RS Vfgh 2011/6/28 B4/11

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 28.06.2011
beobachten
merken

Index

41 Innere Angelegenheiten
41/02 Staatsbürgerschaft, Paß- und Melderecht, Fremdenrecht

Norm

BVG-Rassendiskriminierung ArtI Abs1
PersFrSchG 1988 Art1
EMRK Art3, Art5
FremdenpolizeiG 2005 §76 Abs2 Z1, §76 Abs2a
AsylG 2005 §10
  1. AsylG 2005 § 10 heute
  2. AsylG 2005 § 10 gültig ab 12.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/2026
  3. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.11.2017 bis 11.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2017
  4. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.11.2017 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2017
  5. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2013
  6. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2012
  7. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.07.2011 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2011
  8. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2010 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2009
  9. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.04.2009 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2009
  10. AsylG 2005 § 10 gültig von 09.11.2007 bis 31.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 75/2007
  11. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2006 bis 08.11.2007

Leitsatz

Keine Verletzung verfassungsgesetzlich gewährleisteter Rechte durch Abweisung einer Schubhaftbeschwerde und Feststellung der Rechtmäßigkeit der Schubhaft zur Sicherung der durchsetzbaren Ausweisung einer nicht vulnerablen Person nach Griechenland

Rechtssatz

Vorliegen einer durchsetzbaren Ausweisungsentscheidung zum Zeitpunkt der Erlassung des angefochtenen Bescheides - nach dem E v 07.10.10, U694/10, betr "vulnerable Personen", aber vor dem Urteil des EGMR vom 21.01.11, Fall MSS gegen Belgien und Griechenland, Appl 30696/09, betr Feststellung einer Verletzung des Art3 EMRK durch Rücküberstellung einer nicht "vulnerablen Person" von Belgien nach Griechenland. §76 Abs2 Z1 und §76 Abs2a Z1 FremdenpolizeiG 2005 als gesetzliche Grundlage für die Anordnung und Aufrechterhaltung der Schubhaft. Denkmögliche Gesetzesanwendung durch die Annahme des Vorliegens der Voraussetzungen für die Verhängung der Schubhaft ua zur Sicherung der Abschiebung des Beschwerdeführers - einer nicht "vulnerablen Person" - bzw der Erforderlichkeit und Verhältnismäßigkeit der Schubhaft.

Keine Verletzung im Recht auf Gleichbehandlung von Fremden untereinander bzw im Recht auf persönliche Freiheit.

Rechtsprechung des EGMR bei erneuter Entscheidung der Asylbehörden über den neuerlichen Asylantrag des Beschwerdeführers zu berücksichtigen.

Entscheidungstexte

  • B 4/11
    Entscheidungstext VfGH Erkenntnis 28.06.2011 B 4/11

Schlagworte

Fremdenrecht, Fremdenpolizei, Schubhaft, Ausübung unmittelbarer Befehls- und Zwangsgewalt, Ausweisung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2011:B4.2011

Zuletzt aktualisiert am

21.05.2012
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten