TE Vfgh Beschluss 2015/11/19 G569/2015 ua

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Veröffentlicht am 19.11.2015
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Index

10/07 Verfassungs- und Verwaltungsgerichtsbarkeit

Norm

B-VG Art140 Abs1 Z1 litd
ABGB §268
ZPO §6, §6a
AußStrG §5, §45, §117 ff
VfGG §62a Abs1
  1. B-VG Art. 140 heute
  2. B-VG Art. 140 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  5. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 140 gültig von 06.06.1992 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  7. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.1991 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  8. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1988 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  9. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1976 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  10. B-VG Art. 140 gültig von 19.12.1945 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 140 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. ABGB § 268 heute
  2. ABGB § 268 gültig ab 01.07.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2017
  3. ABGB § 268 gültig von 01.02.2013 bis 30.06.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2013
  4. ABGB § 268 gültig von 01.07.2007 bis 31.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2006
  5. ABGB § 268 gültig von 01.07.1989 bis 01.07.1989 aufgehoben durch BGBl. Nr. 162/1989
  1. VfGG § 62a heute
  2. VfGG § 62a gültig ab 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2023
  3. VfGG § 62a gültig von 21.12.2016 bis 20.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 107/2016
  4. VfGG § 62a gültig von 04.08.2016 bis 20.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 78/2016
  5. VfGG § 62a gültig von 20.07.2016 bis 03.08.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2016
  6. VfGG § 62a gültig von 20.07.2016 bis 19.07.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2016
  7. VfGG § 62a gültig von 01.04.2016 bis 19.07.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2016
  8. VfGG § 62a gültig von 29.10.2015 bis 31.03.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 124/2015
  9. VfGG § 62a gültig von 01.01.2015 bis 28.10.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014

Leitsatz

Zurückweisung eines Parteiantrags auf Aufhebung von Bestimmungen des ABGB, der ZPO und des AußStrG; (abweisende) Entscheidung über den Antrag auf Einstellung des Verfahrens keine in erster Instanz entschiedene Rechtssache

Spruch

Der Antrag wird zurückgewiesen.

Begründung

Begründung

1. Der auf Art140 Abs1 Z1 litd B-VG gestützte, selbst verfasste Antrag wird aus Anlass eines Rekurses gegen den Beschluss des Bezirksgerichts Innere Stadt Wien vom 29. September 2015 gestellt, mit dem der Antrag der Einschreiterin auf Einstellung des Verfahrens abgewiesen wurde. Begründend führte das Bezirksgericht Innere Stadt Wien aus, zu der in §6a ZPO vorgesehenen Überprüfung der Geschäftsfähigkeit der Einschreiterin sei es notwendig, dass sich das Pflegschaftsgericht gemäß §118 Außerstreitgesetz einen persönlichen Eindruck von der Person verschaffe; dem stünde auch die von der Einschreiterin genannte UN-Behindertenkonvention (CRPD) nicht entgegen.

2. Mit dem Antrag begehrt die Einschreiterin die Aufhebung der §§6 und 6a ZPO, des §268 AGBG, der Wortfolge "Der Mangel der Verfahrensfähigkeit" in §5 Abs1 AußStrG und der §§117 bis 142 AußStrG wegen Verfassungswidrigkeit.

3. Der Antrag erweist sich als unzulässig, weil keine in erster Instanz entschiedene Rechtssache vorliegt.

Bei der Entscheidung des Bezirksgerichts Innere Stadt Wien vom 29. September 2015 handelt es sich um einen verfahrensleitenden Beschluss im Sinne des §45 Satz 2 AußStrG. Verfahrensleitende Beschlüsse sind gemäß §45 Satz 2 AußStrG nicht selbständig, sondern nur mit Rekurs gegen die Entscheidung über die Sache anfechtbar. Da Art140 Abs1 Z1 litd B-VG ausdrücklich die Einbringung eines (Partei-)Antrages an die Erhebung eines – zulässigen – Rechtsmittels gegen die Gerichtsentscheidung knüpft, aus deren Anlass der Antrag auf Aufhebung eines Gesetzes wegen Verfassungswidrigkeit gestellt wird, ist der aus Anlass des genannten Beschlusses des Bezirksgerichts Innere Stadt Wien gestellte Antrag mangels gesonderter Anfechtbarkeit unzulässig. In der (abweisenden) Entscheidung über den Antrag der Einschreiterin auf Einstellung des Verfahrens liegt somit keine in erster Instanz entschiedene Rechtssache iSd Art140 Abs1 Z1 litd B-VG und §62a Abs1 VfGG vor.

4. Bei diesem Ergebnis erübrigt sich ein Eingehen auf die Frage, ob der Antrag auch aus anderen Gründen zurückzuweisen wäre.

5. Der Antrag ist daher gemäß §19 Abs3 Z2 lite VfGG ohne weiteres Verfahren und ohne vorangegangene Verhandlung in nichtöffentlicher Sitzung zurückzuweisen.

Schlagworte

VfGH / Parteiantrag, VfGH / Zuständigkeit

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2015:G569.2015

Zuletzt aktualisiert am

25.09.2025
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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