TE Vfgh Beschluss 2012/6/11 B865/11

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Veröffentlicht am 11.06.2012
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Index

40 VERWALTUNGSVERFAHREN
40/01 Verwaltungsverfahrensgesetze außer Finanz- und
Dienstrechtsverfahren

Norm

B-VG Art144 Abs1 / Legitimation
VStG §52a
  1. B-VG Art. 144 heute
  2. B-VG Art. 144 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  5. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  6. B-VG Art. 144 gültig von 01.08.1984 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 296/1984
  7. B-VG Art. 144 gültig von 01.08.1981 bis 31.07.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 350/1981
  8. B-VG Art. 144 gültig von 01.07.1976 bis 31.07.1981 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  9. B-VG Art. 144 gültig von 25.12.1946 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 144 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 144 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VStG § 52a heute
  2. VStG § 52a gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. VStG § 52a gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VStG § 52a gültig von 05.01.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/2008
  5. VStG § 52a gültig von 01.01.1999 bis 04.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  6. VStG § 52a gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 620/1995
  7. VStG § 52a gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995

Leitsatz

Zurückweisung der Beschwerde gegen einen von Amts wegen abgeänderten Bescheid betreffend eine Verwaltungsstrafe mangels Legitimation

Spruch

              Die Beschwerde wird zurückgewiesen.

Begründung

Begründung:

              1. Mit Straferkenntnis der Bezirkshauptmannschaft

Tulln vom 17. Februar 2010 wurde der Beschwerdeführer gemäß §103 Abs2 KFG iVm §134 Abs1 KFG bestraft, weil er als Zulassungsbesitzer eine Lenkerauskunft nicht erteilt hat. Die dagegen erhobene Berufung wurde mit Bescheid des Unabhängigen Verwaltungssenates im Land Niederösterreich (im Folgenden: UVS Niederösterreich) vom 18. Mai 2011 abgewiesen. Mit Bescheid des UVS Niederösterreich vom 25. Mai 2011 wurde der erstgenannte Bescheid gemäß §52a VStG abgeändert. Laut Aktenvermerk vom 9. Juni 2011 wurden dem Beschwerdeführer beide Bescheide übermittelt.Tulln vom 17. Februar 2010 wurde der Beschwerdeführer gemäß §103 Abs2 KFG in Verbindung mit §134 Abs1 KFG bestraft, weil er als Zulassungsbesitzer eine Lenkerauskunft nicht erteilt hat. Die dagegen erhobene Berufung wurde mit Bescheid des Unabhängigen Verwaltungssenates im Land Niederösterreich (im Folgenden: UVS Niederösterreich) vom 18. Mai 2011 abgewiesen. Mit Bescheid des UVS Niederösterreich vom 25. Mai 2011 wurde der erstgenannte Bescheid gemäß §52a VStG abgeändert. Laut Aktenvermerk vom 9. Juni 2011 wurden dem Beschwerdeführer beide Bescheide übermittelt.

              2. Mit Schriftsatz vom 11. Juli 2011 hat der Beschwerdeführer gegen den Bescheid vom 18. Mai 2011 Beschwerde wegen Verletzung verfassungsgesetzlich gewährleisteter Rechte erhoben und (ausschließlich) den Bescheid vom 18. Mai 2011 dem Verfassungsgerichtshof vorgelegt.

              3. Der UVS Niederösterreich hat die Verwaltungsakten vorgelegt, in seiner Gegenschrift auf den Abänderungsbescheid vom 25. Mai 2011 hingewiesen und beantragt, der Beschwerde keine Folge zu geben.

              4. Mit der Erlassung eines Bescheides gemäß §52a VStG scheidet der abgeänderte Bescheid aus dem Rechtsbestand aus (vgl. M.Köhler, §52a VStG, in N. Raschauer/W. Wessely [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsstrafgesetz, 2010). Da der angefochtene Bescheid somit nicht mehr dem Rechtsbestand angehört, ist die Beschwerde mangels Legitimation zurückzuweisen. 4. Mit der Erlassung eines Bescheides gemäß §52a VStG scheidet der abgeänderte Bescheid aus dem Rechtsbestand aus vergleiche M.Köhler, §52a VStG, in N. Raschauer/W. Wessely [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsstrafgesetz, 2010). Da der angefochtene Bescheid somit nicht mehr dem Rechtsbestand angehört, ist die Beschwerde mangels Legitimation zurückzuweisen.

              5. Dies konnte gemäß §19 Abs3 Z2 lite VfGG in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen werden.

Schlagworte

Verwaltungsstrafrecht, Abänderung und Behebung von amtswegen, VfGH / Legitimation

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2012:B865.2011

Zuletzt aktualisiert am

24.07.2012
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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