RS Vfgh 2010/6/16 WI-4/09 ua

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Veröffentlicht am 16.06.2010
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Index

L0 Verfassungs- und Organisationsrecht
L0350 Gemeindewahl

Norm

B-VG Art141 Abs1 lita
B-VG Art141 Abs1 litb
Oö KommunalwahlO §14, §45
  1. B-VG Art. 141 heute
  2. B-VG Art. 141 gültig ab 01.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 41/2016
  3. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2013
  4. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. B-VG Art. 141 gültig von 01.04.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 12/2012
  6. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.2004 bis 31.03.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  7. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 1013/1994
  8. B-VG Art. 141 gültig von 01.07.1989 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  9. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.1989 bis 30.06.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  10. B-VG Art. 141 gültig von 01.10.1975 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 409/1975
  11. B-VG Art. 141 gültig von 07.02.1958 bis 30.09.1975 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 12/1958
  12. B-VG Art. 141 gültig von 19.12.1945 bis 06.02.1958 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  13. B-VG Art. 141 gültig von 05.04.1931 bis 30.06.1934 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 103/1931
  14. B-VG Art. 141 gültig von 03.01.1930 bis 04.04.1931
  1. B-VG Art. 141 heute
  2. B-VG Art. 141 gültig ab 01.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 41/2016
  3. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2013
  4. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. B-VG Art. 141 gültig von 01.04.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 12/2012
  6. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.2004 bis 31.03.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  7. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 1013/1994
  8. B-VG Art. 141 gültig von 01.07.1989 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  9. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.1989 bis 30.06.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  10. B-VG Art. 141 gültig von 01.10.1975 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 409/1975
  11. B-VG Art. 141 gültig von 07.02.1958 bis 30.09.1975 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 12/1958
  12. B-VG Art. 141 gültig von 19.12.1945 bis 06.02.1958 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  13. B-VG Art. 141 gültig von 05.04.1931 bis 30.06.1934 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 103/1931
  14. B-VG Art. 141 gültig von 03.01.1930 bis 04.04.1931

Leitsatz

Keine Stattgabe der Anfechtung einer Gemeinderats- und Bürgermeisterdirektwahl in Oberösterreich; kein rechtswidriger Eingriff des Bürgermeisters in die Wahlwerbung; keine Verletzung der Freiheit der Wahlen

Rechtssatz

Keine Stattgabe der Anfechtung der Gemeinderats- und Bürgermeisterdirektwahl der Gemeinde Edt bei Lambach vom 27.09.09.

Keine Verpflichtung der Gemeindewahlbehörde zur Information der vorschlagsberechtigten Wählergruppen über die Fristen gem §14 Oö KommunalwahlO bzw für die Namhaftmachung der Zeugen gem §45 leg cit.

Keine Rechtswidrigkeit durch "Verbreitung falscher Nachrichten" durch eine Aussendung der ÖVP: Teil der Wahlwerbung und nicht des Wahlverfahrens. Keine Befugnis des VfGH zur Beurteilung der Strafbarkeit eines Vorgangs.

Kein rechtswidriger Eingriff des Bürgermeisters in die Wahlwerbung durch eine kurz vor der Wahl verbreitete "Klarstellung" im Amtsblatt der Gemeinde.

Keine Verletzung der Freiheit der Wahlen:

Die von der Anfechtungswerberin kritisierte Aussendung ist zwar das Amtsblatt der Gemeinde Edt bei Lambach mit Gemeindewappen und der Fertigungsklausel "Bürgermeister" unter Angabe des Vor- und Familiennamens des Amtsträgers sowie unter Beifügung seiner Unterschrift. Damit ist die Aussendung eine solche eines Gemeindeorgans und nicht etwa eine - im Rahmen der Wahlwerbung übliche - (Meinungs-)Äußerung von Personen, die erkennbar als Repräsentanten einer (wahlwerbenden) Partei auftreten, mögen sie daneben auch eine staatliche Funktion oder - so wie hier - eine Gemeindefunktion innehaben.

Insoweit die Anfechtungswerberin jedoch vorbringt, dass ihr Bürgermeisterkandidat als Verleumder dargestellt worden sei, ist festzuhalten, dass anders als in VfSlg 17418/2004 im vorliegenden Fall nicht ein Wahlwerber namentlich genannt wurde und sich die Aussendung nicht in subjektiv wertender Weise gegen einen bestimmten Wahlwerber wendete. Keine Erhebung einer konkreten Anschuldigung.Insoweit die Anfechtungswerberin jedoch vorbringt, dass ihr Bürgermeisterkandidat als Verleumder dargestellt worden sei, ist festzuhalten, dass anders als in VfSlg 17418 aus 2004, im vorliegenden Fall nicht ein Wahlwerber namentlich genannt wurde und sich die Aussendung nicht in subjektiv wertender Weise gegen einen bestimmten Wahlwerber wendete. Keine Erhebung einer konkreten Anschuldigung.

Zulässige Gegendarstellung durch den Bürgermeister: Im Rahmen einer solchen Reaktion auf eine Kritik ist es nämlich nicht unsachlich, wenn die Geschehnisse auch aus der Sicht des Kritisierten dargestellt werden. Die behauptete Rechtswidrigkeit hat sich daher nicht erwiesen.

Entscheidungstexte

  • W I-4/09 ua
    Entscheidungstext VfGH Erkenntnis 16.06.2010 W I-4/09 ua

Schlagworte

Wahlen, Wahlrecht freies, Wahlwerbung, Gemeinderat, Bürgermeister

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2010:WI4.2009

Zuletzt aktualisiert am

19.08.2011
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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