RS Vfgh 2010/6/14 V27/10 ua

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Veröffentlicht am 14.06.2010
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Index

58 Berg- und Energierecht
58/02 Energierecht

Norm

B-VG Art139 Abs1 / Prüfungsumfang
Systemnutzungstarife-Verordnung 2006 der Energie-Control Kommission (SystemnutzungstarifeV 2006 - SNT-VO 2006) idF SNT-VO 2006-Nov 2009
Systemnutzungstarife-Verordnung 2010 der Energie-Control Kommission (SystemnutzungstarifeV 2010 - SNT-VO 2010)
VfGG §57 Abs1
  1. B-VG Art. 139 heute
  2. B-VG Art. 139 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  5. B-VG Art. 139 gültig von 30.11.1996 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 659/1996
  6. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.1991 bis 29.11.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  7. B-VG Art. 139 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  8. B-VG Art. 139 gültig von 21.07.1962 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  9. B-VG Art. 139 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  10. B-VG Art. 139 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VfGG § 57 heute
  2. VfGG § 57 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  3. VfGG § 57 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  4. VfGG § 57 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2013
  5. VfGG § 57 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. VfGG § 57 gültig von 01.08.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2013
  7. VfGG § 57 gültig von 01.03.2013 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  8. VfGG § 57 gültig von 01.01.2004 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  9. VfGG § 57 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 329/1990
  10. VfGG § 57 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 311/1976

Leitsatz

Zurückweisung von Anträgen auf teilweise Aufhebung weiterer Systemnutzungstarifeverordnungen; unzulässiger Anfechtungsumfang

Rechtssatz

Zurückweisung von Anträgen auf Aufhebung der SNT-VO 2006 idF SNT-VO-Nov 2009 und der SNT-VO 2010; unzulässiger Umfang der Aufhebungsanträge.Zurückweisung von Anträgen auf Aufhebung der SNT-VO 2006 in der Fassung SNT-VO-Nov 2009 und der SNT-VO 2010; unzulässiger Umfang der Aufhebungsanträge.

Die Hauptanträge sind jeweils auf die Aufhebung des §6 Abs1 und die ersten Eventualanträge auf die Aufhebung des §6 Abs1 und Abs2 der bekämpften Verordnungen gerichtet. Diese Bestimmungen legen allgemeine Regeln für die Berechnung des Netzverlustentgeltes fest. Wenn eine in einem (Eventual-)Antrag angefochtene allgemeine Berechnungsvorschrift Auswirkungen auf die Festsetzung der Systemnutzungstarife hat, ist deren Anfechtung jedoch nur gemeinsam mit der Anfechtung der jeweiligen Tarife zulässig (vgl VfSlg 17797/2006). Die Tarife des Netzverlustentgelts ergeben sich nämlich erst aus §20 der angefochtenen Verordnungen. Die antragstellende Gesellschaft müsste also jene Teile des §20 der angefochtenen Verordnungen, durch die sie sich betroffen sieht, mitanfechten, damit ihr Antrag geeignet sein könnte, zur Beseitigung der behaupteten Gesetzwidrigkeit zu führen. Die Hauptanträge und die ersten Eventualanträge sind daher unzulässig.Die Hauptanträge sind jeweils auf die Aufhebung des §6 Abs1 und die ersten Eventualanträge auf die Aufhebung des §6 Abs1 und Abs2 der bekämpften Verordnungen gerichtet. Diese Bestimmungen legen allgemeine Regeln für die Berechnung des Netzverlustentgeltes fest. Wenn eine in einem (Eventual-)Antrag angefochtene allgemeine Berechnungsvorschrift Auswirkungen auf die Festsetzung der Systemnutzungstarife hat, ist deren Anfechtung jedoch nur gemeinsam mit der Anfechtung der jeweiligen Tarife zulässig vergleiche VfSlg 17797 aus 2006,). Die Tarife des Netzverlustentgelts ergeben sich nämlich erst aus §20 der angefochtenen Verordnungen. Die antragstellende Gesellschaft müsste also jene Teile des §20 der angefochtenen Verordnungen, durch die sie sich betroffen sieht, mitanfechten, damit ihr Antrag geeignet sein könnte, zur Beseitigung der behaupteten Gesetzwidrigkeit zu führen. Die Hauptanträge und die ersten Eventualanträge sind daher unzulässig.

Unzulässigkeit auch der weiteren auf Aufhebung der Verordnungen zur Gänze gerichteten Eventualanträge.

Es ist offenkundig, dass keineswegs alle Bestimmungen der zur Aufhebung beantragten Verordnungen derart beschaffen sind, dass sie im Sinne des Art139 Abs1 B-VG und §57 Abs1 VfGG unmittelbar in die Rechtssphäre der antragstellenden Gesellschaft eingreifen können.

Entscheidungstexte

  • V 27/10 ua
    Entscheidungstext VfGH Beschluss 14.06.2010 V 27/10 ua

Schlagworte

Energierecht, Elektrizitätswesen, VfGH / Prüfungsumfang, Eventualantrag

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2010:V27.2010

Zuletzt aktualisiert am

19.08.2011
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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