RS Vfgh 2011/6/28 B878/10

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Veröffentlicht am 28.06.2011
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Index

10 Verfassungsrecht
10/11 Vereins- und Versammlungsrecht

Norm

B-VG Art144 Abs1 / Legitimation
StGG Art12 / Versammlungsrecht
EMRK Art11
VersammlungsG §6, §7
ZPO §235 Abs5
  1. B-VG Art. 144 heute
  2. B-VG Art. 144 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  5. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  6. B-VG Art. 144 gültig von 01.08.1984 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 296/1984
  7. B-VG Art. 144 gültig von 01.08.1981 bis 31.07.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 350/1981
  8. B-VG Art. 144 gültig von 01.07.1976 bis 31.07.1981 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  9. B-VG Art. 144 gültig von 25.12.1946 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 144 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 144 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. ZPO § 235 heute
  2. ZPO § 235 gültig ab 01.05.1983 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 135/1983

Leitsatz

Keine Verletzung der Versammlungsfreiheit durch Untersagung einer Versammlung gegen den Ball des rechtsextremen Wiener Korporationsringes in Hinblick auf eine Verletzung der "Bannmeile" beim Parlament durch die angezeigte Route

Rechtssatz

Kein Parteienwechsel durch Richtigstellung der Bezeichnung der beschwerdeführenden Partei auf "Grüne und Alternative StudentInnen - Grüne (GRAS)" ("GRAS-Grüne Alternative StudentInnen Wien" selbst kein rechtsfähiges Gebilde); Beschwerdelegitimation daher gegeben.

Der Untersagung der Versammlung wurde zutreffend die von den Veranstaltern in ihrer Anzeige vom 22.01.10 vorgesehene Route zu Grunde gelegt: Vorschlag der Behörde einer Standkundgebung explizit abgelehnt; Versammlungsanzeige weder zurückgezogen noch (in rechtserheblicher Weise) modifiziert; ursprüngliche Versammlungsanzeige daher Gegenstand der Entscheidung; Unmaßgeblichkeit des Umstandes, dass der von der Bundespolizeidirektion Wien vorgeschlagene Versammlungsort der "Standkundgebung" am Christian-Broda-Platz (Nähe Westbahnhof)- unter Bedachtnahme auf den Zweck der Versammlung - in unzumutbarer Entfernung zum Ball (Hofburg) gelegen wäre (vgl dazu VfSlg 15952/2000), wodurch der geplante Protest nicht (mehr) gegenüber den Ballbesuchern kommuniziert hätte werden können.Der Untersagung der Versammlung wurde zutreffend die von den Veranstaltern in ihrer Anzeige vom 22.01.10 vorgesehene Route zu Grunde gelegt: Vorschlag der Behörde einer Standkundgebung explizit abgelehnt; Versammlungsanzeige weder zurückgezogen noch (in rechtserheblicher Weise) modifiziert; ursprüngliche Versammlungsanzeige daher Gegenstand der Entscheidung; Unmaßgeblichkeit des Umstandes, dass der von der Bundespolizeidirektion Wien vorgeschlagene Versammlungsort der "Standkundgebung" am Christian-Broda-Platz (Nähe Westbahnhof)- unter Bedachtnahme auf den Zweck der Versammlung - in unzumutbarer Entfernung zum Ball (Hofburg) gelegen wäre vergleiche dazu VfSlg 15952 aus 2000,), wodurch der geplante Protest nicht (mehr) gegenüber den Ballbesuchern kommuniziert hätte werden können.

Entscheidungstexte

Schlagworte

Versammlungsrecht, VfGH / Legitimation, Nationalsozialismus

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2011:B878.2010

Zuletzt aktualisiert am

21.05.2012
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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