RS Vfgh 2015/9/21 V66/2015

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Veröffentlicht am 21.09.2015
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Index

L8500 Straßen

Norm

B-VG Art18 Abs2
B-VG Art139 Abs1 Z3
Krnt StraßenG 1991 §2, §3, §3a, §61
EinreihungsV des Gemeinderates der Gemeinde St. Margareten im Rosental vom 20.12.2010 §2
  1. B-VG Art. 18 heute
  2. B-VG Art. 18 gültig ab 01.07.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2001
  5. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2001
  6. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.1996 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  7. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.1997 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2001
  8. B-VG Art. 18 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1996 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 18 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 139 heute
  2. B-VG Art. 139 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  5. B-VG Art. 139 gültig von 30.11.1996 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 659/1996
  6. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.1991 bis 29.11.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  7. B-VG Art. 139 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  8. B-VG Art. 139 gültig von 21.07.1962 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  9. B-VG Art. 139 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  10. B-VG Art. 139 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Leitsatz

Gesetzwidrigkeit einer Einreihungsverordnung hinsichtlich der Erklärung eines Weges zur Verbindungsstraße mangels ausreichender Ermittlungen zur Frage des Bestehens von Gemeingebrauch

Rechtssatz

Aufhebung des Ausdrucks "0037 Moniweg Sabosacherweg vlg. Zavoznik, Parz. .6, KG St. Margareten" in § 2 der EinreihungsV des Gemeinderates der Gemeinde St. Margareten im Rosental vom 20.12.2010.Aufhebung des Ausdrucks "0037 Moniweg Sabosacherweg vlg. Zavoznik, Parz. .6, KG St. Margareten" in Paragraph 2, der EinreihungsV des Gemeinderates der Gemeinde St. Margareten im Rosental vom 20.12.2010.

Zulässigkeit des Individualantrags einer Grundeigentümerin.

Konkrete, auf die einzelnen Straßen bzw Wege bezogene Erhebungsschritte zur Frage des Vorliegens von Gemeingebrauch können dem Verordnungsakt nicht entnommen werden.

Die Tatsache, dass der "Moniweg" in einer Wanderkarte der Gemeinde St. Margareten im Rosental verzeichnet ist, lässt - entgegen der Ansicht der verordnungserlassenden Behörde - per se keinen Rückschluss auf das Bestehen eines etwaigen Gemeingebrauches zu.

Auch die im Rahmen der Äußerung des Gemeinderates der Gemeinde St. Margareten im Rosental vom 28.06.2015 (im Nachhinein) ins Treffen geführte Behauptung, wonach "der Weg insbesondere auch von Landwirten aus der Umgebung für die Bewirtschaftung ihrer land- und forstwirtschaftlichen Flächen benützt [werde]", ändert nichts daran, dass es die verordnungserlassende Behörde verabsäumt hat, sich vor Verordnungserlassung in nachvollziehbarer Weise mit der Frage des Vorliegens von Gemeingebrauch auseinanderzusetzen.

Der Umstand, dass die Gemeinde St. Margareten im Rosental den "Moniweg" iSd §61 Abs1 Krnt StraßenG 1991 verwaltet, ist für die Beurteilung, ob an diesem Gemeingebrauch besteht, nicht von Relevanz, weil die Legaldefinition in §2 Abs2 leg cit nicht auf das Kriterium der Straßenverwaltung abstellt.

Eine "Ersitzung" des Gemeingebrauches zugunsten der Allgemeinheit dadurch, "dass die Gemeinde über mehr als 30 Jahre hindurch die Straßenverwaltung iSd §61 K-StrG wahrgenommen hat" widerspricht dem Grundsatz des Ersitzungsrechtes, wonach nur jener Zustand ersessen werden kann, der besessen wird (vgl VfSlg 13279/1992).Eine "Ersitzung" des Gemeingebrauches zugunsten der Allgemeinheit dadurch, "dass die Gemeinde über mehr als 30 Jahre hindurch die Straßenverwaltung iSd §61 K-StrG wahrgenommen hat" widerspricht dem Grundsatz des Ersitzungsrechtes, wonach nur jener Zustand ersessen werden kann, der besessen wird vergleiche VfSlg 13279 aus 1992,).

Entscheidungstexte

Schlagworte

Straßenverwaltung, Einreihungsverordnung, Verordnungserlassung, VfGH / Individualantrag

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2015:V66.2015

Zuletzt aktualisiert am

18.11.2015
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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