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41/02 Staatsbürgerschaft, Pass- und Melderecht, Fremdenrecht, AsylrechtNorm
BFA-VG §52 Abs2Leitsatz
Aufhebung des angefochtenen Erkenntnisses des Bundesverwaltungsgerichtes infolge Anwendung einer verfassungswidrigen GesetzesbestimmungRechtssatz
Das Bundesverwaltungsgericht hätte im Rahmen des Abspruchs über den Antrag auf unentgeltliche Beigabe eines Verfahrenshelfers die mit Entscheidung des VfGH vom 09.03.2016, G447/2015 ua, aufgehobene Wortfolge "gegen eine Rückkehrentscheidung, eine Entscheidung gemäß §2 Abs4 bis 5 oder §3 GVG-B 2005 oder eine Anordnung zur Außerlandesbringung" in §52 Abs2 BFA-VG idF BGBl I 70/2015 anzuwenden gehabt (vgl VwGH 03.09.2015, Ro 2015/21/0032).Das Bundesverwaltungsgericht hätte im Rahmen des Abspruchs über den Antrag auf unentgeltliche Beigabe eines Verfahrenshelfers die mit Entscheidung des VfGH vom 09.03.2016, G447/2015 ua, aufgehobene Wortfolge "gegen eine Rückkehrentscheidung, eine Entscheidung gemäß §2 Abs4 bis 5 oder §3 GVG-B 2005 oder eine Anordnung zur Außerlandesbringung" in §52 Abs2 BFA-VG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 70 aus 2015, anzuwenden gehabt vergleiche VwGH 03.09.2015, Ro 2015/21/0032).
Es ist nach Lage des Falles nicht ausgeschlossen, dass die Anwendung dieser Bestimmung für die Rechtsstellung des Beschwerdeführers nachteilig war.
(Ebenso E2434/2015 vom selben Tag sowie E2530/2015, E v 10.06.2016, und E178/2016 ua, E v 24.11.2016).
Entscheidungstexte
Schlagworte
Asylrecht, Rechtsschutz, Verwaltungsgerichtsverfahren, Verfahrenshilfe, Geltungsbereich AnwendbarkeitEuropean Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:VFGH:2016:E1845.2015Zuletzt aktualisiert am
09.01.2017