RS Vfgh 2014/2/20 B1001/2013

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Veröffentlicht am 20.02.2014
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Index

27/01 Rechtsanwälte

Norm

B-VG Art7 Abs1 / Verwaltungsakt
RAO §10
RL-BA 1977 §12a
  1. B-VG Art. 7 heute
  2. B-VG Art. 7 gültig ab 01.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.2004 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 7 gültig von 16.05.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/1998
  5. B-VG Art. 7 gültig von 14.08.1997 bis 15.05.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  6. B-VG Art. 7 gültig von 01.07.1988 bis 13.08.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  7. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.1975 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  8. B-VG Art. 7 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 7 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. RAO § 10 heute
  2. RAO § 10 gültig ab 01.04.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2020
  3. RAO § 10 gültig von 01.01.2008 bis 31.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2007
  4. RAO § 10 gültig von 24.06.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2006
  5. RAO § 10 gültig von 01.01.1991 bis 23.06.2006 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 474/1990

Leitsatz

Keine Verletzung verfassungsgesetzlich gewährleisteter Rechte durch Verhängung der Disziplinarstrafe des schriftlichen Verweises über einen Rechtsanwalt wegen unzulässiger materieller Doppelvertretung

Rechtssatz

Durch die Verordnungsbestimmung des §12a RL-BA kann nicht der im Gesetzesrang stehenden Bestimmung des §10 Abs1 RAO derogiert werden. Die beiden Bestimmungen erfassen unterschiedliche Fälle der Doppelvertretung und stehen daher nebeneinander in Geltung.

Dem Beschwerdeführer wurde die uneigentliche Doppelvertretung gemäß §10 Abs1 erster Satz RAO vorgeworfen: Der Beschwerdeführer hat die Geschenknehmerin im Jahr 2003 beraten und dann im Jahr 2011 Ansprüche aus diesem Schenkungsvertrag für die Geschenkgeberin gegen die Geschenknehmerin gerichtlich geltend gemacht. Die von der belangten Behörde vorgenommene Beurteilung, dass es sich dabei um einen Frontenwechsel in derselben oder einer damit zusammenhängenden Sache handelt, ist aus verfassungsrechtlicher Sicht nicht zu beanstanden, zumal die Rechtsgrundlage der Klage die Kostentragungsregelung des Schenkungsvertrages war.

Zeitlicher Rahmen zwischen Raterteilung an den einen Streitteil und Vertretung des anderen Streitteils irrelevant; konkrete Gefahr einer Interessenkollision keine Voraussetzung.

Entscheidungstexte

Schlagworte

Rechtsanwälte, Disziplinarrecht, Derogation

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2014:B1001.2013

Zuletzt aktualisiert am

12.05.2014
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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