TE Vfgh Beschluss 2015/7/13 G136/2015

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Veröffentlicht am 13.07.2015
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Index

10/11 Vereins- und Versammlungsrecht

Norm

ZPO §63 Abs1 / Aussichtslosigkeit
B-VG Art140 Abs1 Z1 litd
VerbotsG
  1. ZPO § 63 heute
  2. ZPO § 63 gültig ab 01.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 96/2011
  3. ZPO § 63 gültig von 01.07.2009 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  4. ZPO § 63 gültig von 01.01.1998 bis 30.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  5. ZPO § 63 gültig von 01.05.1983 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 135/1983
  1. B-VG Art. 140 heute
  2. B-VG Art. 140 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  5. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 140 gültig von 06.06.1992 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  7. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.1991 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  8. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1988 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  9. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1976 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  10. B-VG Art. 140 gültig von 19.12.1945 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 140 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Leitsatz

Aussichtslosigkeit eines Verfahrenshilfeantrags zur Einbringung eines Parteiantrags auf Aufhebung des Verbotsgesetzes

Spruch

Der Antrag des **** *********, ********** ****, **** **********, auf Bewilligung der Verfahrenshilfe zur Einbringung eines Antrages gemäß Art140 Abs1 Z1 litd B-VG auf Aufhebung des Verbotsgesetzes 1947 und der §§188 und 283 StGB als verfassungswidrig wird insoweit, als er das Verbotsgesetz 1947 zum Gegenstand hat, abgewiesen.

Begründung

Begründung

Der Einschreiter beabsichtigt, sich aus Anlass seiner gegen das Urteil des Landesgerichtes für Strafsachen Wien vom 19. Jänner 2015, Z608 Hv 3/14z, erhobenen Nichtigkeitsbeschwerde mit einem (Partei-)Antrag gemäß Art140 Abs1 Z1 litd B-VG auf Aufhebung des Verbotsgesetzes 1947 und der §§188 und 283 StGB insbesondere wegen Verstoßes gegen Art6, 7, 9 und 10 EMRK an den Verfassungsgerichtshof zu wenden, und beantragt hiefür die Bewilligung der Verfahrenshilfe im vollen Umfang. Soweit der Antrag das Verbotsgesetz 1947 betrifft, ist er zu G136/2015 protokolliert und bildet den Gegenstand der vorliegenden Entscheidung (im Übrigen, also hinsichtlich der §§188 und 283 StGB, wird über die Bewilligung der Verfahrenshilfe zZG 137/2015 gesondert entschieden).Der Einschreiter beabsichtigt, sich aus Anlass seiner gegen das Urteil des Landesgerichtes für Strafsachen Wien vom 19. Jänner 2015, Z608 Hv 3/14z, erhobenen Nichtigkeitsbeschwerde mit einem (Partei-)Antrag gemäß Art140 Abs1 Z1 litd B-VG auf Aufhebung des Verbotsgesetzes 1947 und der §§188 und 283 StGB insbesondere wegen Verstoßes gegen Art6, 7, 9 und 10 EMRK an den Verfassungsgerichtshof zu wenden, und beantragt hiefür die Bewilligung der Verfahrenshilfe im vollen Umfang. Soweit der Antrag das Verbotsgesetz 1947 betrifft, ist er zu G136/2015 protokolliert und bildet den Gegenstand der vorliegenden Entscheidung (im Übrigen, also hinsichtlich der §§188 und 283 StGB, wird über die Bewilligung der Verfahrenshilfe zZG 137 aus 2015, gesondert entschieden).

Eine Rechtsverfolgung durch Einbringung eines Parteiantrages auf Aufhebung des Verbotsgesetzes 1947 erscheint als offenbar aussichtslos, weil die vom Antragsteller angestrebte Überprüfung des Verbotsgesetzes 1947 auf seine Verfassungsmäßigkeit wegen seines Ranges als Bundesverfassungsgesetz nach der ständigen Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofes nicht in Betracht kommt und daher (insoweit) die Zurückweisung des (Partei-)Antrages zu gewärtigen wäre (vgl. zB VfSlg 15.334/1998 und 17.239/2004 mwN; VfGH 25.9.2006, G154/06; 20.9.2012, G54/12, und 21.1.2015, G6/2015 zu insoweit vergleichbaren [Individual-]Anträgen gemäß Art140 Abs1 Z1 litc B-VG).Eine Rechtsverfolgung durch Einbringung eines Parteiantrages auf Aufhebung des Verbotsgesetzes 1947 erscheint als offenbar aussichtslos, weil die vom Antragsteller angestrebte Überprüfung des Verbotsgesetzes 1947 auf seine Verfassungsmäßigkeit wegen seines Ranges als Bundesverfassungsgesetz nach der ständigen Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofes nicht in Betracht kommt und daher (insoweit) die Zurückweisung des (Partei-)Antrages zu gewärtigen wäre vergleiche zB VfSlg 15.334 aus 1998, und 17.239 aus 2004, mwN; VfGH 25.9.2006, G154/06; 20.9.2012, G54/12, und 21.1.2015, G6/2015 zu insoweit vergleichbaren [Individual-]Anträgen gemäß Art140 Abs1 Z1 litc B-VG).

Der Antrag auf Bewilligung der Verfahrenshilfe ist sohin, soweit er das Verbotsgesetz 1947 betrifft, gemäß §20 Abs1a VfGG mangels der Voraussetzungen des §63 Abs1 ZPO (§35 Abs1 VfGG) abzuweisen.

Schlagworte

VfGH / Verfahrenshilfe, VfGH / Parteiantrag, Nationalsozialistengesetzgebung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2015:G136.2015

Zuletzt aktualisiert am

24.07.2015
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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