RS Vfgh 2012/6/11 G120/11

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Veröffentlicht am 11.06.2012
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Index

41 INNERE ANGELEGENHEITEN
41/02 Staatsbürgerschaft, Pass- und Melderecht, Fremdenrecht,
Asylrecht

Norm

B-VG Art140 Abs1 / Präjudizialität
FremdenpolizeiG 2005 §76 Abs4, §117
Niederlassungs- und AufenthaltsG (NAG) §30 Abs1
VfGG §62 Abs1
  1. B-VG Art. 140 heute
  2. B-VG Art. 140 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  5. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 140 gültig von 06.06.1992 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  7. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.1991 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  8. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1988 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  9. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1976 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  10. B-VG Art. 140 gültig von 19.12.1945 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 140 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VfGG § 62 heute
  2. VfGG § 62 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  3. VfGG § 62 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  4. VfGG § 62 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2013
  5. VfGG § 62 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. VfGG § 62 gültig von 01.08.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2013
  7. VfGG § 62 gültig von 01.03.2013 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  8. VfGG § 62 gültig von 01.01.2004 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  9. VfGG § 62 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 329/1990
  10. VfGG § 62 gültig von 01.01.1989 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 732/1988
  11. VfGG § 62 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 311/1976

Leitsatz

Antrag eines Unabhängigen Verwaltungssenates auf Aufhebung von Bestimmungen des Fremdenpolizeigesetzes 2005 und des Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetzes unzulässig; keine Präjudizialität der Bestimmungen über eine Aufenthaltsehe im Verfahren über die Schubhaftbeschwerde; teils keine präzise Darlegung der Gründe der behaupteten Verfassungswidrigkeit

Rechtssatz

Zurückweisung des Antrags des UVS Wien auf Aufhebung des §76 Abs4 und §117 Abs1 bis Abs4 FremdenpolizeiG 2005 (FPG) sowie des §30 Abs1 Niederlassungs- und AufenthaltsG (NAG).

Es ist offenkundig ausgeschlossen, dass der UVS §30 Abs1 NAG und §117 Abs1 bis Abs4 FPG (betr Aufenthaltsehen) bei der Entscheidung über die Beschwerde gegen die Anordnung der Schubhaft anzuwenden hat. Beurteilung des Vorliegens einer Aufenthaltsehe iSd §30 Abs1 NAG iVm §117 FPG mit Bescheid der Sicherheitsdirektion Wien, mit dem ein rechtskräftiges Aufenthaltsverbot über die beteiligte - im Verfahren vor dem UVS beschwerdeführende - Partei verhängt wurde.Es ist offenkundig ausgeschlossen, dass der UVS §30 Abs1 NAG und §117 Abs1 bis Abs4 FPG (betr Aufenthaltsehen) bei der Entscheidung über die Beschwerde gegen die Anordnung der Schubhaft anzuwenden hat. Beurteilung des Vorliegens einer Aufenthaltsehe iSd §30 Abs1 NAG in Verbindung mit §117 FPG mit Bescheid der Sicherheitsdirektion Wien, mit dem ein rechtskräftiges Aufenthaltsverbot über die beteiligte - im Verfahren vor dem UVS beschwerdeführende - Partei verhängt wurde.

Keine präzise Darlegung der Gründe der vom UVS behaupteten Verfassungswidrigkeit des §76 Abs4 FPG (wirksame Zustellung des Schubhaftbescheides an den Schubhäftling trotz Existenz eines Zustellungsbevollmächtigten), insbesondere welche Gründe für die Annahme sprechen, dass die angefochtene Gesetzesbestimmung mit Art6 und Art13 EMRK in Widerspruch stehen soll; auch keine konkrete Darlegung, weshalb Art6 EMRK auf Verfahren nach dem Fremdenpolizeigesetz überhaupt heranzuziehen sein sollte.

Insoweit Zurückweisung des Antrags auf Grund eines nicht verbesserungsfähigen Mangels.

Entscheidungstexte

  • G 120/11
    Entscheidungstext VfGH Beschluss 11.06.2012 G 120/11

Schlagworte

Fremdenrecht, Fremdenpolizei, Schubhaft, Aufenthaltsrecht, Verwaltungsverfahren, Zustellung, Zustellungsbevollmächtigter, Unabhängiger Verwaltungssenat, VfGH / Präjudizialität, VfGH / Formerfordernisse, VfGH / Bedenken

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2012:G120.2011

Zuletzt aktualisiert am

29.01.2013
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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