TE Vfgh Beschluss 2010/4/26 B42/10

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Veröffentlicht am 26.04.2010
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Index

41 Innere Angelegenheiten
41/03 Personenstandsrecht

Norm

B-VG Art144 Abs1 / Gegenstandslosigkeit
NamensänderungsG §2 Abs1 Z10, Abs2 Z3
VfGG §86
VfGG §88
  1. B-VG Art. 144 heute
  2. B-VG Art. 144 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  5. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  6. B-VG Art. 144 gültig von 01.08.1984 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 296/1984
  7. B-VG Art. 144 gültig von 01.08.1981 bis 31.07.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 350/1981
  8. B-VG Art. 144 gültig von 01.07.1976 bis 31.07.1981 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  9. B-VG Art. 144 gültig von 25.12.1946 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 144 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 144 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VfGG § 86 heute
  2. VfGG § 86 gültig ab 01.03.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VfGG § 86 gültig von 01.07.1976 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 311/1976
  1. VfGG § 88 heute
  2. VfGG § 88 gültig ab 01.03.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VfGG § 88 gültig von 01.07.1976 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 311/1976

Leitsatz

Einstellung des Verfahrens als gegenstandslos infolge Aufhebung des angefochtenen Bescheides und Stattgabe des Antrags auf Änderung der - nicht dem Geschlecht der antragstellenden Partei entsprechenden - Vornamen durch die belangte Behörde; Kostenzuspruch

Spruch

I. Das Verfahren wird eingestellt. römisch eins. Das Verfahren wird eingestellt.

II. Der Bund (Bundesministerin für Inneres) ist schuldig, der beschwerdeführenden Partei zuhanden ihres Rechtsvertreters die mit € 2.620,- bestimmten Prozesskosten binnen 14 Tagen bei sonstiger Exekution zu ersetzen. römisch zwei. Der Bund (Bundesministerin für Inneres) ist schuldig, der beschwerdeführenden Partei zuhanden ihres Rechtsvertreters die mit € 2.620,- bestimmten Prozesskosten binnen 14 Tagen bei sonstiger Exekution zu ersetzen.

Begründung

Begründung:

1.1. Mit dem im Devolutionsweg ergangen Bescheid vom 8. Oktober 2007, Z MA 62 - III/21681/07, wies der Landeshauptmann von Wien den Antrag der beschwerdeführenden Partei auf Bewilligung der Änderung der Vornamen "Michael Walter Hanns" in "Michaela" ab. Gegen diesen Bescheid erhob die beschwerdeführende Partei Berufung an die Bundesministerin für Inneres, die diese mit Bescheid vom 1. Dezember 2009, Z BMI-VA1200/0218-III/2/2009, abwies. Gegen diesen Bescheid erhob der Beschwerdeführer mit Schriftsatz vom 14. Jänner 2010 Beschwerde gemäß Art144 B-VG.

1.2. Der genannte Bescheid wurde von der belangten Behörde mit Bescheid vom 16. März 2010, Z BMI-VA1200/0040-III/2/2010, behoben und gemäß §66 Abs4 AVG iVm §73 AVG dem Antrag der beschwerdeführenden Partei auf Änderung der Vornamen "Michael", "Walter" und "Hanns" in "Michaela" gemäß §2 Abs1 Z10 iVm Abs2 Z3 NamensrechtsänderungsG stattgegeben und als Vornamen der beschwerdeführenden Partei antragsgemäß "Michaela" festgelegt. 1.2. Der genannte Bescheid wurde von der belangten Behörde mit Bescheid vom 16. März 2010, Z BMI-VA1200/0040-III/2/2010, behoben und gemäß §66 Abs4 AVG in Verbindung mit §73 AVG dem Antrag der beschwerdeführenden Partei auf Änderung der Vornamen "Michael", "Walter" und "Hanns" in "Michaela" gemäß §2 Abs1 Z10 in Verbindung mit Abs2 Z3 NamensrechtsänderungsG stattgegeben und als Vornamen der beschwerdeführenden Partei antragsgemäß "Michaela" festgelegt.

1.3. Mit Schriftsatz vom 2. April 2010 teilte die, diesbezüglich vom Verfassungsgerichtshof mit Schreiben vom 31. März 2010 zur Äußerung aufgeforderte, beschwerdeführende Partei mit, dass sie sich durch den Bescheid der belangten Behörde vom 16. März 2010 als klaglos gestellt erachte und beantrage, das Verfahren einzustellen und ihr den in der Beschwerde beantragten Kostenersatz in der Höhe von € 2.620,-- zuzusprechen.

2.1. Die Beschwerde ist daher als gegenstandslos zu erklären und das Verfahren gemäß §86 VfGG einzustellen.

2.2. Die Kostenentscheidung gründet sich auf §88 VfGG. Der zugesprochene Betrag enthält Umsatzsteuer in Höhe von € 400,- sowie den Ersatz der entrichteten Eingabegebühr (§17a VfGG) in Höhe von € 220,-.

Dies konnte gemäß §19 Abs3 Z3 VfGG ohne weiteres Verfahren in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen werden.

Schlagworte

Namensrecht, Transsexualität, VfGH / Gegenstandslosigkeit, VfGH / Klaglosstellung, Verwaltungsverfahren, Abänderung und Behebung von amtswegen, VfGH / Kosten

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2010:B42.2010

Zuletzt aktualisiert am

19.08.2011
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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