TE Vfgh Beschluss 2012/12/12 WIII-1/12

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Veröffentlicht am 12.12.2012
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Index

10 VERFASSUNGSRECHT
10/07 Verfassungsgerichtshof, Verwaltungsgerichtshof,
Asylgerichtshof

Norm

B-VG Art141 Abs3 / Volksbefragung
ZPO §63 Abs1 / Aussichtslosigkeit
  1. B-VG Art. 141 heute
  2. B-VG Art. 141 gültig ab 01.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 41/2016
  3. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2013
  4. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. B-VG Art. 141 gültig von 01.04.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 12/2012
  6. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.2004 bis 31.03.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  7. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 1013/1994
  8. B-VG Art. 141 gültig von 01.07.1989 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  9. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.1989 bis 30.06.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  10. B-VG Art. 141 gültig von 01.10.1975 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 409/1975
  11. B-VG Art. 141 gültig von 07.02.1958 bis 30.09.1975 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 12/1958
  12. B-VG Art. 141 gültig von 19.12.1945 bis 06.02.1958 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  13. B-VG Art. 141 gültig von 05.04.1931 bis 30.06.1934 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 103/1931
  14. B-VG Art. 141 gültig von 03.01.1930 bis 04.04.1931
  1. ZPO § 63 heute
  2. ZPO § 63 gültig ab 01.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 96/2011
  3. ZPO § 63 gültig von 01.07.2009 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  4. ZPO § 63 gültig von 01.01.1998 bis 30.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  5. ZPO § 63 gültig von 01.05.1983 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 135/1983

Leitsatz

Abweisung eines Verfahrenshilfeantrags zur Anfechtung des Ergebnisses einer noch nicht durchgeführten Volksbefragung als aussichtslos

Spruch

              Der Antrag auf Bewilligung der Verfahrenshilfe wird abgewiesen.

Begründung

Begründung:

              Mit per Fax eingebrachtem Schriftsatz vom 6. Dezember 2012 beantragt der Einschreiter "vorsorglich" die Bewilligung der Verfahrenshilfe "zur Anfechtung der Volksbefragung vom 20.1.2013 betreffend die Wehrverfassung in Österreich".

              Mit dieser Eingabe beantragt der Einschreiter offenkundig - implizit - die Bewilligung der Verfahrenshilfe zur Anfechtung des Ergebnisses einer Volksbefragung gemäß Art141 Abs3 B-VG. Die Einbringung einer solchen Anfechtung erscheint jedoch im Hinblick darauf, dass die anzufechtende Volksbefragung erst am 20. Jänner 2013 stattfinden soll (vgl. §2 der Entschließung des Bundespräsidenten betreffend die Anordnung einer Volksbefragung, BGBl. II 377/2012), aus folgendem Grund offenbar aussichtslos: Mit dieser Eingabe beantragt der Einschreiter offenkundig - implizit - die Bewilligung der Verfahrenshilfe zur Anfechtung des Ergebnisses einer Volksbefragung gemäß Art141 Abs3 B-VG. Die Einbringung einer solchen Anfechtung erscheint jedoch im Hinblick darauf, dass die anzufechtende Volksbefragung erst am 20. Jänner 2013 stattfinden soll vergleiche §2 der Entschließung des Bundespräsidenten betreffend die Anordnung einer Volksbefragung, Bundesgesetzblatt Teil 2, 377 aus 2012,), aus folgendem Grund offenbar aussichtslos:

              Gemäß Art141 Abs3 B-VG entscheidet der Verfassungsgerichtshof über Anfechtungen des Ergebnisses von Volksbegehren, Volksabstimmungen, Volksbefragungen und Europäischen Bürgerinitiativen. Schon aus dem Wortlaut dieser Bestimmung ("Anfechtungen des Ergebnisses von [...] Volksbefragungen") geht hervor, dass sich eine Anfechtung gemäß Art141 Abs3 B-VG nur gegen eine bereits durchgeführte Volksbefragung richten kann (vgl. betreffend Wahlanfechtungen auch VfSlg. 12.460/1990, 14.400/1995 und 18.528/2008 sowie VfGH 26.2.1996, WI-16/95 ua. mwH). Gemäß Art141 Abs3 B-VG entscheidet der Verfassungsgerichtshof über Anfechtungen des Ergebnisses von Volksbegehren, Volksabstimmungen, Volksbefragungen und Europäischen Bürgerinitiativen. Schon aus dem Wortlaut dieser Bestimmung ("Anfechtungen des Ergebnisses von [...] Volksbefragungen") geht hervor, dass sich eine Anfechtung gemäß Art141 Abs3 B-VG nur gegen eine bereits durchgeführte Volksbefragung richten kann vergleiche betreffend Wahlanfechtungen auch VfSlg. 12.460 aus 1990,, 14.400 aus 1995, und 18.528 aus 2008, sowie VfGH 26.2.1996, WI-16/95 ua. mwH).

              Damit erscheint jedoch eine Rechtsverfolgung durch die Einbringung einer Anfechtung des Ergebnisses der - noch nicht durchgeführten - Volksbefragung als offenbar aussichtslos, zumal bei der gegebenen Lage die Zurückweisung der Anfechtung mangels Vorliegens eines tauglichen Anfechtungsgegenstandes (vgl. zB VfSlg. 14.400/1995, 18.528/2008) zu gewärtigen wäre. Damit erscheint jedoch eine Rechtsverfolgung durch die Einbringung einer Anfechtung des Ergebnisses der - noch nicht durchgeführten - Volksbefragung als offenbar aussichtslos, zumal bei der gegebenen Lage die Zurückweisung der Anfechtung mangels Vorliegens eines tauglichen Anfechtungsgegenstandes vergleiche zB VfSlg. 14.400 aus 1995,, 18.528 aus 2008,) zu gewärtigen wäre.

              Der - nicht auf das Vorliegen sämtlicher

Formalerfordernisse hin geprüfte - Antrag ist sohin mangels

der Voraussetzungen des §63 Abs1 ZPO (§35 Abs1 VfGG) abzuweisen.

              Dies konnte gemäß §72 Abs1 ZPO iVm §35 Abs1 VfGG in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen werden. Dies konnte gemäß §72 Abs1 ZPO in Verbindung mit §35 Abs1 VfGG in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen werden.

Schlagworte

VfGH / Verfahrenshilfe, Volksbefragung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2012:WIII1.2012

Zuletzt aktualisiert am

12.02.2013
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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