RS Vfgh 2010/6/24 B654/09

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Veröffentlicht am 24.06.2010
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Index

10 Verfassungsrecht
10/11 Vereins- und Versammlungsrecht

Norm

B-VG Art144 Abs1 / Legitimation
EMRK Art6 Abs1 / Verfahrensgarantien
EMRK Art11 Abs2
EMRK 7. ZP Art4
StGG Art12 / Vereinsrecht
VereinsG 2002 §29 Abs1
  1. B-VG Art. 144 heute
  2. B-VG Art. 144 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  5. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  6. B-VG Art. 144 gültig von 01.08.1984 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 296/1984
  7. B-VG Art. 144 gültig von 01.08.1981 bis 31.07.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 350/1981
  8. B-VG Art. 144 gültig von 01.07.1976 bis 31.07.1981 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  9. B-VG Art. 144 gültig von 25.12.1946 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 144 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 144 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Leitsatz

Keine Verletzung verfassungsgesetzlich gewährleisteter Rechte durch Auflösung eines Vereins wegen dem Verein zurechenbaren strafbaren Verhaltens des Obmanns

Rechtssatz

Nach rechtskräftiger Auflösung eines Vereins sind die ehemaligen Vereinsmitglieder als Träger der Vereinsfreiheit berechtigt, eine Verletzung des verfassungsgesetzlich gewährleisteten Rechtes auf Vereinsfreiheit geltend zu machen.

Zulässige behördliche Auflösung des Vereins im Interesse der Aufrechterhaltung der Ordnung iSd Art11 Abs2 EMRK gemäß §29 Abs1 VereinsG 2002.

Keine Verletzung des Art6 EMRK durch Berücksichtigung einer strafgerichtlichen Verurteilung wegen versuchten schweren Betruges und Übernahme der in diesem Urteil getroffenen Feststellungen.

Die Behörde konnte mit Recht davon ausgehen, dass diese vom Obmann des Vereins entfaltete - auch statutenwidrige - Tätigkeit, für welche die Rechtsform des Vereins offenbar vorgeschoben wurde, nicht durch das VereinsG 2002 gedeckt war.

Keine unzulässige Doppelbestrafung durch eine durch gerichtlich strafbare Handlung veranlasste verwaltungsbehördliche Maßnahme (vgl VfSlg 17025/2003).Keine unzulässige Doppelbestrafung durch eine durch gerichtlich strafbare Handlung veranlasste verwaltungsbehördliche Maßnahme vergleiche VfSlg 17025 aus 2003,).

Entscheidungstexte

Schlagworte

Vereinsrecht, Vereinsauflösung, Verwaltungsstrafrecht, Strafe, Doppelbestrafungsverbot, ne bis in idem, VfGH / Legitimation

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2010:B654.2009

Zuletzt aktualisiert am

19.08.2011
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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