RS Vfgh 2016/9/22 G224/2016

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Veröffentlicht am 22.09.2016
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Index

20/01 Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)

Norm

B-VG Art140 Abs1 Z1 litd
ABGB §1330 Abs2
  1. B-VG Art. 140 heute
  2. B-VG Art. 140 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  5. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 140 gültig von 06.06.1992 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  7. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.1991 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  8. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1988 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  9. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1976 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  10. B-VG Art. 140 gültig von 19.12.1945 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 140 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. ABGB § 1330 heute
  2. ABGB § 1330 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Leitsatz

Zurückweisung eines Parteiantrags auf Aufhebung einer Bestimmung des ABGB betr Schadenersatz als zu eng gefasst

Rechtssatz

Zurückweisung des Antrags auf Aufhebung des §1330 Abs2 erster Satz ABGB (Schadenersatz wegen Rufschädigung).

Untrennbarer Zusammenhang des ersten Satzes der Bestimmung mit dem zweiten Satz (Widerruf und Veröffentlichung) schon auf Grund der sprachlichen Anknüpfung ("In diesem Fall").

Nach der ständigen Rechtsprechung des OGH besteht bei Verstößen gegen §1330 Abs1 ABGB (Ehrenbeleidigung) kein Anspruch auf Widerruf bzw dessen Veröffentlichung.

Bezöge sich §1330 Abs2 zweiter Satz ABGB im Gefolge der Aufhebung von §1330 Abs2 erster Satz ABGB auf §1330 Abs1 ABGB, würde die Rechtslage materiell dahingehend geändert, dass ein Anspruch auf Widerruf und Veröffentlichung desselben auch für eine Verletzung des §1330 Abs1 ABGB bestünde. Folglich würde dadurch der Sinn des §1330 Abs2 ABGB im Sinne der Rechtsprechung des VfGH verändert, weshalb die Aufhebung im beantragten Umfang einem Akt positiver Gesetzgebung gleichkäme.

Entscheidungstexte

  • G224/2016
    Entscheidungstext VfGH Beschluss 22.09.2016 G224/2016

Schlagworte

VfGH / Parteiantrag, Zivilrecht, Schadenersatz, VfGH / Prüfungsumfang

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2016:G224.2016

Zuletzt aktualisiert am

06.12.2016
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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