hinsichtlich der Lehrer an öffentlichen Pflichtschulen zur Entscheidung über die Versetzung eines Beamten auf einen anderen Dienstposten (als eine Verfügung in Ausübung der Diensthoheit, s schon VfSlg 9287 aus 1981, mwH) ausschließlich die kollegialen Schulbehörden des Bundes beruft, ohne einen Instanzenzug an die Landesregierung vorzusehen.

Zuständigkeit der obersten Organe der Länder zur Wahrnehmung der Diensthoheit gegenüber Landesbediensteten; Ermächtigung des Landesverfassungsgesetzgebers zur Bestimmung gleichartiger Organe, wenn im B-VG Ausnahmen für Bundesbedienstete vorgesehen sind (Art21 Abs3 B-VG).

Zur Kompetenzverteilung im Schulwesen siehe Art14 iVm Art81a und Art81b B-VG; Regelung der Behördenzuständigkeit zur Ausübung der Diensthoheit über Pflichtschullehrer Landessache (Art14 Abs4 lita B-VG idF BVG-Nov 1962 BGBl 215); Beschränkung dieser Kompetenz nur durch bundesverfassungsgesetzlich vorgesehene Mindestmitwirkungsrechte von Schulbehörden des Bundes (siehe auch VfSlg 4879/1964, 7084/1973). Zulässigkeit der Übertragung der Behördenzuständigkeit in Angelegenheiten der Diensthoheit auf kollegiale Schulbehörden des Bundes, Durchbrechung des allgemeinen und uneingeschränkten Weisungszusammenhanges mit der Landesregierung durch spezifische Weisungsrechte des Art81a Abs4 B-VG; Geltung dieser Durchbrechung auch für den Instanzenzug an die obersten Organe.Zur Kompetenzverteilung im Schulwesen siehe Art14 in Verbindung mit Art81a und Art81b B-VG; Regelung der Behördenzuständigkeit zur Ausübung der Diensthoheit über Pflichtschullehrer Landessache (Art14 Abs4 lita B-VG in der Fassung BVG-Nov 1962 BGBl 215); Beschränkung dieser Kompetenz nur durch bundesverfassungsgesetzlich vorgesehene Mindestmitwirkungsrechte von Schulbehörden des Bundes (siehe auch VfSlg 4879 aus 1964,, 7084 aus 1973,). Zulässigkeit der Übertragung der Behördenzuständigkeit in Angelegenheiten der Diensthoheit auf kollegiale Schulbehörden des Bundes, Durchbrechung des allgemeinen und uneingeschränkten Weisungszusammenhanges mit der Landesregierung durch spezifische Weisungsrechte des Art81a Abs4 B-VG; Geltung dieser Durchbrechung auch für den Instanzenzug an die obersten Organe.

Kein Kostenzuspruch; Aufwandersatz für Normenprüfungsverfahren, die auf Antrag eines Gerichtes eingeleitet worden sind, im VfGG nicht vorgesehen; Zuständigkeit des antragstellenden Gerichts zur Entscheidung über einen Kostenersatzanspruch der Parteien - siehe Vorjudikatur.

Entscheidungstexte

  • G 21/08 ua
    Entscheidungstext VfGH Erkenntnis 05.03.2010 G 21/08 ua

Schlagworte

Dienstrecht, Lehrer, Landeslehrer, Kompetenz Bund - Länder Schulrecht, Schulbehörden, Landesregierung, Behördenzuständigkeit, Verwaltungsorganisation, Instanzenzug, Oberste Organe der Vollziehung, VfGH / Präjudizialität, VfGH / Prüfungsumfang, VfGH / Kosten

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2010:G21.2008

Zuletzt aktualisiert am

19.08.2011
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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